Meine Top 5 Filme, die ich 2022 gesehen habe

Hallo Menschen, bei Passion of Arts geht es dieses Mal bei Die 5 besten am Donnerstag um die fünf Filme, die uns im vergangenen Jahr am besten gefallen haben. Zwar habe ich in meinem Beitrag zum letzten Self-Statement schon über zwei (bzw. drei) Filme geschrieben, die mich überraschen konnten, aber ich werde mich nun einfach auf fünf ganz andere Titel konzentrieren. Spoiler: eine Schauspielerin bleibt aber immerhin gleich.

Wenn ihr euch auch anschließen, oder einfach gerne den ursprünglichen Post lesen möchtet, findet ihr diesen hier. Meine Reihenfolge werde ich wieder so gestalten, wie bei den Top 10 Manga aus 2022. Dabei entscheide ich nicht (nur) nach der jeweiligen Sternebewertung, die ich nach dem Anschauen vergeben habe, sondern auch nach dem Gefühl, welches der jeweilige Film bei mir hinterlassen hat. Dabei habe ich zudem darauf geachtet, nicht ausschließlich die neuesten Titel aus meinem Letterboxd Diary zu wählen. Funfact: eigentlich hatte ich die Reihenfolge in meinem Kopf festgesetzt, habe sie jedoch beim Schreiben nochmal komplett umgeschmissen.

Übrigens ist es bei mir oftmals so, dass mir Filme zwar gut gefielen, ich mich kurz danach aber kaum noch an einzelne Details, Namen und Orte erinnere, was wiederum dafür sorgt, dass ich bei dem Schreiben von Rezensionen diesbezüglich oft ins Stocken komme. Somit werde ich mich hier relativ kurz halten, mich auf meine Eindrücke & Gefühle beschränken und je einen Trailer anfügen. Dabei kenne ich mich allerdings nicht aus, da ich sie nie schaue, es kann also gut sein, dass es noch andere, bessere Trailer gibt. Zum Schluss nenne ich euch zusätzlich die Streamingdienste, auf denen ihr die genannten Filme aktuell schauen könnt – ich beziehe mich auf die, die ich auch nutze (Disney+, Amazon Prime, Netflix).


Platz 5: The Lost Boys (1987)

Auf Instagram ist mir der Film schon öfter begegnet, ich liebe es ja sowieso total auf verschiedenen Horrorgram-Profilen zu stöbern – also Instagramprofile, die hauptsächlich Content aus dem Horrorbereich posten. Immer öfter wurde The Lost Boys als liebster Horrorfilm aus der Zeit genannt, also musste ich ihn endlich mal schauen. In dem Film unter der Regie von Joel Schumacher zieht Lucy Emerson mit ihren beiden Söhnen Michael und Sam nach Santa Carla, nachdem sie frisch von ihrem Mann geschieden wurde. In der sogenannten Mörder-Hauptstadt will sie ein neues Leben beginnen, wovon ihre Söhne jedoch zunächst nicht sehr begeistert sind. Aber keine Sorge, Michael findet schon bald Anschluss in einer Rockerclique und verliebt sich (natürlich). Um von der Clique anerkannt zu werden muss er an riskanten Wetten teilnehmen. Dabei findet er heraus, dass die Mitglieder der Clique Vampire sind. Mich konnte der Film total gut unterhalten, er war spannend, lustig, albern, ich mochte die Musik, die Dialoge, die Thematik und vor allem den kleinen Sam. Die Fortsetzungen habe ich btw nicht gesehen, keine Ahnung ob sich das lohnt. The Lost Boys ist aktuell für 3,98 € bei Amazon Prime digital erhältlich.

Platz 4: Prinzessin Mononoke (1997)

Wenn ich mich jetzt nicht total irre, war dies mein erster Studio Ghibli Film und das, obwohl ich mir schon so lange vornehme, endlich mal zumindest ein paar Titel anzusehen. Ich bin absolut kein Fan von Zeichentrick und schon gar nicht von Animes. Weil diese Filme aber nun mal so beliebt sind (auch bei meinem Partner), habe ich mich drauf eingelassen. Und was soll ich sagen? Während des Schauens, aber auch danach, war ich erstmal total baff über diese Figuren, die Tierwesen, die Botschaften. Kurzgefasst geht es um den jungen Prinzen Ashitaka, welcher von einem tödlichen Fluch befallen wird und sich auf die Suche nach Heilung macht. Dabei trifft er auf das bei den Wölfen lebende Mädchen San, welche im Laufe des Filmes in eine Schlacht zieht, um dem Abholzen des Waldes ein Ende zu setzen. Ihre Gegnerin ist die machthungrige Herrin Eboshi, die ihren Einflussbereich erweitern und den Waldgott töten will. Ihr könnt den Film aktuell auf Netflix anschauen.

