Rezension: Cameron Stewart – Batgirl: Die neuen Abenteuer | Comic

Eine kluge und mutige Superheldin

Cameron Stewart, Brenden Fletcher | Babs Tarr, Irene Koh | Batgirl: Die neuen Abenteuer | Storys: Batgirl 35-40 | Verlag: Panini | Leseprobe | 15.03.2016 | 148 Seiten | TB: 16,99€ | Rezensionsexemplar* | Kaufen?

Barbara Gordon kehrt Gotham City den Rücken und wagt im hippen jungen Außenbezirk Burnside einen Neuanfang. Sie will als Programmiererin neu durchstarten, während sie als Batgirl mit neuem Kostüm weiter gegen das Verbrechen kämpft … [Quelle]


Mit Batgirl hatte ich bisher keinerlei Berührungen, doch als ich diesen Comic beim Stöbern entdeckt und den Klappentext gelesen habe war ich super neugierig. Mit einem Auftritt von Black Canary, in einer Welt, in der Smartphones und Social Media im Mittelpunkt stehen und Daten-Piraten ihr Unwesen treiben – wie cool klingt das denn bitte?

Besonders interessant fand ich die Einleitung, in der ich etwas über die Entwicklung und Herkunft von Batgirl erfahren habe. Schon 1967 begann Batgirls Siegeszug, heute gehört sie zu den beliebtesten Superheldinnen. Und auch für mich hat sie sich durch die spannende, bunte Story in die Liste der Lieblingshelden katapultiert.

Schon nach wenigen Seiten habe ich mich in die bunten Zeichnungen verliebt, die an die jeweiligen Situationen angepasst waren und mal düsterer und mal fröhlicher wirkten. Die Bedeutung der sozialen Medien fand ich gut integriert, auch wurde gelungen verdeutlicht, was es für Auswirkungen haben kann, wenn dort bestimmte Fotos und Situationen geteilt werden und vor allem welches Licht sie auf Personen werfen, wenn Fotos und Zitate aus dem Zusammenhang herausgerissen werden, ohne näher erklärt zu werden. Die Vorstellung, dass Superhelden und Schurken ähnliche Apps wie Twitter und Instagram, oder auch Flirt- und Kennenlernplattformen nutzen war skurril und unterhaltsam zugleich. Die hippen, jugendlichen Themen wirkten erfrischend.

In den Geschichten traf Barbara/Batgirl auf zahlreiche Personen, die alle zu der Handlung beigetragen haben, allen voran Mitbewohnerin Frankie, deren wichtige Rolle am Ende erst richtig deutlich wurde, was ich sehr spannend fand, aber auch Computerfreak Qadir, der Barbara immer wieder aus der Klemme helfen konnte. Auch Dinah (Black Canary) fand ich cool, sie brachte eine Dynamik in die Geschichte, die nicht zu unterschätzen war. Leider habe ich bisher noch nichts über sie gelesen/gesehen, bin aber nun richtig neugierig auf ihre Rolle in diesem ganzen Setting. Mehr über Black Canary könnt ihr HIER erfahren und HIER findet ihr eine Art Steckbrief. Und falls ihr ein paar Hintergrundinfos zu Batgirl braucht, schaut mal HIER rein. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich könnte stundenlang durch das Internet stöbern und Dinge über Superhelden, Antihelden und Schurken lesen. Und besonders Barbaras familiäre Hintergründe solltet ihr euch mal näher anschauen, denn sie sind ziemlich faszinierend.

Am besten gefiel mir das letzte „Kapitel“ des Comics – Geist in der Maschine, welches ziemlich dramatisch und emotional war. Auch wurden dort ein paar offene Fragen geklärt, die durch die vorigen Storys entstanden sind. Kurz zuvor habe ich etwas über Batgirls Vergangenheit erfahren, besonders über den Vorfall, der sie für eine Zeit lang an den Rollstuhl gefesselt hat. Zum Glück befindet sich der Comic, in dem der Vorfall näher geschildert wird, bereits in meinem Besitz – Batman: The Killing Joke**.

Dank der vielen Hintergrundinformationen, die die Einleitung, aber auch das Stöbern im Netz geboten haben, aber auch aufgrund Batgirls authentischer Art, ihrer Überzeugungskraft, ihrer Fähigkeiten im Kampf und ihrem starken Willen, wurde meine Begeisterung für die DC Welt erneut gesteigert, auch wenn die Thematik durch die bunten Bilder und die recht jugendlichen Themen nicht so düster wirkt, wie zunächst erwartet. Während ich noch vor einem Jahr angenommen hatte, dass Comics überhaupt nichts für mich sind, bin ich mittlerweile zu einem wahrlichen Comic-Fangirl mutiert.

Batgirl: Die neuen Abenteuer ist für mich persönlich das allererste Abenteuer mit der klugen und mutigen Superheldin, aber auf jeden Fall nicht das letzte. Meiner Meinung nach ist das 148-seitenlange Comic auch für Einsteiger geeignet, da durch Batgirls Umzug nach Burnside eine Art Neuanfang stattfindet. Aber besonders junge Leser fühlen sich durch die hippen, jugendlichen Themen sicherlich angesprochen.

Kategorie: Buchtipp


Weitere Meinungen

„Die neuen Abenteuer des neuen Batgirls richten sich demnach deutlich an junge Neuleserinnen, die hier garantiert großartige Unterhaltung finden werden. Fans der alten Serie sollten jedoch zumindest einen Blick riskieren, weil wenn die Serie zündet, dann richtig.“ – Bizzaro World

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Barbara Gordon kehrt Gotham City den Rücken und wagt im hippen jungen Außenbezirk Burnside einen Neuanfang. Sie will als Programmiererin neu durchstarten, während sie als Batgirl mit neuem Kostüm weiter gegen das Verbrechen kämpft … [Quelle]


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Vielen Dank an den Panini Verlag für das Rezensionsexemplar*.

 

4 Antworten auf „Rezension: Cameron Stewart – Batgirl: Die neuen Abenteuer | Comic

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