4 Gründe, wieso Der Tätowierer von Auschwitz ein MUST READ ist

Kürzlich habe ich an einem Abend Der Tätowierer von Auschwitz gelesen. Jeden Tag denke ich an diese berührende Geschichte zurück. Und heute möchte ich euch gerne Gründe nennen, wieso auch ihr dieses Buch lesen müsst.


Gegen das Vergessen

Bücher wie dieses bieten einen authentischen Einblick in eine schreckliche Zeit der Deutschen Geschichte. Ich finde es wichtig, sich mit den Geschehnissen auseinanderzusetzen und sie niemals zu vergessen, denn auch heutzutage gibt es immer wieder gesellschaftliche Aspekte, menschliche Taten, Äußerungen und Bewegungen, die punktuell an die Grausamkeiten der Nazizeit erinnern. Auch Heute werden einzelne Gruppierungen, Menschen anderer Herkunft, Sexualität, Religion ausgegrenzt, verfolgt, sogar getötet. Beim Lesen von Der Tätowierer von Auschwitz kam mir immer wieder ein bitterer Beigeschmack, denn ich erwischte mich selber dabei wie ich dachte: Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Und genau das sollte nicht so sein. Es soll nie wieder passieren. Somit finde ich es umso wichtiger, derartige Geschichten zu lesen, sich damit zu beschäftigen, eigene Äußerungen und Werte zu hinterfragen. Sich zu fragen, ob man Freunde verlieren möchte, nur weil sie „anders“ sind? Nur weil sie nicht „weiß sind“? Nur weil sie eine andere Religion leben? Möchte man selber in Angst leben? Angst davor, irgendwann abgeholt zu werden, weil man „anders“ ist und nicht in die gesellschaftliche Norm passt? Angst davor, verfolgt zu werden? Aus seiner Wohnung, seiner Stadt vertrieben zu werden? Geschichten gegen das Vergessen sind wertvoll & wichtig.

Geschichtliche Hintergründe

Ich persönlich muss zugeben, dass ich gar nicht genau weiß, wie es damals genau abgelaufen ist, was unter anderem daran liegt, dass dieses Thema nie im Unterricht behandelt wurde – die Französische Revolution hingegen sehr ausführlich, was ich bis heute absolut nicht nachvollziehen kann. Also, Bildungssystem, Schulen und Lehrer, bitte ändert etwas daran! Auch habe ich bisher nie eine KZ-Gedenkstätte besucht, was ich aber unbedingt nachholen will. Ich kann das, was geschehen ist, weder begreifen, noch fassen. Wie wurden Juden, Roma und andere Menschen, die von der damaligen Gesellschaft willkürlich unterdrückt wurden, deportiert und zur Arbeit unter menschenunwürdigen Umständen gezwungen? Wie lief es in den Lagern ab? Was mussten sie durchmachen, um irgendwie zu überleben? Nicht mal ansatzweise kann ich nachempfinden, was diese Menschen für Schmerzen, für ein Leid durchleben mussten. Und so auch Lale Sokolov, der Gefangene 32407, der Tätowierer von Auschwitz. Durch einen Zufall erhielt er den Job und hatte dadurch Privilegien, von denen andere Gefangene nur träumen konnten, und dabei geht es um Dinge, die wir als selbstverständlich ansehen – ein bequemes Bett, regelmäßige Mahlzeiten. Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, hatte Glück im Unglück. Diese Erzählung zu lesen war für mich nicht leicht, sie ist mir sehr nahe gegangen, hat mich berührt, schockiert, sprachlos zurück gelassen. Tagelang habe ich mir Gedanken gemacht, mich gefragt, wie es so weit kommen konnte, und keine Antwort erhalten. Der Einblick, den Heather Morris als Autorin in diese Zeit anhand von Lales Erzählungen bietet, ist heftig, aber wichtig. Auch bietet das Buch einen Zugang zu geschichtlichen Hintergründen und fördert dadurch die Auseinandersetzung damit.

Rücksichtsloser Eigennutz?

