Rezension: Kira Minttu – Keep on Dreaming

Keep on dreaming

Kira Minttu | Keep on Dreaming | Verlag: Ink Rebels | Leseprobe | empfohlen ab: 14 Jahre | 01.12.2016 | 292 Seiten | TB: 12,90€ / eBook: 3,99€ | Amazon**

Katinka wollte mit der Band Keep on Dreaming ein Interview für ihren Musikblog machen, doch plötzlich bringt ein Kuss – der eigentlich keiner war – alles durcheinander. Und auch der Sänger der Band, James McMillan, verdreht ihr den Kopf.


Mitte diesen Jahres entdeckte ich Kira Minttu und ihren Roman Me, without Words, der mich total begeistert hat [Rezension]. Kurz danach merkte ich dann, dass es sich dabei um den zweiten Teil einer Reihe handelte. Somit war klar, dass ich auch Keep on Dreaming und das e-short Falling to Pieces bald lesen musste.

Ich gebe zu, der Inhalt klingt auf den ersten Blick relativ klischeehaft, doch in der Geschichte von Katinka stand nicht das Badboy-Dasein von James McMillan im Mittelpunkt, auch nicht die Interaktion zwischen den beiden, sondern vielmehr die Probleme einer Jugendlichen auf dem Weg zur Selbstfindung. Katinka lernte durch das Interview mit der Band den Frontsänger James kennen, der für ein Prickeln sorgte und ihr gehörig den Verstand verdrehte. Gleichzeitig verbrachte sie viel Zeit mit ihrem besten Freund, Jako, der durch sein Verhalten einen Zwiespalt bezüglich Katinkas Gedanken und Gefühle auslöste. Darauf folgten so einige Handlungen Katinkas, bei denen sie Erfahrungen sammelte und vermutlich auch mal „auf die Schnauze“ fliegen musste, wie man so schön sagt, in meinen Augen alles völlig normal für Jugendliche in ihrem Alter. Zum Glück besaß sie ein gesundes Maß an Reflexionsvermögen und Situationsüberblick.

Meine Reaktionen schwankten stets zwischen „Go for it, Girl!“ und „Scheisse, das kann sie doch jetzt echt nicht bringen“. Zwischendurch wirkte sie total naiv, manchmal waghalsig und recht lange war sie durch ihre Rosarote Brille sehr eingeschränkt, aber wer war das nicht mit 16-17? Gleichzeitig wurde dadurch ihre innere Zerissenheit deutlich. Ihre beste Freundin Juli, die ich schon aus Me, without Words kannte, fand ich dabei echt großartig. Sie war für Katinka da, geigte ihr aber auch mal die Meinung. James war mir ehrlich zu keinem Zeitpunkt sympathisch, da würde ich Jako viel eher das Bookboyfriend-Potenzial zuschreiben, denn ihn fand ich wirklich toll.

Auch die anderen Leute in ihrer Clique und näheren Umgebung fand ich cool, selbst Lea agierte in ihrer Rolle echt authentisch, auch wenn ich sie wirklich ätzend fand, ebenso Milla. Aber das zeigt ja umso mehr, wie gut durchdacht die einzelnen Charaktere waren. Die Thematik mit dem Musikblog hat mir gut gefallen, es wurde gut in die Geschichte integriert. Auch die negativen Aspekte daran im Bezug auf die männlichen Bandmitglieder und deren anzügliche Äußerungen wurden meiner Meinung nach gelungen dargestellt.

Den Schreibstil fand ich auch hier sehr angenehm, er wirkte locker und schonungslos ehrlich. Wie schon im 2. Band gab es zahlreiche dramatische Ereignisse, die die Spannung situativ anheben konnten. Das Ende kam mir leider zu plötzlich, auch fand ich die erneute Erwähnung und damit neue Bedeutung eines bestimmten Musiktitels einerseits süß, andererseits recht unpassend im Anbetracht der Tatsache, wofür er vorher stand. Einem runden Abschluss hätten ein paar Seiten mehr meiner Meinung nach gut getan.

Rückblickend kann ich sagen, dass der zweite Band in meinen Augen eine immense Steigerung ist, insbesondere bezüglich der emotionalen Thematik und der Charakterentwicklung, was sicherlich für die Autorin und die Buchreihe spricht.

Kann man ein Lied so sehr lieben, dass man fast zerspringt? Man kann. Und ist es nicht großartig, dass man das kann?

Keep on Dreaming stellt für mich einen tollen Auftakt der Stay Tuned Reihe dar, auch, wenn ich die Bücher in der falschen Reihenfolge gelesen habe. Besonders gelungen fand ich die authentische Darstellung der inneren Zerissenheit der Protagonistin auf der Suche nach sich selbst und die Integration des Musikblogs. Kategorie: BUCHTIPP


Weitere Meinungen

„Keep on Dreaming“ ist ein wundervoller, jugendlicher Liebesroman, der komplett ohne Kitsch auskommt. Er glänzt durch realistische Protagonisten, die man sofort ins Herz schließt. – Wurm sucht Buch

Dieses Buch ist einfach eine unglaubliche süße Lektüre.
Es handelt von der ersten Liebe und natürlich ist Musik auch ein wichtiger Part des Buches. – Bookalicious

Ein bunter Cocktail aus Musik, Gänsehaut, Herzschmerz, Entscheidungen, Freude,Humor, Freundschaft und Liebe, garniert mit einer tollen Story und (zum Großteil) liebenswürdigen Charakteren. – Bibliophilie Hermine

Blatt-Trenner

Woher soll ich wissen, was ich will, wenn der eine nicht mit mir redet und der andere gar nicht da ist?

Eigentlich wollte Katinka mit Keep on Dreaming nur ein Interview für ihren Musikblog machen. Aber dann bringt dieser verfluchte Kuss, der keiner war, alles durcheinander. Und James McMillan, der sexy Frontman der Band, kann ziemlich überzeugend sein.
Wenn Katinka nur ebenso gut wüsste, was sie will … [Quelle]

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Reiheninformation

Keep on Dreaming – Katinka
Me, Without Words – Juli
Falling to Pieces – Jako (e-short)


Buch beim Ink Rebels Verlag | Leseprobe | Buch bei Amazon**

Das musikalische Interview mit Kira Minttu bei Frau Margarete

 

 

10 Antworten auf „Rezension: Kira Minttu – Keep on Dreaming

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  7. Lovin-Books

    Liebe Nicci,

    Haha auch sehr geil erstmal mit Band 2 anzufangen 😂😋😊
    Die Bücher packe ich sofort mal auf meine Wunschliste. Sie hören sich echt gut an.

    Liebste Grüße
    Sonja ❤️

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