Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. – Quelle
Ein Klappentextausschnitt, der neugierig macht, zum Grübeln anregt und auf jeden Fall dafür sorgt, dass man herausfinden will, was hinter dieser Thematik steckt. Was ist auf der Party geschehen? Was ist wirklich mit Emma passiert? Was waren die Konsequenzen?
Gemeinsam haben wir uns total spontan dazu entschieden, eine Aktion zu dem Buch zu organisieren. Somit möchte ich eure Aufmerksamkeit wecken, in Form eines Brainstormings, denn ich glaube, dass es ein wirklich wichtiges Buch ist. Ich möchte Dinge aufzählen, die ich als unangenehm empfinde, wenn ich über das Thema Slut Shaming*, Feminismus und Missbrauch nachdenke, oder die mir generell so in den Sinn kommen, besonders auch bezogen auf die Schuldfrage – an dieser Stelle spreche ich also eine Triggerwarnung aus.
*Slut-Shaming ist die Praxis, Menschen zu kritisieren, insbesondere Frauen und Mädchen, von denen angenommen wird, dass sie die Erwartungen bezüglich Verhalten und Aussehen in Bezug auf Sexualität verletzen, beispielsweise weil sie sich „zu sexy kleiden“.

sexuelle Belästigung
ein komischer Blick
ein Kommentar
ein Spruch
eine Frage
ein Angebot
angefasst werden
Kleidung anfassen, verschieben
zu sexy
Forderungen
ein Nein nicht akzeptieren
ein Ja einfordern
Beleidigungen
Belästigungen
Grenzen überschreiten
unangenehm, unwohl
kurzer Rock, ja oder nein
kurze Hose, ja oder nein
lieber nicht.
viel Ausschnitt
durchscheinende Unterwäsche
Lippenstift
abends alleine raus
alleine im Zug oder Bus
alleine tanzen
Getränk bekommen
penetrantes Anbaggern
viel nackte Haut
zurücklächeln
ein Gespräch
Flirten
plötzlich unangenehm
Danke, kein Interesse
aber du hast doch
NEIN
du wolltest es doch.
Ich habe selber gemerkt, dass auch Kleinigkeiten oft dafür sorgen, dass man sich unwohl fühlt. Vieles redet man selbst klein, und doch lösen all diese Dinge etwas in einem aus. Doch eines steht fest – niemand ist selbst schuld an Dingen, die einem ungewollt zustoßen. Weder zu knappe Kleidung, zu viel Schminke, oder ein vermeintlich netter Blick, ein nettes Lächeln dürfen als Argumentation oder als Begründung, gar Rechtfertigung für eine übergriffige, missbräuchliche Handlung akzeptiert werden. Nein heißt Nein.
Zu der Idee des Beitrags kamen wir, weil wir das Buch entdeckt haben und die Thematik als wichtig empfinden. So wichtig, dass wir es nicht nur lesen und rezensieren wollten, sondern unsere Blogs für das Thema einsetzen wollten. Vielleicht konnten wir eure Aufmerksamkeit wecken. Gerne möchten wir euch die Möglichkeit bieten, ein Hardcoverexemplar von Du wolltest es doch zu gewinnen. Beantwortet dafür hier bei mir folgende Frage:
Fallen dir weitere Begriffe ein, die du als wichtig oder gar unangenehm empfindest bezogen auf die Thematik?
(niemand muss zu persönlich werden, jeder darf ganz allgemein bleiben!)
Ihr könnt Lose sammeln, indem ihr auch bei den anderen Beiträgen kommentiert:
#metoo bei Sarah Ricchizzi
Wenn Geschichten zum Nachdenken anregen bei Letterheart
Nein heißt Nein bei Beccas Leselichtung
Werbung | Louise O’Neill | Du wolltest es doch | empfohlen ab 16 | 368 Seiten | 18 € | übersetzt von Katarina Ganslandt | 25.07.2018 | Buch beim Carlsen Verlag | Amazon**
Inhalt: Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid? – Quelle
Teilnahmebedingungen: Es besteht die Möglichkeit, ein Exemplar des vorgestellten Buches (ohne Deko und Krimskrams) zu gewinnen. Um teilzunehmen musst du 18 Jahre alt sein. Der Rechtsweg und die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Deine Daten, die du selber an den Verlag übermittelst, werden einmalig für den Versand des Gewinns verwendet. Eine Haftung für den Postweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist damit einverstanden, dass sein Name öffentlich genannt wird und meldet sich im Falle eines Gewinnes innerhalb von 48 Stunden per Mail bei dem Verlag, die dafür nötige Mail-Adresse wird bei der Auslosung genannt. Ansonsten wird erneut ausgelost und ein Anspruch besteht nicht. Das Gewinnspiel läuft bis zum 04.08 um 23.59. Danach wird ausgelost und der Gewinner unter diesem Post erwähnt. Bitte beachte, dass aktuell Urlaubszeit herrscht und der Postversand ab Verlag ein wenig dauern kann.
Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für die Ermöglichung des Gewinnspieles. Mein Exemplar des Buches wurde selbst erworben.
Outtakes
Nachfolgend gibt es ein paar Impressionen unserer spontanen Aktion. Wir haben uns über das Buch ausgetauscht, das aktuell sehr häufig auf allen möglichen sozialen Medien in die Neuigkeiten gespült wird. Auch das Cover mit dem Kontrast zwischen niedlichem, unschuldigen Blümchenmuster und aggressiver roter Farbe auf den Beinen, macht einfach neugierig. Während dieses Austausches entstand die Intention, die Aufmerksamkeit nochmal etwas anders darauf zu lenken. Auch, wenn das Thema der Geschichte sehr ernst ist, hat die Zusammenarbeit und die Organisation der Beiträge und vor allem die der Fotos viel Spaß gemacht und super gut geklappt, obwohl es sehr spontan war. Meiner Meinung nach bietet so etwas nochmal einen ganz anderen Zugang zu den Geschichten und insbesondere der Austausch vor, beim und nach dem Lesen ist oftmals wahnsinnig bereichernd.





Falls ihr noch mehr zu dem Thema und dem Buch erfahren möchtet, kann ich euch empfehlen, bei den Thementagen vorbeizuschauen, die an diesem Wochenende bei Ina’s Little Bakery, Fantasie und Träumerei und VairVetzt stattfinden.













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