Rezension: Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel

Um dem Hamsterrad aus Studium und Leistungserwartungen zu entkommen, kauft Sophie spontan ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Dort beginnt sie zu hinterfragen, was sie eigentlich vom Leben will.

Werbung: Das Buch ist ein E-Book-Rezensionsexemplar, das ich vom Verlag via NetGalley für eine ehrliche Rezension erhalten habe.

Statt aus dem Fenster zu schauen bei Amazon
Autor*in: Anna Katharina Scheidemantel, Übersetzer*in: –
Seitenzahl: 353, Preis: 17,99 € (E-Book)

„Statt aus dem Fenster zu schauen“ erzählt die Geschichte von Sophie, die aus ihrem Hamsterrad ausbrechen will und spontan ein günstiges, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft. Ihr Impuls sorgt jedoch schnell für Zweifel, denn das Haus erweist sich als extrem baufällig, die Bewohner*innen sind überwiegend konservativ und Sophie hat plötzlich verdammt viel Zeit, um über sich selbst nachzudenken.

Im Kern geht es darum, Sinn in einer Beschäftigung und im Leben zu finden, und die Frage, was überhaupt der Sinn ist? Ein Satz ist mir dabei besonders hängen geblieben:

„Die strikteste Grenze in meinem Leben ist meine eigene Vernunft.“

Beim Lesen merkt man, dass die Welt nicht davon untergeht, wenn man mal anders abbiegt und sich auf Abenteuer einlässt. Es ist eine total authentische Geschichte, in der ehrlich beschrieben wird, dass man auf dem Weg des Erwachsenwerdens eben Unsicherheiten, Ängste und Zweifel durchlebt.

Der Schreibstil ist schön und fesselnd. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen, genauer gesagt das Hörbuch ausmachen, zu dem ich zeitweise gewechselt habe, eben WEIL ich einfach nicht ablassen wollte, haha.

Gleichzeitig regt die Story dazu an, sich selbst mit sich auseinanderzusetzen, und sie motiviert, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn der vielleicht ein paar eigenartige Wendungen nimmt oder mal ein Stück zurückführt.

Ist es denn überhaupt so tragisch, wenn alles ganz anders kommt als geplant, oder ist es vielleicht auch eine Chance?

Mir hat diese Geschichte über Selbstfindung, Mut und einen Neuanfang mit Hürden echt gut gefallen. Ein perfektes Buch, um mal innezuhalten, auch wenn mir zum Highlight am Ende irgendwie noch ein kleines bisschen was gefehlt hat.

Fazit: „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist eine authentische, ruhige und zugleich fesselnde Geschichte über Selbstfindung, Mut und das Erwachsenwerden. Auch wenn mir etwas gefehlt hat, ist dieses Buch eine Empfehlung für alle, die Lust auf eine ehrliche und motivierende Story über die verschlungenen Wege des Lebens haben.

Bewertung: 4 von 5.

Kategorie: Buchtipp

Inhalt zum Aufklappen

Sophie steckt fest – im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für einen Spottbetrag ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Doch die Renovierungsarbeiten stellen sich als schwieriger heraus als auf YouTube dargestellt. Und was macht man mit den langen Stunden der Stille zwischen den Tagen? Dort, wo nur weite Felder und flirrendes Licht sind, beginnt Sophie endlich, die Erwartungen anderer abzustreifen und sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Und warum?

Quelle: NetGalley


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Seit Oktober 2022 lebe ich in Kärnten (Österreich) und schreibe hier über alles, was mich beschäftigt und mir Spaß bereitet – etwa Bücher, verschiedene Videospiele, Filme und Serien. Ich liebe Horror, feministische Bücher, kleine Roboter und Kaffee.

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