Kurzrezension: Sophie Kinsella – Schau mir in die Augen, Audrey

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Sophie Kinsella – Schau mir in die Augen, Audrey | Goldmann | Leseprobe | Übersetzt von Anja Galić  | Originaltitel: Finding Audrey | 16.01.2017 | 352 Seiten | TB 9,99€ / 8,99€ | Amazon** | Buchhandel

Audrey wächst in einer liebevollen, leicht durchgeknallten Familie auf: Ihr großer Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter Teddybär. Doch Audrey weiß, dass sie selbst am durchgeknalltesten ist – sie leidet unter Angststörungen, kann nicht mehr zur Schule gehen und niemandem in die Augen sehen, weshalb sie stets eine Sonnenbrille trägt. Als sie auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, das viel mehr ist als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft … [Quelle]

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Schon seit vielen Jahren bin ich ein großer Sophie Kinsella Fan, was damals mit der
Shopaholic Reihe** um Rebecca Bloomwood begonnen hat. Auch Einzelbände von ihr konnten mich begeistern. Ich schlich schon lange um ihr erstes Jugendbuch Schau mir in die Augen, Audrey herum, letztendlich hat die Rezension von Jill dazu geführt, dass ich es gekauft und fast direkt danach gelesen habe. Und auch hier konnte mich Kinsella mit ihrem humorvollen, lockeren Stil beeindrucken, wobei gleichzeitig eine ernsthafte Thematik behandelt wurde.

Die Protagonistin Audrey erlebte in der Schule traumatische Erlebnisse, die nie komplett aufgelöst wurden, was aber auch nicht wichtig für die Geschichte und deren Verlauf war. Nachdem sie die Schule zunächst pausiert und dann gewechselt hatte war es ihr nicht mehr möglich, sich in der Nähe anderer Menschen – außer die ihrer Familie – aufzuhalten, auch trug sie ab sofort eine Sonnenbrille, die ihr Schutz bot.

Schau mir in die Augen, Audrey

Die Erklärungen ihrer Situation inklusive kleiner Rückblicke, die aber auf der Oberfläche blieben und Raum für eigene Interpretationen ließen, wirkten durch die Erzählperspektive aus ihrer Sicht authentisch. Durch das Auftreten bestimmter Personen in ihrem näheren Umfeld fand sie nach und nach in den Alltag und zu sich selbst zurück. Die Charaktere waren insgesamt alle sehr sympathisch, die Familie wirkte verrückt und liebenswert. Auch Linus mochte ich sehr gerne, er besaß eine neugierige, unbeschwerte Art und konnte somit positiv auf Audrey einwirken. Die Thematik war gut und verständlich umgesetzt. Manch einem mag der Verlauf zu flott gehen im Bezug auf ihre Symptomatik, andere finden manche Aspekte vielleicht überzogen. Aber so sind Menschen – jeder geht anders mit gewissen Situationen um, der eine benötigt länger, der andere findet hingegen schneller zurück in einen normalen Alltag. Audrey sammelte nach und nach sehr wichtige Erkenntnisse, lernte somit durchs aktive Handeln (oft ungewollt), was sie aus ihrem dunklen Loch holen konnte. Schön fand ich die Darstellung der Kraft unbeendeter Sätze und die Spannungen die dadurch entstehen. Aspekte ihrer Krankheit wurden unverblümt thematisiert, die Interaktion von Audrey und Linus lockerte das Ganze auf und wirkte authentisch, süß, jugendlich.

Schau mir in die Augen, Audrey hat mir durch die Kombination aus verrückter Familiendynamik, jugendlicher Romantik und einer besonderen Krankheit/psychischen Störung richtig gut gefallen. Für mich persönlich wurde die Symptomatik der Protagonistin gut aufgegriffen und in die Geschichte integriert. Meinerseits somit ein Buchtipp.

Blatt-TrennerWeitere Meinungen

„Schau mir in die Augen, Audrey“ ist für mich ein erstklassiger Lesespaß, der beweist, dass Jugendliteratur viel mehr als nur Unterhaltung sein kann. – Leselurch

…ich könnte noch tausende Seiten über die dramatischen und urkomischen Episoden aus Audreys Familie lesen und ich habe selten über eine so authentische Familie lesen und lachen dürfen. Da läuft nicht immer alles glatt, da sind Mutter und Vater sich nicht immer einig und da wird mit Humor aufgezeigt, welche Macken die jeweiligen Familienmitglieder so haben. – fruehlingsmaerchen

…tiefgreifend, einfühlsam, traurig, unglaublich lustig und unterhaltsam. Audrey und ihre Familie haben im Sturm mein Herz erobert! – Letterheart

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 Leseprobe | 352 Seiten | TB 9,99€ / 8,99€ | Amazon** | Buchhandel

32 Kommentare zu „Kurzrezension: Sophie Kinsella – Schau mir in die Augen, Audrey

  1. Liebe Nicci,

    ich freue mich sehr, dass dich die Geschichte um Audrey auch so begeistern konnte. Ein Buch, das ich auf jeden Fall mal rereaden werde. (Oder mir zumindest nochmal das Hörbuch anhören werde, hihi)
    Einfach lustig und tiefgründig…und toll. Richtig toll.
    Vielen lieben Dank fürs Erwähnen!
    Ich hoffe, dass bei mir bald neue Bücher von der Autorin einziehen – ICH BRAUCHE MEHR KINSELLA!

    Liebste Grüße ❤ Jill

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    1. Liebe Jill,
      das freut mich auch, aber ich habe es mir eigentlich schon gedacht, weil Kinsella. ❤

      UNBEDINGT brauchst du mehr davon! Habe eins ungelesen im Regal, habe schon wieder den Namen vergessen. Frag nicht nach Sonnenschein heißt es glaube ich.

