Leigh Bardugo | Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen | Verlag: dtv | Leseprobe | empfohlen ab: 13 Jahre | 06.02.2018 | 448 Seiten | HC: 18,95€ / eBook: 14,99€ | Amazon**
Diana, die Tochter der Amazonenkönigin Hippolyta, sieht zufällig, wie am Horizont von Themyscira ein Schiff versinkt, woraufhin sie los rennt, um das Unglück abzuwenden. Doch dadurch nehmen die Ereignisse ihren Lauf und Diana muss nach New York reisen, in eine Welt, die ihr völlig fremd ist, und viele Gefahren birgt.
Eben habe ich dieses Werk, und somit mein erstes Buch aus Leigh Bardugos Schreibfeder, beendet und bin noch völlig baff. Mein eigentlicher Plan war mit der Rezension zu warten, bis ich die Handlung ein wenig verdaut habe. Doch dann ging das Fangirlen in mir schon los und somit lasse ich es einfach raus. Es gibt tatsächlich nichts, was mir an dem Buch nicht gefallen hat – für mich war es insgesamt ein perfektes Leseerlebnis, welches sicherlich lange nachhallen wird. Gerne möchte ich euch 5 Gründe aufzählen, die für die Geschichte von Diana sprechen, falls ihr euch noch unsicher seid und einen kleinen Schubs braucht.
Dass ich den Film gesehen habe hatte natürlich Einfluss auf die Optik mancher Charaktere und Orte, jedoch war die grundsätzliche Handlung und dadurch die Personen, die eine große Rolle spielten, anders als der Film, auch wenn es ein paar kleine Parallelen gab.
Noch eine kleine Anmerkung: lest den Klappentext, wenn ihr wollt. Ich habe ihn unten zum Aufklappen eingefügt, jedoch verrät er meiner Meinung nach viel zu viel. Eben habe ich ihn gelesen und ich muss (wie so oft) sagen, dass ich richtig froh bin, ihn vorher nicht gekannt zu haben, denn so gab es die eine oder andere Überraschungen für mich.
1.Diverse Charaktere
Es gab nicht unendlich viele Charaktere – worüber ich recht froh war, denn weniger ist dahingehend oft mehr, vor allem für vergessliche Menschen wie mich -, aber jeder einzelne besaß ganz besondere Züge, die in Erinnerung bleiben. Diverse Aspekte wie Homosexualität und gemischtrassige Abstammungen wurden wie selbstverständlich in die Handlung eingebaut, sodass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass es etwas ungewöhnliches ist. Ich persönlich habe die Aspekte während des Lesens zwischendurch vergessen, eben weil es einfach normal war. Auch wurden ein paar Götter, ein Orakel und natürlich die Amazonen integriert. Insgesamt gab es also eine bunte, erfrischende Mischung. Sie wirkten alle grundverschieden und doch hatten sie alle etwas gemeinsam: sie strebten nach Glück und Anerkennung. Diana war mein Highlight in dem Ganzen, ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich sie vergöttere. Aber auch Alia überzeugte mich durch ihren Mut, und Nim fand ich großartig, sie kämpfte wie eine Löwin für ihre beste Freundin. Die Herren der Schöpfung waren mir sympathisch, auch wenn (oder gerade weil?) es keinen richtigen Bookboyfriend gab und somit auch keine gewöhnliche Liebesgeschichte im Mittelpunkt stand – was ich übrigens mal sehr angenehm fand.
„Könntest du bitte aufhören, die Deos zu liebkosen?“
„Aber sie sehen wie Edelsteine aus!“
(Wonder Woman, S. 128)
2. Humor
Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich richtig lachen musste, woran Diana nicht unschuldig war. Sie trat mit einer Mischung aus Stärke, Klugheit und gleichzeitig kindlicher Naivität aufgrund ihrer Unwissenheit was die „normale“ Welt mit ihren Technologien und Redewendungen anging, auf und versüßte mir dadurch die Lesestunden. Daraus entstanden demnach zahlreiche humorvolle Unterhaltungen und manchmal auch kleine Peinlichkeiten – jedoch nicht für Diana.
3. Freundinnenkram
Wenn ich dem Buch ein Wort zuschreiben müsste, würde ich vermutlich Girlpower wählen, zumindest ist mir das direkt in den Sinn gekommen. Es gab nicht nur erfrischende Freundschaften zwischen den Mädels, sie standen auch alle füreinander ein, frei nach dem Motto Schwester im Kampfe, was im Übrigen nicht der einzige coole Freundinnen-Schwur war. Diana verglich ihre Freundschaft zu Maeve (über die ich gerne noch viel mehr erfahren hätte) immer mal wieder mit der zwischen Alia und Nim und entdeckte trotz völlig unterschiedlicher Welten viele Parallelen, was wiederum aufzeigt, dass der Wert von Freundschaft weder an der Herkunft, noch an den aktuellen externen Umständen gemessen wird. Die Geschichte sprühte nur so vor Zusammenhalt und Loyalität, ohne dass darüber gesprochen werden musste. Und ENDLICH retteten die Mädels sich selbst beziehungsweise gegenseitig, ohne dass das Eingreifen von männlichen Helden nötig war. Gelungen fand ich außerdem die kleinen kritischen Randbemerkungen von Diana zu der Rollenverteilung in der „normalen“ Welt.
„Wir können nichts dafür, wie wir auf die Welt gekommen sind. Wir können nichts für das, was wir sind, wir können nur entscheiden, welches Leben wir führen wollen.“
(Wonder Woman, S. 221)
4. Setting
Durch den angenehmen Schreibstil fühlte es sich an, als liefe ein actionreicher, bunter Film in meinem Kopf ab, ich konnte mir alles hervorragend vorstellen und wusste teilweise gar nicht wohin mit meiner Fantasie. Die Orte wurden wirklich faszinierend beschrieben, vor allem Themyscira mit seinen verschiedenen Klimazonen (wenn man das so nennen mag), aber auch New York und Griechenland. Mit den Ortswechseln veränderten sich auch Atmosphäre und Stimmung, was ich wirklich beeindruckend fand.
5. Plot-Twists
Insbesonders ein Plot-Twist hat mich völlig aus den Latschen gehauen, sodass ich mit offenem Mund geschockt ins Buch starrte und meinen Augen nicht traute. Vermutlich las ich die eine Stelle sogar mehrfach, weil ich es nicht fassen konnte. Oder vielmehr wollte. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht DAMIT. Aber davon abgesehen gab es auch kleinere Spannungsmomente, die das Tempo am laufen hielten. Dennoch war es aber nicht die gesamte Zeit über rasant, denn die Geschichte beinhaltete auch ruhigere, nachdenkliche Momente, die mir wahnsinnig gut gefallen haben, da besonders dabei deutlich wurde, dass jeder starke Charakter auch weiche, verletzliche Züge besaß.
Wonder Woman ist definitiv ein Jahreshighlight für mich, das mich durch starke Frauen, einen grandiosen Humor, wechselnde, beeindruckend beschriebene Orte und meine dadurch entstandene Fantasie überzeugen konnte. Ich habe das Lesen wahnsinnig genossen und freue mich jetzt sehr auf den zweiten Band aus der DC Icons Serie.
Kategorie: Liebling
Beim Schreiben und Recherchieren fiel mir auf, dass Ivy ebenfalls einen Beitrag verfasst hat, in dem sie Gründe aufgezeigt hat, wieso Leigh Bardugo mit Wonder Woman überzeugte. Da ich ihr nichts nachmachen wollte schrieb ich sie natürlich an und fragte, ob ich meinen Beitrag trotzdem veröffentlichen dürfe. Sie motivierte mich dazu und somit danke ich ihr dafür! Ich hatte meine 5 Gründe bereits verfasst und habe dann festgestellt, dass Ivy ganz andere Aspekte beleuchtet hat, die ihr euch unbedingt anschauen solltet, schon alleine wegen der wunderschönen Fotos: KLICK
Ivy, du bist meine Blogger Wonder Woman!

