Seit wenigen Tagen ist die Messe nun vorbei und es kam mir vor, als wäre sie innerhalb von wenigen Stunden an mir vorbei gerauscht – was man über die Bus- und Bahnfahrten aber nicht sagen kann. Kommen wir zu meinem Messerückblick inkl. Ausflug ins Auenland. Meine Ausbeute präsentiere ich euch in einem Extrabeitrag.
Für die Fotos wurde vorab das Einverständnis geholt, sie auf dem Blog veröffentlichen zu dürfen. Auch wurde die Genehmigung eingeholt, die Fotos zu verwenden, wenn sie nicht von mir aufgenommen wurden.
Donnerstag
Am Donnerstag machte ich mich auf den Weg nach Frankfurt. Nach einem kleinen Verspätungsdrama konnte es auch schon los gehen – Glück gehabt, denn danach ging der gesamte Kölner Bahnhof, an dem ich umsteigen musste, scheinbar unter – von Personenunfall am Gleis, über Brände bis hin zur Geiselnahme. Aber das soll nun kein Thema hier sein. In Frankfurt habe ich dann ENDLICH meine liebste Jill wieder gesehen, mit der ich die Messe gemeinsam bestreiten sollte. Dass wir darüberhinaus im Auenland leben würden, war uns da noch nicht klar. Nachdem wir die passende Bahnverbindung raus gesucht haben, machten wir uns also auf zur Airbnb Unterkunft. Und was soll ich sagen? Zwar war sie wirklich schön, niedlich und gemütlich, aber leider recht weit ab vom Schuss, sodass wir an dem kleinen S-Bahnhof im Örtchen immer zum Bus rennen mussten, weil sie so aufeinander abgestimmt waren. Manchmal war es allerdings auch so, dass der Bus erst in 30 Minuten kam. Oder halt gar nicht mehr, denn am Samstag kamen wir erst gegen 23.30 Uhr nach Hause, nachdem wir vom Mini-Bahnhof aus zur Auenland-Unterkunft laufen mussten, aber auch das war ok. Die Wartezeit dort haben wir uns an den anderen Abenden in einem Imbiss vertrieben, an dem wir neben leckerem Essen immer (kostenlose) Caprisonnen bekamen, scheinbar wirkten wir wirklich platt & verzweifelt haha.


Nachdem unser Unterkunftsmensch uns die Bude gezeigt hat, haben wir uns dann endlich auf den Weg zur Messe begeben, denn der erste Termin stand bereits an. Vor Ort eilten wir also zum Carlsen Verlag, wo uns die herzallerliebste Ramona das kommende Programm präsentiert hat. Es hält auf jeden Fall einige Schätzchen dabei, auf eines bin ich besonders gespannt, denn es wirkt total abgedreht, ein wenig creepy und unfassbar spannend.

Danach hatten wir auch schon den nächsten Termin – beim Fischer Verlag wurde uns das kommende Programm präsentiert. Besonders der Fischer TOR Bereich weckte meine Neugierde. Ich habe mir ein paar Titel markiert und freue mich schon jetzt auf die Geschichten.

Die Pausen haben wir hauptsächlich draußen oder am Stand des Drachenmond Verlags verbracht, denn dort gab es eine große, freie Bodenfläche, wo man gut zusammen sitzen konnte. So bildeten sich zwischendurch immer mal ferienlagerartige Grüppchen zum Plaudern, Essen, und Fotos knipsen. Dort musste ich dann natürlich das neue Buch von Laura Labas (Der verbannte Prinz) kaufen, denn sie gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Auch Linda Schipps neues Werk Verdammt nah am Himmel durfte mit nach Hause kommen.

Zwischendurch sind wir dann kurz zum Stand des CrossCult Verlags gegangen, wo wir mit Neele geplaudert und ein paar kommende Aktionen geplant haben. Auch durften wir uns den Manga Das Land der Juwelen mitnehmen, in den wir abends direkt reingelesen haben – eine wahnsinnig besondere, coole Geschichte. Der Besuch bei CrossCult gehört zu meinen Messehighlights, denn der Kontakt war wahnsinnig freundlich, humorvoll und authentisch – ich fühlte mich direkt sehr wohl. Ich kann mir vorstellen, dass ihr bei mir (und auch bei Jill) noch von zahlreichen Büchern und Aktionen lesen werdet diesbezüglich.


