Kurzrezension: Abi Umeda – Die Walkinder 1

Eine fantasievolle Geschichte über Freundschaft & den Umgang mit Emotionen

Werbung | Abi Umeda | Die Walkinder 1 | Verlag: Carlsen | Leseprobe | übersetzt von: Luise Steggewentz | 20.03.2018 | 192 Seiten | 6,99€ | Kaufen?

In einer Welt aus Sand lebt der 14-jährige Chakuro auf dem Sandwal, einer Insel, die auf den unendlichen Weiten der Dünen treibt. Die Bewohner besitzen die Fähigkeit, Saimia zu nutzen – eine übernatürliche Kraft, die sie jedoch zu einem frühen Tod verdammt. Chakuro und seine Freunde leben abgeschnitten vom Rest der Welt, noch nie haben sie andere Menschen gesehen oder gehört. [Quelle]


kurz gesagt (1)

Chakuro lebt auf einer Schiffsinsel, die in einem Sandmeer treibt, gemeinsam mit ca. 500 anderen Menschen. Er ist der Chronist, der alle Ereignisse aufzeichnet, was er mit voller Leidenschaft und sehr akribisch macht – sein Großvater bezeichnet ihn als schreibsüchtig. Viele der Bewohner besitzen besondere Fähigkeiten, die sich aus ihren Gefühlen nähren. Dafür müssen sie jedoch recht früh sterben. Dieses kurze Leben verbringen sie in Isolation auf ihrer sonderbaren Insel und sind somit noch nie anderen Menschen begegnet. Doch eines Tages trifft Chakuro auf ein Mädchen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Die fantasievolle Geschichte über Chakuro und seine Freunde fand ich ziemlich spannend, auch wenn ich durch die vielen ungewöhnlichen Namen punktuell durcheinander gekommen bin. Dass die Bilder wie gewöhnlich nur Schwarz/Weiß waren war dann nicht gerade hilfreich – aber ich bin in diesem Literaturbereich auch noch sehr unerfahren und leicht überfordert. Dafür rundeten die zarten Zeichnungen das Leseerlebnis ab. Die Charaktere waren mir sympathisch, zumindest diejenigen, die mir aufgefallen sind. Chakuro war sehr mutig und selbstlos. Die Integration seiner Liebe zum Schreiben fand ich gelungen. Es war generell aufregend, seine Aufzeichnungen zu lesen, zumal sie sehr viel über die Insel und das Volk näher brachten. Die Gesellschaftsform war interessant – der Ältestenrat bestand, wie der Name schon sagt, aus den ältesten Bewohnern, ohne dass sie spezielle Qualifikation vorweisen müssen – und wirkte geheimnisvoll und intransparent für die anderen Menschen, was natürlich auch bei mir für viele Fragen sorgte – ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen. Ziemlich cool waren außerdem die Erklärungen der Autorin über ihre Motivation zu diesem Werk sowie die kleine Karte vom Schlammwal.

Walkinder 1b

Der Verlauf der Geschichte war überraschend rasant, zumal die Story zu Beginn recht ruhig wirkte. Mit dem Auftritt des mysteriösen Mädchens an einem noch mysteriöseren Ort kam Tempo in die Sache und daraufhin eine Bedrohung für die Insel und ihre Bewohner. Der erste Band endete mitten in einem Kampf, sodass ich neugierig auf die Folgebände bin, zumal noch einige Fragen offen blieben. Nebenbei bemerkt gefallen mir die Covergestaltungen super gut, zumal sie zusammen ein harmonisches Bild ergeben.

Walkinder Cover
Quelle: Carlsen Verlag

Fazit

Die Walkinder 1 ist für mich ein kurzweiliges, spannendes Leseerlebnis, und macht mit dem offenen Ende neugierig auf die Fortsetzung. Somit kann ich den Manga allen empfehlen, die Lust auf eine fantasievolle, besondere Geschichte über Freundschaft, den Umgang mit Emotionen und eine geheimnisvolle Gesellschaftsform haben – auch Einsteigern im Manga-Bereich.


Weitere Meinungen

Durch ihre atemberaubenen Zeichnungen und besonderen Ideen sticht ihr Werk klar hervor – Tiefseezeilen

Vergleich: Anime & Manga bei Valaraucos Buchstabenmeer

Reiheninformation

Die Walkinder 1
Die Walkinder 2 (30.05.18)
Die Walkinder 3 (31.07.18)
Die Walkinder 4 (02.10.18)
Die Walkinder 5 (27.11.18)
Die Walkinder 6 (29.01.19)

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9 Antworten auf „Kurzrezension: Abi Umeda – Die Walkinder 1

  1. Hey Nicci!
    Schöne Rezension und ich freue mich, dass du bei dem Manga erstmal bleibst und weiter lesen wirst. Da wird noch einiges kommen :D
    Vielen Dank für die Erwähnung!
    Liebe Grüße
    Ani

  2. Liebe Nicci,
    das merke ich mir mal direkt. Mich spricht besonders das Fantasievolle und das leicht Träumerische an. Sowas mag ich immer gerne 😊
    Hab einen schönen Tag!
    Janika

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