Platz 3: The Batman (2022)

Hier handelt es sich um eine US-amerikanische Comicverfilmung über Batman unter der Regie von Matt Reeves. Ich muss gestehen, dass ich schon genervt war, bevor der Film überhaupt erschienen ist, aber nicht wegen dem Film, sondern wegen diesen ganzen nörgelnden Menschen die sich über die Besetzung der Hauptrolle durch Robert Pattinson echauffierten. Natürlich verknüpfen wir, aufgrund großer Kino- oder Streamingerfolge, gewisse Schauspieler*innen mit bestimmten Titeln. Dennoch finde ich es schade, wenn diese Menschen keine Chance bekommen, sich auch in anderen Rollen zu beweisen. Und überhaupt – wieso müssen sie sich eigentlich beweisen? Mir gefiel The Batman wahnsinnig gut, er war düster, actionreich, er integrierte saucoole, bekannte Figuren (Riddler, James Gordon, Catwoman, Pinguin) und überraschende Verbindung zwischen den Charakteren sowie einen sehr interessanten Bruce Wayne. Auch Zoe Kravitz (Catwoman) & Paul Dano (Riddler) gefielen mir richtig gut in ihren Rollen. Ich würde sogar sagen, dass das für mich der beste Batman-Film war, den ich gesehen habe (ich kenne die Nolan Trilogie sowie die erste Verfilmung aus den 90ern). Wenn ich das richtig sehe, ist der Film aktuell auf keinem gewöhnlichen Streamingdienst verfügbar, wie es bei Apple TV, Sky etc. aussieht weiß ich leider nicht.

Platz 2: Don’t worry Darling (2022)

Thematisch geht es in dem Thriller von Olivia Wilde um ein Pärchen, welches in den 50ern in ein hübsches Häuschen in einer Gemeinschaft mitten in der Wüste gezogen ist. Schon nach kurzer Zeit wirkt die Gemeinschaft namens „The Victory Project“ sehr skurril – einfach zu freundlich & schön, um wahr zu sein. Und Florence Pugh (Alice) wirkt mit ihrer Mimik und Gestik gewollt deplatziert in dem Gesamtbild. Nach und nach entpuppt sich also, was hinter der „geheimen Arbeit“ an „fortschrittlichen Materialien“ steckt, wovon die Männer ihren Ehefrauen nie erzählen dürfen. So viel zum Inhalt. Besonders von Harry Styles Fans wurde der Film groß erwartet, ich habe mich ehrlich gesagt eher auf Florence Pugh in der Hauptrolle gefreut. Wie wir ja nun spätestens seit meinem Self-Statement neulich wissen, gehört sie zu meinen Lieblingsschauspieler*innen und alleine deshalb habe ich den Film nach dem Anschauen direkt nochmal durchlaufen lassen. Auf Letterboxd hat er aktuell „nur“ eine Wertung von 3/5, für mich war er eine 4, was verschiedene Gründe hat – zum Beispiel (man ahnt es kaum) die Besetzung durch Florence Pugh und ihre schauspielerische Leistung. Don’t worry Darling hat außerdem dafür gesorgt, dass mich durchgehend ein unangenehmes Gefühl begleitete – man hatte die Lösung vor den Augen, aber konnte sie nicht greifen. Auch wenn ich mir so etwas in der Art schon gedacht habe konnte mich die Auflösung überraschen. Und solche Filme begleiten mich gedanklich tatsächlich sehr lange. Bei Amazon Prime bekommt man Don’t worry Darling aktuell ab 4,99 €.

Platz 1: Us (2019)

Trommelwirbel für Platz 1, meinen Top 1 Film 2022. Ewig lange bin ich um den Titel herumgeschlichen, habe gewartet bis er auf irgendeinem Streamingdienst verfügbar ist, habe ihn wieder verpasst und wieder gewartet. Anfang November war es dann so weit und wir haben uns Us / Wir angeschaut – ich weiß schon gar nicht mehr wo genau. Was ich aber weiß ist, dass ich unmittelbar danach die Bluray bestellt habe, damit ich den Film a) im Regal stehen habe und b) ihn anschauen kann wann ich möchte. Ich muss zugeben, dass ich insbesondere den Einstieg des Horror-Thrillers von Jordan Peele ziemlich gelungen fand: die kleine Ada Thomas besucht mit ihren Eltern 1986 einen Vergnügungspark in Santa Cruz. Ich weiß nicht wieso, aber alleine dieses Setting schafft es in Filmen, Serien, Büchern & Games immer, dass ich schon hyped bin. Die Stimmung in derartigen Parks, die Vorfreude auf die Attraktionen, die leichte Gänsehaut, weil man das komische Gefühl hat, dass etwas passieren wird. Im Park entdeckt Ada ein Spiegellabyrinth (ebenfalls wieder schön, aber auch irgendwie gruselig, nicht wahr?). Nachdem sie das Labyrinth betreten hat, trifft sie auf ein anderes Mädchen, welches genauso aussieht, wie sie selbst. Zurück bei ihren Eltern spricht Ada kein Wort mehr. So weit, so gut. Es gibt einen Zeitsprung, es ist 30 Jahre später und Ada verheiratet. Was danach alles passiert möchte ich natürlich nicht verraten.