Freitag
Der Messefreitag startete für uns um 11 Uhr mit einem Termin beim Reprodukt und Avant Verlag. Filip präsentierte uns ein paar interessante Titel aus den beiden Verlagen, für die er die Pressearbeit macht. Dort durfte ich mir drei Comics mitnehmen, was mich unendlich doll gefreut hat. Außerdem bekamen Jill & ich einen Girlsplaining Jutebeutel und ab da war dann klar – einen schöneren werden wir auf der Messe nicht mehr kriegen! Den Beutel und die Comics zeige ich euch in einem Extrabeitrag.


Danach machten wir uns auf den Weg zum Stand des Zeilengold Verlags, denn dort fand ein Bloggertreffen von Anika Ackermann statt. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, sie zu sehen, denn ich bin ein großer Fan ihrer Bücher. Und natürlich freute ich mich ebenfalls darüber, ein paar meiner Bloggerkolleginnen (u.a. Alina) zu sehen – denn irgendwie sieht man sich so selten im „Real Life“.


Mittags hatten Jill & ich dann einen wirklich bereichernden Termin, denn wir haben uns mit Frau Bluhm getroffen, die für die Agentur Politycki & Partner arbeitet. Es entstand ein interessanter Austausch über die Arbeit einer Agentur und die der Blogger*innen, auch wurden uns spannende Titel aus dem Frühjahrsprogramm einzelner Verlage vorgestellt. Da kommen wirklich tolle Sachen auf uns zu.
Nachmittags hat das Diogenes Bloggertreffen stattgefunden, das mittlerweile für mich zum Standardprogramm der Buchmessen gehört – und es war wieder mal richtig toll, was nicht zuletzt an den Überraschungsgästen lag. Nachdem uns die kommenden Titel vorgestellt werden, von denen ich mir ein paar markiert habe, betrat Katrine Engberg „die Bühne“ und berichtete von ihrem Roman Krokodilwächter und ihren Ideen, was dafür sorgte, dass ich richtig Lust bekommen habe, das Buch direkt zu lesen. Und schaut euch nur an, wie schön die Autorin ist, wenn ich das mal so sagen darf (Foto weiter unten)!
Der zweite Überraschungsgast war Chris Kraus, von dem ich bisher ebenfalls nichts gelesen habe. Seine Erzählungen und der Leseabschnitt machten aber auf jeden Fall neugierig. Nach dem Treffen mussten wir natürlich noch am Diogenes Stand vorbei schauen & die hübschen Wände mit den aktuellen Titeln fotografieren, was auch schon fester Bestandteil ist.




Später gingen wir dann zur berühmten Rolltreppe vor Halle 3.0, denn dort findet alljährlich das Bookstagram-Treffen statt, an dem ich dieses Jahr zum ersten Mal teilgenommen habe. Dort trafen wir auf viele tolle Menschen, die man so von Instagram kennt. Es ist wirklich eine schöne Erfahrung, sie mal „in echt“ zu treffen, zu plaudern, zu lachen. Ihr habt meine Messe noch schöner gemacht! ♥







Hier kommt ihr zu den Instagramkanälen der genannten tollen Menschen:
Jacqui | Jill | Tinker | Samy | Andrada | Josia | Denise
Samstag
Kommen wir zum anstrengendsten und vollsten Messetag – der Samstag. Vor allem die beliebte Halle 3.0 war total überfüllt, was sicherlich auch an den dortigen Signierstunden bekannter Autoren*innen gelegen hat. Ich habe mir keine davon angetan, sondern mich auf die Termine mit Verlagen konzentriert und lange nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, zum Beispiel kam ich nicht dazu, Greg Walters zu treffen, ebenfalls habe ich es leider nicht zum Kolibri Treffen geschafft. Generell habe ich gar nicht alle Menschen getroffen, die ich gerne getroffen hätte, was mir sehr leid tut. Aber gerade samstags herrschen Ausnahmezustände. Unser Messebesuch startete dieses Mal erst gegen Mittag, denn wir hatten einen Termin mit Frau Grotjahn vom Loewe Verlag. Dort habe ich erfahren, dass zwei sehr bekannte und aktuell gefeierte Dilogien fortgesetzt werden, besonders bei einer davon bin ich ein wenig ausgeflippt vor Freude.
Danach stand ein Interview mit Laura Kneidl an, bei dem wir sie zu ihren Büchern und vor allem zu Die Krone der Dunkelheit löchern durften, auch wenn die Zeit recht knapp gehalten war. Dennoch hat das Gespräch super viel Spaß gemacht. Was Laura so erzählt hat, berichte ich euch in einem Extrabeitrag zum Buch.