Lale hat den Job als Tätowierer angenommen. Hätte ich genauso gehandelt? Ja. Hätte ich mich dafür geschämt? Sicherlich. Möchte ich darüber urteilen? Auf gar keinen Fall. Lale hatte die Aufgabe, den Häftlingen ihre Nummern auf die Unterarme zu tätowieren. Menschenunwürdig, unterdrückend, lebensrettend. Dadurch, dass der Tätowierer eine wichtige Aufgabe hatte, konnte er überleben. Darüberhinaus erhielt er Privilegien, die kein anderer Häftling bekam, es sei denn, er hatte ebenfalls eine wichtige Aufgabe für die Nazis. Aber Lale nutzte seine Position nicht nur für sich aus, sondern rettete auch andere Gefangene. Er brachte sich nicht nur einmal in Gefahr, wurde fast getötet, überlebte dann doch. Seine Geschichte ist schockierend wie faszinierend, mehrfach dachte ich: Jetzt ist es vorbei. Jetzt hat er seinen stillen Kampf verloren. Lale Sokolov schwieg über 50 Jahre lang, erst nach dem Tod seiner Frau Gita begann er, seine Lebensgeschichte zu erzählen, denn er hatte Angst, als Nazi-Kollaborateur bezeichnet zu werden.

Glaube an die Liebe

Lale Sokolov verlor nie den Mut. Aus jeder Situation schien er das Beste machen zu wollen. Und nachdem er seine Gita kennenlernte war für ihn klar: sie würden überleben. Sie würden heiraten und glücklich miteinander werden. Nichts konnte seinen Glauben daran erschüttern, keine noch so grausame Tat der Nazis entmutigte ihn. Und am Ende siegten Mut, Liebe und Menschlichkeit. Die Beziehung von Lale und Gita schien allen Häftlingen Hoffnung zu geben. Interessant fand ich, wie selbstlos viele von ihnen handelten, damit die beiden Kontakt halten konnten. Es gab sogar ein paar Momente, die humorvoll waren, gar hoffnungsvoll. Und dafür sorgte vor allem Lale und sein unermüdlicher Widerstand. Besonders berührend war das Nachwort von Gary Sokolov, dem Sohn der beiden, in dem er seinen eigenen Eindruck schilderte und einen Blick auf das „Danach“ bot. Auf die gemeinsame Zeit mit seinen Eltern, die für ihn stets voller Wärme, Liebe und Zuneigung gewesen sei.

Fazit

Der Tätowierer von Auschwitz berührt, schockiert, fasziniert, tut weh und gibt Hoffnung. Meiner Meinung nach sollte wirklich jeder dieses Buch lesen und sich mit der Thematik auseinandersetzen. Niemals darf diese schreckliche Zeit vergessen werden und niemals darf sie wiederkehren. Ich bin sehr dankbar für dieses Buch.

Diese Erzählung sorgte übrigens dafür, dass ich noch mehr über die Zeit und die Menschen erfahren möchte. Welche Bücher ich mir daraufhin gekauft habe, werde ich euch demnächst in einem Beitrag zeigen.

Weitere Meinungen

Für mich war ‚The Tattooist of Auschwitz‘ nämlich insgesamt mehr als lesens- bzw- anhörenswert und ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere vielleicht dadurch Zugang zu einem historischen Thema bekommtMinoherba


Inhalt„1942 wurde Lale Sokolov nach Auschwitz deportiert. Seine Aufgabe war es, Häftlingsnummern auf die Unterarme seiner Mitgefangenen zu tätowieren, jene Nummern, die später zu den eindringlichsten Mahnungen gegen das Vergessen gehören würden. Er nutzte seine besondere Rolle und kämpfte gegen die Unmenschlichkeit des Lagers, vielen rettete er das Leben.
Dann, eines Tages, tätowierte er den Arm eines jungen Mädchens – und verliebte sich auf den ersten Blick in Gita. Eine Liebesgeschichte begann, an deren Ende das Unglaubliche wahr werden sollte: Sie überlebten beide.
Eindringlich erzählt Heather Morris die bewegende, wahre Geschichte von Lale und Gita, die den Glauben an Mut, Liebe und Menschlichkeit nie verloren.“ – Quelle

Werbung | Heather Morris | Der Tätowierer von Auschwitz | übersetzt von: Elsbeth Ranke | 304 Seiten | 16 € | 01.08.2018 |  Piper Verlag | Rezensionsexemplar* | Amazon**

Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.*

38 Antworten auf „4 Gründe, wieso Der Tätowierer von Auschwitz ein MUST READ ist

  1. lesefreude_book

    Liebe Nicci!
    Mir ging es ähnlich mit dem Buch und ich hab es in einem Rutsch gelesen. Obwohl ich sehr viel zum Zweiten Weltkrieg lese, hat mich selten ein Buch so bewegt.

