Rezension: Lana Rotaru – Superbia

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Ein Vertrag.
Zwei Seiten.
Drei Personen.
Die erste Todsünde.

Himmel oder Hölle?
Leben oder Tod?

»Du hast verloren, Avery. Jetzt gehört ihr mir!«
[Quelle]

ACHTUNG! Hier handelt es sich um den zweiten Band einer mehrteiligen Reihe! Beim Lesen dieser Rezension besteht SPOILERGEFAHR für den ersten Teil.

Hier geht es zu meiner Rezension von Exordium, den ersten Band der Reihe, der mir als Auftakt richtig gut gefiel. Dies war natürlich auch der Grund dafür, dass ich unbedingt den zweiten Teil, Superbia, lesen wollte, der übrigens erst kürzlich erschienen ist.

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„Jede Seele trägt Splitter der Todsünden in sich, Avery. Manche von ihnen sind stärker, manche schwächer vertreten. Doch sie existieren in jedem von uns. Es liegt an uns, wie wir mit ihnen umgehen.“

Viele von euch werden es kennen. Man liest eine mehrteilige Reihe, jedoch pausiert man zwischendurch weil die einzelnen Bände einfach noch nicht erschienen ist. Nach einigen Wochen oder sogar Monaten ist es dann so weit, der nächste Teil landet auf dem Reader oder im Regal. Man beginnt zu lesen und relativ schnell kommen Fragen auf wie „Wer zum Teufel was das nochmal?“ oder auch „Wie endete der letzte Band überhaupt?“. Aber nicht bei Superbia. Der zweite Band der voraussichtlich neunteiligen Reihe um die Todsünden schloss unmittelbar an den Vorgänger an, wiederholte quasi sogar den letzten Satz, was ich super angenehm fand. Somit war ich direkt wieder drin und freute mich auf die Geschichte, die ja wirklich cliffhanger-fies endete.

Über die Handlung kann und möchte ich gar nicht allzu viel verraten. Aber was ich verraten kann ist, dass ich den zweiten Teil sogar um einiges besser fand, als den Auftakt der Reihe, der für mich mit seinen 272 Seiten wie ein Prequel wirkte. Er wirkte spannend, aber nahezu ruhig, beinhaltete ein paar Überraschungs- sowie Schockmomente. Dahingegen lernt man in Superbia die wichtigsten Charaktere noch besser kennen und erfährt sogar wichtiges aus der jeweiligen Vergangenheit, Stichwort Nox.

Nox fand ich toll. Er war so vielseitig und sorgte mit seiner Art dafür, dass ich manchmal nur noch den Kopf schütteln konnte, manchmal wollte ich ihn verkloppen und dann wieder drücken. Er überraschte mich nicht nur einmal. Avery hingegen fand ich teilweise echt anstrengend. Sie war manchmal zickig, dann wieder naiv. Und oft unfassbar dramatisierend. Sie löste viel in mir aus, was aber vermutlich ein gutes Zeichen ist, denn immerhin dachte ich auch außerhalb des Lesens über sie und ihre Taten nach.

„Wow, Avery, du benimmst dich wirklich sehr erwachsen!, schalt ich mich. Aber ich wollte mich nicht erwachsen benehmen. Erwachsene hatten nur Probleme. Und meine bisherigen Entscheidungen, die ich als Erwachsene getroffen hatte, waren alle falsch gewesen.“

Das Setting, das zwischendurch mal wechselte, den Haupthandlungsort aber in einem ganz besonderen Reich besaß, fand ich sehr gelungen dargestellt. Ich konnte richtig eintauchen und hatte das Gefühl, als wäre ich mit den Protagonisten vor Ort. Ich spürte die kratzige Decke, das Wasser, die Gänsehaut. Auch die beschriebenen Wesen und Charaktere fand ich sehr interessant. Es gab zahlreiche Fäden, die am Ende zusammenliefen. Die Emotionen kamen für mich persönlich hervorragend rüber. Die Thematik fand ich super spannend und trotz der 552 Seiten nie zäh.

Auch diese Geschichte endet mit einem Cliffhanger, viele Fragen blieben für mich offen und ich bin wahnsinnig gespannt darauf, wie es weiter geht. Was es mit dem Biest-Funko (s. Foto oben) mit seinen Vögelchen (Katzenbabys würden eigentlich besser passen.. hehe) auf sich hat und wieso ich es als ziemlich passend empfand müsst ihr selber herausfinden…

Während Exordium trotz Schockmomente ein eher ruhiger Auftakt war, konnte mich Superbia völlig mitreißen. Die beschriebenen Settings, Wesen und Charaktere empfand ich als sehr gelungen. Die spannende Thematik sorgte dafür, dass ich das Buch quasi in einem Rutsch verschlungen habe. Auch, wenn ich punktuell von der Protagonistin genervt war, fühlte ich mich wahnsinnig gut unterhalten und konnte mich gut auf die Fantasygeschichte mit schönen, manchmal sehr prickelnden Liebesromananteilen einlassen. Für mich gehört sie somit in die Kategorie Buchtipp.

Vielen Dank an Lana Rotaru für das eBook-Rezensionsexemplar!

Weitere Rezensenten

Umivankebookie

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4 thoughts on “Rezension: Lana Rotaru – Superbia

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