Nachmittags hat der Harry Potter Weltrekordversuch stattgefunden, bei dem möglichst um die 1.000 Harrys an einem Ort zur gleichen Zeit versammelt werden sollten, was im Congress Center stattgefunden hat und mit einem Quiz aufgelockert wurde. Leider ist es beim Versuch geblieben, laut Verlag fehlten um die 100 Teilnehmer.


Zwischendurch sind wir zum Stand von Vinny-vieh gegangen, der Autorin des Mangas Carrier of the Mask. Es war wahnsinnig toll, sie mal zu treffen und kurz mit ihr plaudern zu können, bevor wir zum nächsten Termin mussten. In der Manga-Halle gab es einiges zu entdecken. Von kuriosen Süßigkeiten, zu Plüschtieren mit riesigen Augen über zahlreiche Manga zu überteuerten Funko Pop Figuren, es war alles dabei.



Abends hat dann eines meiner absoluten Highlights stattgefunden – das Abendessen mit ein paar Blogger*innen und Victoria Aveyard. Ich kann nach wie vor gar nicht fassen, dass ich die Autorin getroffen habe, ihre Buchreihe Die Rote Königin gehört zu meinen Lieblingen. Sie stellte sich unseren Fragen und plauderte aus dem Nähkästchen. Zu ihren Lieblingsfilmen gehört übrigens Herr der Ringe, zu ihren Lieblingsbüchern Der kleine Prinz. Als ich ihr mein Buch zum Signieren reichte und Schnappatmung bekam, äußerte Benni, dass ich ein totales Fangirl sei. Darauf sagte Victoria, dass das gar nicht schlimm sei, denn wir sind doch alle Fangirls von irgendwelchen Dingen. Hach. I love her.


Sonntag
Eigentlich wollten wir auch den Messesonntag noch mitnehmen, vor allem weil wir noch ein paar Menschen treffen wollten. Leider gab es mehrere Faktoren, die uns einen Strich durch die Rechnung gemacht haben und letztendlich dafür gesorgt haben, dass wir den Tag am Bahnhof bei Mc Donalds verbracht haben. Am gesamten Frankfurter Hbf gab es nicht ein einziges funktionierendes Schließfach. Nachdem wir die Zeit die uns blieb durchgerechnet hatten, stellten wir schnell fest, dass es sich kaum lohnen würde, noch zur Messe zu fahren. Denn auch sonntags ist es dort immer recht voll und bis wir dann das Gepäck zur Garderobe gebracht hätten, hätten wir es vermutlich fast schon wieder einsammeln können. Wir machten also das beste draus und schlugen uns die Bäuche voll, plauderten, bearbeiteten Fotos, bis Jill dann als erstes zum Zug musste – ein sehr trauriger Moment sage ich euch.

Ich selber machte mich dann gegen 17 Uhr auf den Weg zum Gleis. Unterwegs warf ich natürlich nochmal einen Blick in die Bahn App und stellte fest, dass mein Zug eine Verspätung von ca. 45 Minuten haben sollte, sodass ich den Anschluss nicht bekommen würde. An der Info wurde mir dann zu einer Alternative geraten, womit mein reservierter Sitzplatz dann weg war. Machte dann aber nichts, denn irgendwann, als ich schon eine Weile auf dem Boden der 1. Klasse in diesem maximal überfüllten Zug saß, durfte ich auf einem der freien Plätze sitzen – Wuhu!
So kam ich dann gegen 21 Uhr Zuhause an und war völlig erschlagen, was unter anderem an meiner Erkältung, der langen Zugfahrt (teilweise auf dem Boden sitzend, teilweise stehend) und den vielen Eindrücken lag. Total reizüberflutet ging ich also meine ganzen Fotos durch und merkte direkt wieder, was es bedeutet, an Messeblues zu leiden. Aber wie heißt es so schön? Nach der Messe ist vor der Messe. Und dann treffe ich hoffentlich die ganzen Menschen, die ich dieses Mal leider verpasst habe.




















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