    Schade, dass dieses so wichtig Thema in deiner Schule so vernachlässigt wurde. In der Unterstufe wurde es bei mir auch nur angerissen. Erst in der Oberstufe haben wir uns ausführlich damit beschäftigt und auch das KZ Mauthausen besucht.
    Liebe Grüße
    Sabrina

    1. Nicci Trallafitti

      Hey Sabrina,
      die Geschichte ist wirklich sehr bewegend, was wahrscheinlich auch mit dadurch kommt, dass es ein Zeitzeugenbericht ist.
      Mir ging sie auf jeden Fall sehr nah und ich denke oft darüber nach.
      Selbst in der Oberstufe wurde das nicht groß besprochen, total schade..

      Liebe Grüße

  2. umivankebookie

    Liebe Nick,

    ein wirklich toller Beitrag zu einem Buch, das ein wichtiges Thema anspricht! Bücher über die NS-ZEit kann ich nicht immer lesen, teilweise berühren sie mich so sehr, dass es mich blockiert und ich tagelang an nichts Anderes denken kann. Aber dieses hier klingt wirklich interessant!

    Komisch, dass in deiner Schule die Diktatur-Zeit eher weniger behandelt wurde, während ich es sowohl in der 9./10. und auch in der Oberstufe bis zum Erbrechen durchkauen musste. Aber die Schulbildung ist ja so ein Thema für sich, da laufen so einige Sachen verkehrt…

    Ich war mal in einem KZ in Dachau (Nahe München) und es war schrecklich, weil ich viel zu jung war. Aber wie du schon sagtest, ist es gar nicht so verkehrt sich mal eines anzuschauen, damit man eine Vorstellung dessen bekommt, was da mal getan und vor allem Menschen angetan wurde.

    Schöne Gründe hast du aufgelistet, denen ich dir zumindest bezüglich der historischen Aspekte zustimmen kann. Das darf absolut nie wieder passieren!

    Danke für den schönen Beitrag :)

    Deine Ümi

    1. Nicci Trallafitti

      Danke liebe Ümi :)
      Ich kann verstehen, dass das viel mit einem macht, aber ich finde es super wichtig, dass man sich mit der Thematik auseinandersetzt. Scheinbar gibt es immer noch viele Menschen, die dadurch nicht berührt/schockiert werden.
      Ja, leider hatte ich das Thema kaum in der Schule, ich fand den Geschichtsunterricht immer sterbenslangweilig, aber meinen Lehrern war die französische Geschichte damals wohl wichtiger, kein Wunder also. :-D

      Danke für dein Feedback <3

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  7. glimrende

    Hallo Nicci,
    Du hast mich überzeugt. Ich möchte das Buch nun auch lesen. Danke dafür :) . Das Buch passt ja auch ganz gut in eine Reihe mit „Dem Verschwinden des Josef Mengele“.

    Ich bin überrascht, dass ihr die Zeit zwischen 1933 und 1945 nicht so intensiv behandelt habt. Bei uns war diese Zeit total im Fokus. Und im KZ in Dachau waren wir auch. Wobei das mit einer Horde 15jähriger Klassenkameraden nicht so das intensive Erlebnis war.

    Dein erstes Argument finde ich besonders wichtig. Mich hat dieses Zitat aus „Das Verschwinden des Josef Mengele“ so geschockt. Von wegen, dass nach zwei, drei Generationen das Vergessen eintritt und dieselben Fehler wieder gemacht werden. Das passt so erschreckend zu den aktuellen Entwicklungen in Europa :(

    Viele Grüße,

    Steffi

    1. Nicci Trallafitti

      Hach das freut mich, liebe Steffi :) Jetzt konnten wir uns gegenseitig Bücher, die thematisch in die Zeit passen, empfehlen.