Nur so viel: dadurch, dass ich eigentlich nie genau weiß, worum es in den Filmen geht, die ich mir anschaue, war ich punktuell überrascht. Die Handlung war skurril, spannend, das auftretende Gefühl irgendwie beklemmend. Was sich dann nach und nach über die Idee und den Sinn hinter dem Ganzen herausstellte konnte mich begeistern. Was mich schlussendlich aber komplett aus den Socken gehauen hat war das Ende. Und ich würde vermutlich nicht übertreiben, wenn ich sagen würde, dass ich mindestens wöchentlich daran zurückdenke. An das Ende, aber auch an die Handlung des Filmes, an die Figuren, an die Outfits, die Stimmung, die Stimme einer bestimmten Figur, das Setting. I love it. Ich kann euch btw nur empfehlen, den Film – wenn es euch möglich ist – auf Englisch zu schauen. Ich habe eben den deutschen Trailer geschaut und finde, dass es alleine durch die Synchronstimmen nicht ganz so gut rüberkommt, wie mit den originalen. Aktuell ist er jedoch, wenn ich das richtig sehe, auf keinem der gewöhnlichen Streamingdienste kostenlos verfügbar. Bei Amazon Prime bekommt man ihn ab 3,99 €.


Was sind eure Top 5 Filme, die ihr 2022 geschaut habt? Und wie fandet ihr die genannten Titel, insofern ihr sie geschaut habt? Welchen davon möchtet ihr gerne anschauen? Denkt bitte daran, dass Geschmäcker (zum Glück) unterschiedlich sind. Auch bitte ich euch nicht zu spoilern.

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15 Antworten zu “Meine Top 5 Filme, die ich 2022 gesehen habe”

  1. „Don’t Worry Darling“ würde ich tatsächlich gerne noch sehen :) Drei meiner liebsten Filme, die ich 2022 gesehen habe, waren „The Secret Garden“ (Verfilmung aus den 90ern), „Interstellar“ und tatsächlich mal ein deutscher Film: „Jugend ohne Gott“.

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  2. Von den genannten Filmen habe ich nur „The Batman“ gesehen, und omg, ich liebe diesen Film so sehr! Inzwischen habe ich ihn bestimmt sechs oder sieben Mal gesehen, dreimal davon im Kino, einmal OV.

    Eine kleine Anekdote: Als auf dem Weihnachtsmarkt das Ave Maria aus den Lautsprechern erklang, musste ich sofot an den Riddler denken und daheim gleich nochmal The Batman schauen :D

    Ich mag die beiden Burton-Batmans und auch die Nolan-Trilogie, aber The Batman ist tatsächlich auch mein Favorit.

    Gefällt 1 Person

    • liebe claudia,
      danke dass du diese herrliche anekdote mit mir/uns teilst :-D das ist wirklich cool!
      hach, ich habe ihn leider erst 1x gesehen, ich denke es wird zeit, das schleunigst zu ändern :)

      LG

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  3. Oh Us mochte ich sehr gerne. Den Rest hab ich gar nicht gesehen. Sehr trauriges Filmjahr war das Jahr 2022.

    Schön, dass du den Blog wieder so aufleben lässt. Machst mir direkt Bock aufs bloggen.

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    • also ich habe in 2022 so viele filme geschaut wie in keinem jahr glaube ich :D das liegt aber auch primär daran, dass ich mir einfach endlich mal mehr zeit dafür genommen habe und dass mein partner so gerne filme schaut.

      danke, das freut mich :)
      ja, dann ran an den blog hehe

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  4. Hallo und guten Tag,

    O.K. …The Lost Boys (1987) und Prinzessin Mononoke (1997)…habe ich mir gerne auch angeschaut
    …wobei ich Kiefer Sutherland in Flatliners auch sehr gerne sehe….sonst ist er eher der fiese Typ …..wie in Sleepers…..echt ne miese Type….
    Die 80er waren halt die Zeit wo, die Schauspieler gerne in Gruppen in Filmen aufgetreten/gespielt haben …all, die die jetzt im gesetzteren Alters sind….grins..

    Kiefer Sutherland..Brad Pitt..Julia Roberts..

    In diesem Jahr habe ich für mich nordische Krimiserien entdeckt….

    Die Brücke ….war z.B. sehr interessant..oder Kommissar Wisting…..da gibt es so viel…augenzwickern..

    Vielleicht auch was für Dich?

    LG…Karin..

    Gefällt 1 Person

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