| Sarah J. Maas – A Court of Thorns and Roses (dt. Das Reich der sieben Höfe) | Bloomsbury USA | Trilogie | 05.05.2015 | High Fantasy | 432 Seiten | Hardcover: 15,88€; TB: 7,99€; eBook: 3,49€ | Amazon* | Amazon* (dt.) |
When nineteen-year-old huntress Feyre kills a wolf in the woods, a beast-like creature arrives to demand retribution for it. Dragged to a treacherous magical land she only knows about from legends, Feyre discovers that her captor is not an animal, but Tamlin–one of the lethal, immortal faeries who once ruled their world. As she dwells on his estate, her feelings for Tamlin transform from icy hostility into a fiery passion that burns through every lie and warning she’s been told about the beautiful, dangerous world of the Fae. But an ancient, wicked shadow over the faerie lands is growing, and Feyre must find a way to stop it . . . or doom Tamlin–and his world–forever. [Quelle]

I was as unburdened as a piece of dandelion fluff, and he was the wind that stirred me about the world.
[A Court of Thorns and Roses, Sarah J. Maas, S. 228]
Selbst jetzt, wo ich beginne diese Rezension zu schreiben, suche ich noch immer nach den passenden Worten um das auszudrücken was in mir vorgeht, bezogen auf diese facettenreiche Geschichte.
Der Einstieg fiel mir nicht sehr leicht, was aber daran lag, dass ich schon ewig nichts mehr auf Englisch gelesen hatte und ständig Wörter nachschlagen musste. Als ich mich dann dazu überwunden habe einfach zu lesen, ohne die genaue Bedeutung jedes einzelnen Wortes kennen zu müssen, lief es direkt besser. Mittlerweile schlage ich kaum noch etwas nach. Nachdem ich den ersten Band beendet hatte, habe ich den Anfang und das Ende auf Deutsch nochmal gelesen und muss wirklich sagen, dass ich die literarischen Unterschiede schon auffallend finde. Nicht, dass die Übersetzung nicht gelungen ist. Aber meiner Meinung nach geht atmosphärisch einiges verloren, ebenso passen die englischen Formulierungen irgendwie besser. Von den Covern sprechen wir lieber erst gar nicht. (Ich finde die deutschen nicht schlimm, aber auch nicht sehr passend, die englischen hingegen gefallen mir richtig gut.)
Ich mochte alles an dem Buch. Ich mochte die optische Gestaltung, vor allem die Kapitelanfänge. Schön war natürlich auch, dass das Buch eine Karte beinhaltete. Ich mochte die Parallelen zum Märchen Die Schöne und das Biest. Ich mochte die wahnsinnig fesselnde Atmosphäre, die mir zeitweise Gänsehaut verschaffte oder mich zu Tränen rührte. Ich konnte mit den Charakteren, insbesondere mit Feyre, die eine großartige Protagonistin war, mitfiebern und mich vor allem einfühlen. Ich mochte die beschriebenen Settings, die zwischendurch wechselten und dafür sorgten, dass ich absolut neidisch auf die Welteneinteilung in verschiedene Höfe war und gerne sofort dort hingereist wäre. Somit kann ich es natürlich kaum erwarten, endlich am Night Court anzukommen.

Die Ausarbeitung der Charaktere war beeindruckend. Jeder hatte seine eigene Art und Weise, seine ganz besondere Farbe. Und jeder einzelne durchlebte eine herausragende Entwicklung, die ich mir zu Beginn niemals hätte träumen können. Selbst jetzt, nachdem ich den ersten Band beendet (und bereits den Anfang vom zweiten gelesen) hatte, kann ich nicht sagen, welcher zu den Guten gehört, insofern es so etwas überhaupt gibt. Was ist schon gut und was nicht? Ich wurde getäuscht, überrascht und vor allem nachhaltig begeistert. Deshalb möchte ich nicht viel zu den einzelnen Personen sagen. Tamlin fand ich im Grunde genommen sympathisch, jedoch stellt sich mir weiterhin die Frage nach seiner Intention, was sicherlich im zweiten Band aufgelöst wird. Lucien war durch seine witzige, loyale, lockere Art einer meiner Lieblinge. Feyre war wie bereits erwähnt eine großartige Protagonistin. Ich liebte ihren Mut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und vor allem nicht alles einfach zu akzeptieren. Auch Amarantha war ein sehr interessanter Charakter, absolut skurril, stark und zugleich angreifbar und fragil. Und Rhysand.. was soll ich sagen? Zunächst fand ich ihn arrogant und nervig. Später war ich seinem mysteriösen Bann völlig verfallen. Besonders auf ihn bezogen bin ich sehr gespannt, was der zweite Band bereithält…
Ich habe das Lesen und den Aufenthalt in Prythian wahnsinnig genossen und weiß gar nicht, ob ich einer Geschichte schon einmal so verfallen war, wie ich es hier bin. So sehr, dass mir die Worte fehlen. Ich bin wirklich froh, dass ich in der Lage bin, die Bücher auf Englisch zu lesen, sodass ich nicht mehr warten muss, bis sie endlich übersetzt werden. Auch kann ich wirklich jedem empfehlen das mal auszuprobieren, egal ob es anfangs schwierig ist. Bleibt dran, es lohnt sich.
A Court of Thorns and Roses begeisterte mich restlos durch ein überwältigendes Worldbuilding, märchenhafte Parallelen zu Die Schöne und das Biest, beeindruckend gezeichnete Charaktere und einen angenehmen Schreibstil, der mich emotional mitreißen konnte. Eine ganz klare Leseempfehlung für Fans von Märchenadaptionen und High Fantasy Geschichten. Kategorie? Liebling!
Übrigens habe ich mir zur Sicherheit noch den englischen Taschenbuchschuber* für schlappe 22,99€ bestellt, der Anfang September erscheint. Die Ausgabe mit den gebundenen Büchern wird 46,99€ kosten. Natürlich werden auch die deutschen Hardcoverbände gekauft. Ich finde, von Büchern, die man liebt, kann man nie genug Versionen haben!

Weitere Meinungen
Sarah Ricchizzi | Who is Kafka? | Letterheart | The Bookbeast
Reiheninformation
A Court of Thorns and Roses
A Court of Mist and Fury
A Court of Wings and Ruin
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