      Das glaube ich dir. Ich denke eh, dass es sinnvoll ist, sich als Erwachsener mit der Thematik auseinander zu setzen. Mit 14-15 kann man das noch gar nicht so erfassen, nimmt es vielleicht gar nicht so ernst, ist eventuell eher gelangweilt, so böse das auch klingt.

      Ja, da hast du (leider) recht…

      Liebe Grüße

  8. Zeilenwanderer

    Liebe Nicci,
    schon wieder ein Buch, auf das du mich angefixt hat! Ich finde es auch sehr wichtig, dass man viel über die Geschichte weiß – gerade was diesen grausamen Teil angeht.
    Bei mir lief es in der Schule ganz anders ab als bei dir. Wir haben von der siebten bis zur zehnten Klasse quasi nichts anderes als die Zeit zwischen 1920 bis 1945 abgehandelt. Französische Revolution stand bei uns dafür gar nicht an. Mittlerweile bin ich aber eh der Meinung, dass am meisten hängen bleibt, wenn man sich selbst informiert. In der Schule habe ich den Geschichtsunterricht überhaupt nicht gemocht (vielleicht auch, weil wir vier Jahre die gleichen Themen behandelt haben), mittlerweile finde ich Geschichte sehr spannend und bin dementsprechend froh, dass du so ein empfehlenswertes Buch vorstellst! Früher oder später wird es sicherlich auch bei mir einziehen <3
    Alles Liebe,
    Janika

    1. Nicci Trallafitti

      Hach das freut mich sehr, liebe Janika <3
      Das finde ich auch sehr wichtig. Toll, dass ihr das Thema in der Schule hattet. Ich denke aber auch, dass es mehr Sinn macht, sich als Erwachsener damit zu beschäftigen. Mit 14-15 kann man das ganze Ausmaß sicherlich noch gar nicht so erfassen. Geschichte war sonst auch nie so meins.

      Das Buch ist wirklich etwas ganz besonderes. <3

      Liebe Grüße!

  9. Jill von Letterheart

    Liebe Nicci,

    nachdem Sarah uns von dem Buch erzählt hat war ich schon sehr neugierig, dass es jetzt alle so „begeistert“ steigert natürlich mein Interesse an dem Buch.
    Ein wirklich interessanter Beitrag – sobald es mir in der Buchhandlung in die Hände fällt, werde ich es auf jeden Fall mitnehmen :)

    Liebste Grüße <3 Jill

  10. pineapplesbooknook

    Liebe Nicci,

    danke für diesen tollen und nachhaltigen Beitrag. Ich muss sagen, dass es mir wie dir geht. Gefühlt wurde die NS-Zeit und die Gräueltaten in den KZs im Geschichtsunterricht eher unter den Teppich gekehrt. ich war auch noch nie in einer Gedenkstätte und würde das auch sehr gern nachholen.

    Es ist nun mal der dunkelste und traurigste Teil unser Geschichte und es ist so unglaublich wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt, wenn man sieht, was jetzt gerade wieder in unserem Land los ist.

    Das Buch werde ich definitiv auf meine Leseliste setzen.

    LG Kathi

    1. Nicci Trallafitti

      Hey Kathi,
      danke für dein Feedback :)
      Das Gefühl mit „unter den Teppich gekehrt“ habe ich auch.. scheinbar fanden die Lehrer Französische Geschichte viel wichtiger für uns, das wurde so unendlich detailliert besprochen. Und ich weiß NICHTS mehr.

      Das finde ich auch. Und es ist erschreckend, was für Parallelen es zur heutigen Zeit gibt, wenn man das mal näher betrachtet.

      Liebe Grüße!

  11. Ivy

    Liebe Nicci,

    ich bin ja schon durch Instagram durch dich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Ich kannte es vorher tatsächlich nicht, bin aber jetzt so unglaublich neugierig darauf, dass ich es mir ganz bald bestellen werde <3

    Danke für diese tolle Buchvorstellung!

