Liebe Menschen. Sicherlich ist euch aufgefallen, dass ich in den letzten Wochen erstens einiges zu erzählen hatte, was man daran merkt, dass nahezu täglich Beiträge online gegangen sind, und es zweitens nicht mehr nur um Bücher geht. Heute möchte ich euch näher bringen, woran das liegt.
Vor zwei Jahren ging Trallafittibooks online, weil ich über Bücher plaudern wollte. Ich brauchte eine Plattform, auf der ich meine Rezensionen veröffentlichen und gleichzeitig an meinem Ausdruck, meinem Schreiben, arbeiten konnte. Gelesen habe ich schon immer, jedoch hätte ich nie gedacht, dass auch das Verfassen von Beiträgen mir so viel Spaß bereiten würde. So viel Spaß, dass ich eigentlich täglich am Blog sitze und drauf los tippe. Dass ich mir einen Tag ohne meinen Blog nicht mehr vorstellen kann – gar nicht vorstellen möchte.
So viel zu erzählen
Täglich kommt mir in den Sinn, worüber ich schreiben könnte, ohne dass ich groß darüber nachdenken muss. Die Ideen sind da, oft ziemlich spontan, und darüber bin ich sehr froh. Natürlich gibt es auch mal Zeiten, in denen ich eine mini-kleine Blogunlust verspüre, die dauert aber meistens nur wenige Tage an. Die Ideen kommen mir oftmals zu den kuriosesten Zeitpunkten, in der Dusche, beim Zähneputzen, im Bett, wenn ich mich gerade hingelegt habe. Auf der Arbeit, beim Einkaufen, bei der Post, beim Einparken. Beim Stöbern auf Blogs. Beim Musikhören. Beim Lesen. Dann schnappe ich mir immer meine Notizbuch-App und schreibe alles auf, was mir einfällt, oder teile die Ideen meinen Bloggerfreund*innen mit.
Anders als „früher“ traue ich mich an kolumnenartige Beiträge zu verschiedenen Themen heran. „Früher“ kamen mir Fragen in den Sinn, wie: Ob ich darüber schreiben darf? Was sagen meine Leser dann? Darf ich mir darüber ein Urteil erlauben? Ein*e Blogger*in darf erstmal alles und soll überhaupt nichts – und lesen muss es zum Glück niemand. Eine Blogpolizei gibt es nicht. Und als Blogger*in darf man tatsächlich eine eigene Meinung haben. Wie andere sie finden und was sie daraus machen bleibt ja dann ihnen überlassen. Das habe ich mit der Zeit zum Glück verstanden und fühle mich so viel freier, so viel wohler. An dieser Stelle möchte ich euch einen sarkastischen Beitrag von Jill zum Thema Was darf ein Blogger sagen? empfehlen.
Manchmal ergeben sich auch gemeinsame Aktionen daraus, wie mit meiner Buchnachbarin Sarah. Und das macht einfach ultra viel Spaß. Jeder gemeinsame Beitrag, jede gemeinsame Aktion sorgt dafür, dass ich voller Vorfreude und Aufregung auf Veröffentlichen klicke. Aber auch Artikel, die ich ohne andere Blogger verfasse, machen mich nach wie vor nervös – aber es ist ein schönes Gefühl der Nervosität. Man gibt schließlich etwas von sich preis und ist ganz gespannt, wie die Reaktionen ausfallen werden. Natürlich blogge ich nicht für die anderen, sondern primär für mich, weil es mich erfüllt. Dennoch machen die Kommentare und der Austausch das Ganze noch runder, sonst könnte ich schließlich auch offline in ein Tagebuch kritzeln. Und eigentlich könnte ich den ganzen lieben Tag lang am Blog sitzen und schreiben, schreiben, schreiben.
