Im Mai habe ich drei Bücher beendet. Wie sie mir gefallen haben und wieso ich eines davon erst abbrechen wollte, erzähle ich euch im Beitrag.
Mein letzter Lesemonat oder Monatsrückblick liegt schon eine Weile zurück. Weil ich aber ohnehin Kurzrezensionen auf Bookie verfasse, habe ich gedacht, dass ich sie genauso gut auch einfach hier zusammenpacken kann.
Nachdem ich im April keine einzige Seite gelesen habe, konnte ich im Mai endlich wieder ein paar Bücher beenden. Zwei davon wahren richtige Banger, das dritte eher eine nette Lektüre für zwischendurch.
Yellowface (Rebecca F. Kuang)

Übersetzt von Jasmin Humburg
29. Februar 2024
385 Seiten
Enthalten in Kindle Unlimited
Zum Buch bei Amazon
Kurzrezension: Delulu, the book. Yellowface gewährt einen fiktiven Einblick in die Buchbranche, der vermutlich leider gar nicht so weit weg von der Realität ist. Die Story dreht sich um den Diebstahl eines Manuskripts und zeigt gleichzeitig auf, warum es so wichtig ist, sich als weiße Person mit kultureller Aneignung und (Alltags)rassismus auseinanderzusetzen.
Die provokante und kluge Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen, auch wenn ich die Richtung des Plot-Twists schon erahnt habe. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
Kategorie: Liebling
Inhalt
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten „ganz normaler“ weißer Mädchen, so sieht es June zumindest.
Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs.
June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.
Quelle: Amazon
Mama, bitte lern Deutsch (Tahsim Durgun)

03. März 2025
209 Seiten
Zum Buch bei Amazon
Kurzrezension: Die Geschichte von Tahsim und seiner Mutter hat mich sehr berührt. Ich finde, jede weiße Person sollte das Buch lesen, um sich mit einer Migrationsgeschichte zu beschäftigen, wie sie etliche junge Menschen erleben.
Alleine die Verantwortung, die Kinder migrantischer Familien tragen, ist vielen sicherlich gar nicht bewusst.
Das gilt aber vor allem auch für den gesellschaftlichen Druck, der besonders auf migrantischen Müttern lastet: Von ihnen wird einerseits gefordert, dass sie Deutsch lernen, während sie gleichzeitig arbeiten und sich um die Familie kümmern sollen. Aus einer privilegierten Position heraus ist so etwas immer leicht gesagt.
An dieser Stelle den höchsten Respekt für meine Mama, die damals schwanger aus Polen nach Deutschland kam, diesen herausfordernden Alltag bewältigt, immer gearbeitet, mich großgezogen und währenddessen auch noch Deutsch gelernt hat. Ich weiß bis heute nicht, wie man so etwas schafft.
(Natürlich ist das dennoch nicht zu 100 % vergleichbar, weil meine Familie zwar herkunftsbedingte Diskriminierung, aber nie Rassismus erfahren hat und dementsprechend in vielen Bereichen privilegierter war.)
Kategorie: Buchtipp
Inhalt
Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschließt, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig einen Platz finden müssen in einem oft feindseligen Land.
Schreiben sie die besten Noten, bekommen sie trotzdem nur eine Hauptschulempfehlung. Fahren ihre Mitschüler*innen in den Urlaub nach Thailand, dürfen sie Deutschland nicht verlassen, weil sie kein gültiges Reisedokument besitzen. Hilflosigkeit, Angst und Überforderung sind ihre stetigen Begleiter, Einfallsreichtum und Empathie ihr Handwerkszeug.
Mit messerscharfer Intelligenz, poetischer Sprachgewalt und zynischem Humor: Internet-Star Tahsim Durgun reflektiert die Lebenswirklichkeit der postmigrantischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte in einer kurdisch-deutschen Familie rechnet Tahsim ab mit der deutschen Bürokratie und zeigt gleichzeitig tiefen Respekt für seine Mutter und ihre Errungenschaften, die für die deutsche Gesellschaft immer unsichtbar bleiben werden.
Quelle: Amazon
Breakups and Butterflies (Kyra Groh)

Neuausgabe von Gar kein Plan ist auch eine Lösung
13. März 2025
415 Seiten
Zum Buch bei Amazon
Kurzrezension: Eigentlich wollte ich das Buch abbrechen, als ich erfahren habe, dass die Protagonistin 29 und ihr Love Interest erst 22 ist. Ich bin letztlich doch drangeblieben und die Geschichte rund um Mara hat mir insgesamt gut gefallen. Trotzdem fand ich den Altersunterschied befremdlich, und ich möchte und kann daran auch gar nichts schönreden.
Alles andere mochte ich viel mehr. Und auch wenn ich weiß, dass Marius eine wichtige Rolle für die Story hatte, stand sein Alter jedoch nicht nur für mich, sondern auch in der Erzählung selbst immer wieder wie ein grelles Leuchtschild im Vordergrund. Ich denke, das Ganze hätte genauso gut funktioniert, wenn er einfach 26 oder so gewesen wäre.
Kategorie: Zwischendurchlektüre
Inhalt
Mara hat alles im Griff – wenn sie nicht gerade den Zwergspitz ihrer Chefin hüten muss und ihr Verlobter Sebastian sich nicht aus heiterem Himmel von ihr trennt und sie aus der Wohnung schmeißt. Plötzlich steht Maras ausgeklügelter Lebensplan kopf, und sie muss sich nicht nur einen Plan B überlegen, sondern auch eine neue Bleibe finden. Fürs Erste fällt ihr da nur das Co-Working-Office ein. Doch dort trifft sie immer wieder auf Marius. Seines Zeichens Filmemacher, wahnsinnig charmant, sieben Jahre jünger, und planlos glücklich. Also definitiv kein Mann für Mara. Bis sie merkt, dass sie ihm nicht nur seinen Joghurt klauen kann, sondern dass manchmal gar kein Plan auch eine Lösung ist …
Quelle: Amazon
Kennt ihr die Bücher? Wie lief euer Mai und seid ihr zufrieden? Im Juni habe ich übrigens jetzt schon 7 Bücher beendet, lol. Mal schauen, was da noch so kommt.
Ihr findet mich sowohl bei Bookie als auch bei Reado unter trallafitti.blog.














Hinterlasse einen Kommentar