    Liebste Grüße
    Ivy

  12. Daniela | Livricieux

    Ich kann Sonja nur zustimmen, man kann nie genug wissen über diese schreckliche Zeit. Nach deiner Buchvorstellung möchte ich dieses Buch nun noch unbedingter Lesen, als ich das eh schon wollte. Es klettert grad ein paar Stufen die Wunschliste hoch. :)

  13. -Leselust Bücherblog-

    Liebe Nicci,
    Das Buch klingt wirklich interessant, aber auch nach einer wirklich fordernden Lektüre. Aber ich finde es so wichtig, diesen schrecklichen Teil der Geschichte nie zu vergessen und sich immer weiter damit zu beschäftigen und Lehren für die heutige Zeit daraus zu ziehen. Das finde ich in deiner Rezension auch sehr gelungen.
    In Punkte Bildungssystem habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Wir haben die NS Zeit damals gefühlt jedes Jahr behandelt, was mir damals schon echt irgendwann zu viel wurde. Im Nachhinein bin ich aber dankbar, dadurch so gut über die Gräueltaten aufgeklärt worden zu sein.
    Vielen Dank für deine Rezension.
    Liebe Grüße, Julia

    1. Nicci Trallafitti

      Hey Julia,
      dein Kommentar ging doch durch, zum Glück :)
      Habe ihm eben im Spam gefunden, obwohl ich vor wenigen Tagen bereits rein geschaut hatte.

      Ich finde das auch sehr wichtig.
      Danke, freut mich, dass du sie gelungen findest :)

      Liebe Grüße

  14. Lovin Books

    Liebe Nicci,

    wir haben damals in der Schule ausführlich darüber gesprochen und dennoch kann man nie genug darüber wissen, weil man es nicht erlebt hat. Zum Glück. Ich kann es ebenso wenig nachvollziehen wie du, wie so etwas zustande kommen konnte. Wie man Menschen so unwürdig behandeln, foltern, quälen konnte. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie ich empfinde, wenn ich an diese dunkle Zeit denke.

    Ich werde mir das Buch auf jeden Fall auf die Wunschliste packen.

    Liebste Grüße
    Sonja

    1. Nicci Trallafitti

      Liebe Sonja,
      da hast du recht, ich glaube im Erwachsenenalter geht man damit nochmal anders um, als als Kind oder Jugendlicher, wobei ich dennoch finde, dass sowas in Schulen besprochen werden sollte, alleine um die Auseinandersetzung zu fördern und Toleranz anzuregen.

      Liebe Grüße!

  15. Birte Rudolph

    Hey Michi,

    ich habe zwar schon einige Bücher über die Nazizeit gelesen,dennoch steht dieses hier jetzt auch auf meiner Liste.Ich bin immer wieder fasziniert davon,wie die damaligen KZ-Insassen teilweise gehandelt und sich gegenseitig geholfen haben.Und wahre Geschichten darüber zu lesen bringt einem diese Zeit ein wenig näher.Und obwohl ich schonmal in einem ehemaligen KZ war,kann ich mir immer noch nicht vorstellen,dass es Menschen gab und gibt,die anderen Menschen solches Leid zufügen.Was muss mit dir passieren,dass du zu so etwas fähig bist?
    Meine Stimmung damals im KZ war ziemlich gedrückt und hat mich nachhaltig „beeindruckend“. Geschockt hat mich allerdings,dass es Leute gab,die diesem Ort nicht den nötigen Respekt erwiesen haben und Knutschfotos vor Schussgräben gemacht haben.Da scheint die Geschichte wohl nicht angekommen zu sein.
    Ich danke dir jedenfalls für den Tipp und bin schon sehr auf Lales und Gitas Geschichte gespannt.
    Lieben Gruß
    Birte

    1. Nicci Trallafitti

      Hey Birte,
      da hast du recht, vor allem Zeitzeugen bringen einem das Geschehen näher, was natürlich aber auch immer noch heftiger ist, finde ich.
      Ich würde auch gerne mal eine KZ Gedenkstätte besichtigen, das nimmt einen sicherlich richtig mit.
      Ach, solche Leute kann ich echt nicht ernst nehmen, ich verstehe immer nicht, wie man so respektlos handeln kann. Ich glaube auch, dass da nichts angekommen ist.