Ab und zu habe ich die Sorge, dass mein Gehirn irgendwann leer ist, haha. Dass es keine Themen mehr geben wird, über die ich plaudern kann. Dass mir keine coolen Aktionen oder Kategorien mehr einfallen. Aber eigentlich KANN dies ja gar nicht eintreffen, denn es wird immer neue Bücher, neue Filme, neue Serien und vor allem neue Themen in der Bücherszene geben, über die ich schreiben möchte. Sicherlich kommen auch noch weitere Kooperationen zustande, die Kreativität erfordern. Apropos…
Kreativkopf
Was ich erst durch das Bloggen gemerkt habe ist, dass ich gar nicht mal so unkreativ bin. Sobald ich näheres über eine anstehende Neuerscheinung erfahre, ein schönes Cover sehe, einen vielversprechenden Inhalt eines Buches lese, fängt es in meinem Kopf an zu rattern. Welche Aktion kann ich dazu planen? Was für Fotos würden sich anbieten? Gibt es Blogger*innen, die ebenfalls Lust darauf hätten? Wen könnte ich fragen? Besonders für freiere Aktionen arbeite ich übrigens super gerne mit meiner Kreativschwester Anna zusammen. Ich liebe es, mir Gedanken zu einer Geschichte zu machen. Die Phantasie zu nutzen und Fotoaktionen zu entwickeln. Artikel zu verfassen. Und es erfüllt mich jedes Mal total, wenn mich jemand als kreativ bezeichnet – was vor dem Bloggen nicht der Fall war, ich wüsste ehrlich gesagt auch gar nicht wo.

Nicht nur bezüglich besonderer Buchaktionen bin ich gerne kreativ. Vor einiger Zeit stellte sich mir die Frage, wieso man immer normale Rezensionen schreiben muss. Muss man das denn? Nein, keinesfalls. Beiträge wie 5 Gründe, das Buch zu lesen oder Wieso Buch XY ein Highlight ist machen erstens viel mehr Spaß zu schreiben, zweitens ist man freier in der Formulierung & dem Format und drittens kommen sie viel besser an als Standardrezensionen. Und wenn wir schon mal beim Thema sind…
Rezensionen sind nicht die Basis
Und alle so: Was? Meint sie das ernst? Wie ihr vielleicht gemerkt habt nehmen normale Rezensionen mittlerweile den kleinsten Raum auf meinem Blog ein. Das soll nicht heißen, dass ich keine mehr verfasse, sondern, dass ich viel mehr darüber hinaus zu berichten habe. Berichten möchte. Ehrlich gesagt lese ich ungerne Blogs, die primär aus Rezensionen bestehen und außerhalb davon wenig zu „bieten“ haben. Das klingt jetzt vielleicht etwas fies, so ist es jedoch keinesfalls gemeint. Oder doch? Seien wir mal ehrlich: Besonders bei uns Buchbloggern sieht man zu bestimmten Zeiten 135 Mal das gleiche Buch. Kaum wird ein Buch, das schon im englischsprachigen Raum gehyped wurde, auf Deutsch veröffentlicht, boomen die Rezensionen darüber – positiv wie negativ. Ich will mich davon gar nicht freimachen, auch ich lese liebend gerne sogenannte Hype-Bücher, letztendlich ist es mir aber völlig egal, ob ein Buch gehyped wird oder nicht – aber sich an dieser Stelle damit auseinanderzusetzen würde den Rahmen sprengen. Auch ich kaufe Bücher, weil sie in aller Munde sind. Ob ich sie direkt lese ist allerdings eine andere Frage – mal ja, mal nein.
Fernab von Rezensionen und Leselisten möchte ich über vielseitige Themen schreiben und auch lesen. Mit der Frage, wieso manche Blogs nicht gelesen werden, hat Sabrina sich in einem durchaus lesenswerten Beitrag beschäftigt – inklusive Tipps, wie man dies aktiv ändern kann. Ich persönlich schreibe mittlerweile auch gerne über Filme & Serien sowie über Comics und anderen nerdigen Kram und möchte dies in Zukunft auch so beibehalten bzw. weiter ausbauen. Unter anderen folgt eine neue Kategorie: Trallafittis Comictipps – mit Senf vom Comicdealer, wo ich euch Comics zeige, die mich neugierig machen und Olaf vom Comicexpress wird dann dazu jeweils einen Kommentar abgeben. Ich möchte darüber schreiben, wie mir Filme gefallen haben. Darüber, wieso ihr unbedingt bestimmte Serien anschauen solltet, so wie HIER. Oder darüber, wieso ich bestimmte Charaktere unendlich feiere. Darüber, wieso ihr Comics lesen solltet. Ich möchte mich nicht nur auf Bücher beschränken (müssen), weil dies hier ein Buchblog ist. Letztendlich sind Comics auch Bücher, und Filme basieren oftmals auf der Grundlage literarischer Werke. Und ob man es glaubt, oder nicht: Jeder Büchermensch hat auch ein privates Leben, einen Alltag, Schule/Job/Studium/… und andere Hobbys, in denen er aufgeht. Wieso also nicht darüber schreiben? Meiner Meinung nach macht genau diese ehrliche Vielfalt einen guten Blog aus, womit ich natürlich nicht sagen will, dass mein Blog, mein Geschreibsel das einzig Wahre und eine Vorgabe für jeden Blogger ist. Authentizität ist das Stichwort, das ich an dieser Stelle gerne einwerfen möchte. Natürlich muss niemand über Privates schreiben, wenn er/sie es nicht möchte. Das Ausmaß bestimmt jeder für sich. Alles kann, nichts muss.
