Rezension: Sherlock 3: Das große Spiel | Manga

Sherlock2

Jay., Mark Gatiss, Steven Moffat | Sherlock 3: Das große Spiel | Carlsen Manga** | Schuberausgabe** | Übersetzt von: Gandalf Bartholomäus |  empfohlen ab: 15 Jahren | 28.11.2017 | 244 Seiten | TB 14,99€ | Amazon**

Sherlock hat aktuell große Langeweile und weiß sich nicht besser zu beschäftigen, als auf Wände zu schießen oder Watsons Blog zu lesen, der derweil seine Beziehung pflegt. Dabei erfährt Watson von einer Explosion und macht sich sofort auf den Heimweg. Dort befindet sich Sherlock in Gesellschaft seines Bruders, der ihn darum bittet, einen Fall zu lösen. Doch er lehnt ab.


Schon Band 1 und Band 2 konnten mich als absoluter Manga- und Sherlock-Neuling überzeugen. Nachdem ich nun den dritten Manga beendet habe kann ich sagen, dass ich schnellstmöglich die Serie anschauen muss, ich bin richtig neugierig, wie die Charaktere dort wirken. In dem dritten Band ging es um eine Serie von Explosionen, dessen Herkunft Sherlock und Watson gemeinsam lösen wollten. Dabei stellte sich heraus, dass sie für die Ermittlung jeweils nur wenige Stunden hatten, was ihnen vom Täter telefonisch mitgeteilt wurde.

Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen, denn diese Geschichte empfand ich wieder als wahnsinnig spannend. Sherlock wirkte arrogant und soziopathisch wie eh und je und konnte mich mit seinen Kommentaren zum Lachen bringen. Übrigens wurde in diesem Band deutlich, dass er keinesfalls perfekt ist und einen empathischen Anteil besitzt. Watson ließ wieder einiges über sich ergehen, sodass er mir manches Mal sogar leid tat. Zwischendurch hätte ich ihn gerne geschüttelt, damit er mal den Mund auf macht und Sherlock seine Meinung geigt. Dabei könnte man natürlich positiv erwähnen, dass sich somit beide in ihren Eigenarten größtenteils treu geblieben sind.

Auch die anderen Charaktere, die diesmal ihren Auftritt genossen, empfand ich als sehr interessant, allen voran Jim Moriarty. Der Verlauf der Geschichte war sehr rasant und auch hier kann ich ähnlich wie schon bei den Vorgängern sagen, dass ich das Buch sicherlich noch das eine oder andere Mal in die Hand nehmen werde. Und sicherlich fallen mir dann trotzdem noch Details auf, die ich vorher vielleicht übersehen habe.

„Also wäscht eine Hand die andere.“
„Ja, und dann desinfiziere ich meine.“

Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht Sherlock und Watson bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Die Interaktionen der beiden wirkten skurril und erheiternd zugleich. Der Zeichenstil gefiel mir wieder richtig gut, besonders die mimischen Details wurden beeindruckend umgesetzt, sodass manches Mal weder Textfelder noch Sprechblasen nötig waren, um die Situationen und Gedanken erfassen zu können.

Mit seinen 244 Seiten war dieser Band der längste der Serie, es kam mir aber aufgrund der Spannung und den rasanten Wendungen keinesfalls so vor. Außerdem endete das Buch mit einem fiesen Cliffhanger, der wirklich alles nach sich ziehen könnte. Da die Mangas an die BBC Fernsehserie angelehnt sind, ist diese Reihe staffeltechnisch abgeschlossen, ich kann mir aber gut vorstellen, dass eine weitere Trilogie anschließen wird, angelehnt an die zweite Staffel. Informationen zur Fernsehserie findet ihr HIER.

Zwar handelt es sich um den dritten Band einer Reihe, jedoch kann man sie auch unabhängig voneinander lesen, da es sich um verschiedene Fälle handelt. Dennoch würde ich empfehlen, erst die ersten beiden Bände zu lesen, da man so die Hintergründe des Kennenlernens von Sherlock und Watson – die wirklich interessant sind – und etwas über ihre ersten Fälle erfährt.

Sherlock 3 ist ein gelungener Abschluss der ersten Staffel in Form des Mangas und macht neugierig auf den weiteren Verlauf, der hoffentlich ebenfalls durch Jay. umgesetzt wird. Das große Spiel punktet durch spannungsgeladene Situationen und interessante Charaktere, allen voran Sherlock und seine arrogante, skurrile Art. Kategorie: BUCHTIPP


Weitere Meinungen

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Blatt-Trenner

Was tun gegen Tiefenlangeweile in auftragsloser Zeit?
Sherlock weiß nichts Besseres als auf seine Wände zu ballern oder den Blog von Watson zu lesen, welcher die freie Zeit nutzt um seine Beziehung zu pflegen.
Bei seiner Freundin erfährt Watson von einer Explosion in der Baker Street und er macht sich besorgt auf den Heimweg. Zuhause angekommen findet er Sherlock unverletzt und in der Gesellschaft seines Bruders vor. Jener Mycroft bittet den Meisterdetektiv um Hilfe bei der Aufklärung eines Falls, den Holmes trotz immenser Langeweile ablehnt.
Doch wenig später kommt der erlösende Anruf von Scotland Yard…
[Quelle]

Buch beim Carlsen Manga Verlag** | Schuberausgabe** | Buch bei Amazon**

Reiheninformation

Sherlock 1: Ein Fall von Pink
Sherlock 2: Der blinde Banker
Sherlock 3: Das große Spiel

Reihenvorstellung


 

Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar*.

14 Kommentare zu „Rezension: Sherlock 3: Das große Spiel | Manga

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