Weitere Meinungen
„Leigh Bardugo nimmt uns mit auf ein actionreiches Abenteuer, auf eine emotionale Achterbahnfahrt, auf der wir freiwillig immer wieder eine weitere Runde fahren.“ – ivy.booknerd
„Meine Vorfreude auf dieses Buch war wirklich unermesslich groß, und auch, wenn ich Einstieg und Schreibstil ein wenig ernüchternd fand, so konnte mich dieser Auftakt mehr als nur begeistern.“ – Letterheart
„Der Schreibstil von Leigh Bardugo ist sehr blumig und man hat viele Bilder im Kopf. Das hat mir sehr gut gefallen.“ – Kielfeder
„Nicht nur die Spannung und Unterhaltung stehen im Vordergrund, auch toll gestaltete Charaktere sowie feministische Ansätze gefielen mir sehr gut.“ – Miss Foxy reads

Reiheninformation
Marie Lu – Batman. Nightwalker (August 2018)
Sarah J. Maas – Catwoman (Dezember 2018)
Matt de la Pena – Superman (Frühjahr 2019)
Buch beim dtv Verlag | Leseprobe | Buch bei Amazon**
Klappentext aufklappen
Wonder Woman – als Heldin geboren, zur Legende geworden
Eigentlich will Diana, Tochter der Amazonenkönigin, nur eines: das Rennen gewinnen, in dem sie gegen die schnellsten Läuferinnen der Insel antreten muss. Doch dann erblickt sie am Horizont ein untergehendes Schiff und bewahrt Alia, ein gleichaltriges Mädchen, vor dem Tod. Doch wie Diana vom Orakel erfährt, ist es Alias Bestimmung, die Welt ins Unglück zu stürzen und Krieg über die Menschheit zu bringen. Um dies zu verhindern, reist Diana mit Alia ins ferne New York – und wird unversehens mit einer Welt und Gefahren konfrontiert, die sie bislang nicht kannte … [Quelle]
Beim Verlag läuft aktuell ein Gewinnspiel, bei dem ihr Wonder Woman Fanpakete gewinnen könnt. Dafür müsst ihr einen Beitrag über eure persönliche Wonder Woman verfassen.
Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar*.













Hinterlasse eine Antwort zu Jill von Letterheart Antwort abbrechen