Ich persönlich lese unglaublich gerne darüber, was den jeweiligen Blogger außerhalb seiner aktuellen Bücher so beschäftigt. Blogger, die gerne mal aus dem Nähkästchen plaudern und sich außerdem kritisch mit verschiedenen Themen auseinandersetzen, über das Bloggen an sich schreiben, aber auch über andere nerdige Themen, sind beispielsweise Jill, Sarah und Ivy. Darüberhinaus haben sich Sarah und Becca eine coole neue Kategorie für ihre Blogs überlegt, in der sie Filme zu einem bestimmten Thema vorstellen.

Fazit?
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Blog meine Erfüllung ist. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich vorher ohne dieses große Ganze leben konnte, was nun ein wenig melancholisch klingt. Natürlich war ich vorher nicht unglücklich, nur vermutlich anders glücklich. Meine Prioritäten haben sich in den letzten Jahren enorm verändert, worüber ich euch HIER berichtet hatte. Ich liebe es, am Blog zu arbeiten, Kleinigkeiten zu verändern, Leselisten, Monatshighlights und andere Widgets in der Seitenleiste anzupassen, meine Lesestatistik zu evaluieren, bei Bedarf an der Startseite zu tüfteln. Die Entwicklung des Bloggens an sich finde ich faszinierend, wenn ich so an die ersten Beiträge von mir zurückdenke – es ist ein permanenter Prozess, bei dem man sehr viel über sich selbst lernt.
Ich liebe es, Rezensionen und andere Beiträge zu verfassen, vor allem die kolumnenartigen. Es erfüllt mich ungemein, Artikel zu nerdigen Dingen zu verfassen. Über vermeintliche Banalitäten – die aber für mich wichtig wie bereichernd sind – beispielsweise Legofiguren, Musik, Fanartikel und Comichelden zu plaudern und darüber mit euch in tolle Gespräche zu kommen, die mich ebenfalls erfüllen. Es sorgt für ein gemeinschaftliches Gefühl, während man vorher vielleicht dachte, dass man relativ alleine dasteht mit seinen ganzen Fandoms, zumindest im näheren Umfeld. Weil man vielleicht irritierte Blicke erntete, wenn man den Wunsch nach einem Lesewochenende äußerte. Oder stundenlang über einen Film schwärmte. Oder über einen Buchcharakter. Es erfüllt mich, die Möglichkeit zu haben, drauf los schreiben zu können. Einfälle und Ideen teilen zu können. Auf Gleichgesinnte zu treffen. Gemeinsamkeiten zu entdecken, so geringfügig sie auch sein mögen. Es erfüllt mich, meine Gedanken zu „Papier“ zu bringen und sie aus dem Kopf zu etwas Größerem wachsen zu lassen. Und es erfüllt mich ungemein, Rückmeldungen zu bekommen, und sogar zwischendurch ein „ich habe mich darin wiedererkannt“.
Schreiben erfüllt mich. Lesen erfüllt mich. Austausch erfüllt mich. Bloggen erfüllt mich.

Und auch Jill hat sich vor wenigen Tagen mit einem ähnlichen Thema beschäftigt: Meine Buchbeziehung 24/7













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