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  2. Eine tolle Rezension! Ich möchte das Buch gerne auch noch unbedingt lesen (auch wenn ich es mir dafür erst einmal holen muss :D). Nach deiner Rezension habe ich aber noch viel mehr Lust auf das Buch. Ich kenne von Sophie Kinselle bisher nur ein Buch, aber das konnte mich auch absolut überzeugen, von daher bin ich schon super gespannt auf Audrey und ihre Geschichte!
    Liebste Grüße
    Michi

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  3. Guten Morgen liebe Nicci,
    ich freue mich gerade riesig, dass dir das Buch so gefallen hat, weil ich es selbst so geliebt habe. ❤
    Es war mein erstes von Sophie Kinsella und ich wusste nicht so recht, was mich erwarten würde, aber ich war begeistert – von der Schreibe, den Figuren und davon, wie so ein heikles und wichtiges Thema verpackt wurde. 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Maike

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    1. Hey Maike,
      hast du seit dem noch andere Bücher von Kinsella gelesen? Ich liebe ja auch Göttin in Gummistiefeln und die Shopaholic Reihe, wobei ich die letzten beiden Bände davon gar nicht mehr gelesen habe.

      Liebe Grüße!

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  4. Ich mochte die Bücher von Kinsella immer sehr gerne. Bis mir dann die Becky Bloomwoood Reihe überhaupt nicht mehr gefallen hat. Würde mir mehr Bücher von ihr im Stil von Audrey wünschen, denn es war wirklich sehr süß. Hab ihr noch „Frag nicht nach Sonnenschein“ liegen und bin schon sehr gespannt darauf.

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      1. Bei mir war der letze, wo das Baby dann Kleinkind war. Danach kam aber sogar noch eins, müsste ich mal nachschauen. Das Verhalten was in den ersten Büchern noch lustig fand, ging mir hier einfach nur noch auf die Nerven. Sie hat sich überhaupt nicht weiterentwickelt und hat dadurch praktisch eine Mini (ha ha) Version von sich erschaffen, die irgendwie niemand leiden konnte. Klar ist ihr Charakter das, was man in den ersten Büchern lustig fand und mochte, aber selbst so eine Figur sollte sich im Laufe einer Reihe doch weiter entwickeln.

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      2. Nee, das hatte ich schon gar nicht mehr gelesen. Aber ich kann mit Kindern halt auch einfach nicht viel anfangen, vielleicht habe ich es deshalb gemieden. 😀
        Ja, da hast du recht, dahingehend wäre eine Entwicklung toll gewesen.

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    1. Ich bewerte bewusst nicht anhand von Punkten, aber die Kategorien sind verlinkt wenn man auf „Buchtipp“ klickt. 🙂 Ich mag es nicht, Bücher in Punkte, Sterne oder Herzchen zu quetschen weil es für mich nichts aussagt. Und meistens spricht das Fazit ja für sich, immerhin gab es nichts, was mich gestört hat.

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  5. Huhu liebe Nicci,

    ich fand das Buch grandios und habe zum Ende hin tatsächlich auch ein paar kleine Tränchen verdrückt. (Ich bin aber auch ein verkackter Emo 😀 ) Sophie Kinsella zählt auch zu einen meiner Lieblingen, wobei ich sagen muss, dass mir zum einen die Bücher auf englisch besser gefallen und zum anderen sie mich mit ihrer Reihe Shopacholic zum Ende ziemlich genervt hat und ich auch nicht mehr alle Bücher gelesen habe. 😦 Ihre Tochter fand ich mega nervig (ich hoffe meine wird nicht so ^^)

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Liebe Sonja,
      haha süß 🙂
      Ich hab noch kein Buch auf Englisch gelesen von ihr, sollte ich vielleicht mal machen. Die letzten beiden Bände der Shopaholic Reihe hab ich auch nicht mehr gelesen.
      Töchter werden ja meistens so nervig, wie man sie lässt 😀 Sie werden ja nicht mit einem kleinen oder großen Nerv-Gen geboren.

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  6. Hi Nicci,
    freut mich, dass dir das Buch gefallen hat. Ich habe es innerhalb von einem Nachmittag auf Balkonien verschlungen und war total begeistert von der Umsetzung der Thematik! Einfach eine total „süße“ Geschichte, die aber auch so viel Wahres rüber bringt.
    Ich hoffe, Sophie Kinsella bringt bald mehr dieser tollen Bücher raus, denn ich liebe ihre Schreibe einfach total.
    Liebe Grüße,
    Elli

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    1. Hey Elli,
      da hast du recht. Süß, locker aber trotzdem verliert es nicht die Ernsthaftigkeit. Toll umgesetzt.
      Ich liebe ihren Stil auch. Habe noch eins ungelesen im Regal stehen, habe gerade den Titel vergessen. Auch von diesem Jahr.

      Liebe Grüße!

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  7. Hallo Nicci,

    ich liebe liebe liebe Sophie Kinsella so sehr. Angefangen hat alles mit ihrer Shopaholic Reihe. Damals als ich in die USA bin habe ich den ersten Teil geschenkt bekommen, um im Flieger zu lesen und habe die nächsten Jahre so ziemlich alles verschlungen, was ich von ihr in die Finger bekommen habe. Es ist schon viel zu lange her, seit ich das letzte Mal etwas von ihr gelesen habe. Dieses Buch steht definitiv auf meiner Wunschliste und ich möchte es ganz unbedingt ganz bald lesen! Ich liebe ihre Art zu Schreiben und ihren Humor einfach so sehr – unverkennbar!

    Ganz liebe Grüße
    Ivy

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