      Gerne :)

      Liebe Grüße

  16. Rika

    Liebe Nicci,
    ich finde es wirklich schockierend wie wenig uns in der Schule teilweise über diesen grausamen Abschnitt unserer Geschichte vermittelt wird. Allerdings hatte ich das Glück einen sehr engagierten Geschichts- und Deutschlehrer zu haben, sodass ein Überlebender dieser schrecklichen Taten auf seiner Lesetour bei uns an der Schule Halt machte und Sally Perel uns aus seinem biografischen Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ vorlas.
    Fast alle, die der Lesung gelauscht haben, verließen mit Tränen in den Augen den Raum– ich werde diesen Tag niemals vergessen! Dies war damals auch das erste signierte Buch, das in mein Bücherregal einzog und ich werde es immer in Ehren halten. Auch seine Geschichte kann ich dir nur empfehlen und ans Herz legen, so wie du mich auf den Tätowierer neugierig gemacht hast und der nun direkt auf die Wunschliste gewandert ist.

    Liebst,
    Rika

    1. Nicci Trallafitti

      Liebe Rika,
      das finde ich auch krass, vor allem, wie die Prioritäten dann gesetzt werden. Französische Revolution interessiert mich null, ich hab davon auch nichts behalten. Die NS Zeit haben wir wenn überhaupt mal kurz angerissen.
      Ach das mit der Lesetour ist ja echt super. Sowas bleibt auf jeden Fall hängen.
      Danke für den Buchtipp, das schaue ich mir auf jeden Fall mal an.

      Liebe Grüße <3

  17. Sarah | Pergamentfalter

    Hey Nicci,

    danke für die Empfehlung! Das Buch hatte ich beiläufig schon mal mitbekommen, aber es jetzt nochmal ausführlicher besprochen zu sehen, hat ihm den Weg auf meine Wunschliste bereitet.

    Ich bin etwas geschockt, dass das Thema bei dir nicht in der Schule behandelt wurde. Wir haben damals recht ausführlich über die NS-Zeit allgemein und KZs im Besonderen gesprochen und auch eine KZ-Gedenkstätte besucht. Dachte immer, das sei bundesweit ähnlich…

    Falls du an ähnlichen Büchern interessiert bist, kann ich dir übrigens den „Roman eines Schicksallosen“ von Imre Kertesz empfehlen. Auch extrem eindrücklich und keineswegs beschönigend geschrieben.

    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Nicci Trallafitti

      Sehr gerne, liebe Sarah :)
      Meine Lehrer fanden die Französische Revolution scheinbar wichtiger, weiß der Geier. :-D Vermutlich haben wir es mal kurz angerissen, aber erinnern kann ich mich nicht. Ich hätte gerne auch im Geschichtsunterricht Bücher dazu besprochen. Oder eine Gedenkstätte besucht.

      Danke für den Buchtipp! Habe mir kürzlich einige Bücher zum Thema bestellt, die werde ich aber noch vorstellen. :)

      Liebe Grüße

  18. Herba

    Hallo Nicci,

    danke für die Linklove <3
    Schön, dass Dich die Geschichte von Lale so bewegt hat, ich finde solche Zeitzeugenberichte auch unglaublich wichtig, auch wenn wir Menschen scheinbar doch nie wirklich aus unserer Geschichte lernen – leider!
    Nun bin ich sehr gespannt, welche Bücher Du Dir noch zum Thema besorgt hast!

    Liebe Grüße
    Herba

    1. Nicci Trallafitti

      Hey Herba,
      sehr gerne! <3
      Ich finde es auch schade, dass Menschen nicht draus gelernt haben. Vielen ist es dann scheinbar zu weit weg, oder sie verknüpfen Dinge nicht miteinander.
      Die Bücher werde ich demnächst mal vorstellen, u.a. habe ich Der Junge auf der Holzkiste gekauft.

      Liebe Grüße!

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