Rezension: Jennifer Alice Jager – Empire of Ink

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ISBN: 978-3-646-60343-9 | empfohlen ab: 14 Jahren | 313 Seiten | 3,99€ (eBook)

Die 17-jährige Scarlett hält nicht viel von Schule oder Verpflichtungen. Am liebsten verfolgt sie ihre eigenen Ziele und die bestehen zum größten Teil aus Träumereien. Schon immer hatte sie eine ungewöhnlich lebhafte Fantasie, für die sie oft belächelt wurde und die sie zu verstecken versucht. Bis Scarlett dem draufgängerischen Soldaten Chris Cooper begegnet, der ihr erklärt, dass ihre Fantasien Einblicke in die Wirklichkeit sind. Er erzählt von einem Reich, das durch die Kraft des geschriebenen Wortes erschaffen wurde und dessen Grundpfeiler die Magie der Tinte ist. Eine Macht, die mehr und mehr aus der Welt verschwindet… [Quelle]

Da ich bereits mehrere Bücher von Jennifer Alice Jager gelesen habe und alle gut fand, nahm ich das Angebot, Empire of Ink zu rezensieren natürlich an. Warum die Namen der Charaktere Programm waren und warum ich ein Madhead sein möchte erzähle ich euch jetzt…

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Die ganze Welt um mich herum war der Spielplatz meiner Fantasie.
[Empire of Ink, Jennifer Alice Jager]

Das Cover gefällt mir gut, wobei ich sagen muss, dass ich es auf dem Reader in schwarzweiß sogar schöner finde. Ich mag Gelb- und Orangetöne einfach überhaupt nicht. Gelungen fand ich die Kapitelgestaltungen, die alle mit einer Überschrift UND einem passenden Untertitel gestaltet waren.

Der Einstieg erfolgte problemlos, ich lernte die Protagonistin Scar(lett) kennen und erfuhr etwas über ihre aktuelle Lebenssituation. Die Beziehung zu ihrer Mutter wirkte distanziert und kühl, auf einer Basis von Desinteresse und Genervtheit. Ihre Mutter war wenig präsent und gleichzeitig aufgrund ihrer teeniehaften Unselbstständigkeit auf Scars Hilfe angewiesen. Scar wirkte zu Beginn trotzig, was ich in dem Zusammenhang sogar nachvollziehen konnte, intolerant und manchmal unpassend direkt. Mit der Zeit wusste ich sie zu nehmen, womit sie mir sympathisch wurde. Sie punktete durch Authentizität.

Sie traf im Verlauf der Geschichte auf einen nerdigen Clan, durch den ein wirklich cooler Vergleich zu Big Bang Theory geknüpft wurde. Die „Anhänger“ waren mir direkt sympathisch, auch wenn der Name Madheads nicht gerade positiv klingt. Jane, ihre neue Freundin und Zimmermitbewohnerin fand ich dramatsisierend und eifersüchtig, glücklicherweise durchlebte sie später eine angenehme Entwicklung. Freundschaft war in der Geschichte ein generelles Thema, Loyalität und Macht schwingen mit. Interessant fand ich insbesondere die Namen der Charaktere. Was fällt euch ein, wenn ihr den Namen Maggie Mason hört? Zickige, arrogante Tussi? Richtig. Und auch Scar (engl. für Narbe/Kratzer) fand ich aufgrund ihrer Vergangenheit, aber auch im Hinblick auf die dramatische Entwicklung innerhalb der Geschichte sehr passend. Finn fand ich toll. Er war ein bisschen skurril, aber treu und selbstlos. Cooper fand ich hingegen schwer einschätzbar, vor allem im Bezug auf Lexi und ihre Handlungen. Auch da fand ich den Namen übrigens sehr passend, von der Bedeutung, aber auch vom Klang her (to coop in/out = einsperren; hide and coop = Versteckspiel). Zu viel möchte ich aber natürlich nicht verraten, lernt die Leute am besten selber kennen.

Die Idee der Geschichte fand ich super interessant. Die Integration einer magischen Parallelwelt, die auf der Kraft der Tinte basiert, fand ich sehr gelungen. Die fantasievolle Welt wirkte bunt und märchenhaft, zugleich durch ihre spezifischen Wesen düster und gefährlich. Ich hoffe, dass ich in den Folgebänden noch mehr darüber erfahren werde. Spannend war, wie die Parallelwelt in der normalen Welt in Erscheinung trat, und wodurch sie überhaupt sichtbar wurde, jedoch nicht für jeden…

Die Beziehungen der Charaktere wirkten zum Teil eher oberflächlich, die gefühlsbezogenen Äußerungen von Scar gegenüber gewisser männlicher Personen fand ich punktuell leider unauthentisch, da ging mir manches zu flott. Das Ende des ersten Bandes ist sehr offen gehalten, eigentlich fängt es jetzt erst richtig an und ich bin wahnsinnig gespannt, was der zweite Band bereithält.

Denn wir sehen was, was ihr nicht seht… Wir sind die Madheads!

Empire of Ink gefiel mir durch die Idee der fantasievollen, märchenhaften Parallelwelt basierend auf der Kraft der Tinte des geschriebenen Wortes richtig gut. Gelungen fand ich die Namenswahl und die Beschreibungen der Umgebung. Auch den Schreibstil fand ich sehr angenehm, es war spannend, jedoch bewegten sich die Charakterbeziehungen oft eher auf der Oberfläche. Meinerseits insgesamt ein Buchtipp!

Vielen Dank an den Carlsen Verlag & NetGalley für das Rezensionsexemplar.

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7 Kommentare zu „Rezension: Jennifer Alice Jager – Empire of Ink

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