5 langweilige Horrorfilmtode

Hallo Menschen, ganz zufällig bin ich auf die wöchentliche Blogaktion von Passion of Arts gestoßen und schließe mich als Horrorfan natürlich mit großer Freude an. Gleichzeitig bin ich ein wenig traurig, dass ich die Horrorzeit ihrer Aktion verpasst habe, aber vielleicht ja nächstes Jahr – jetzt, wo ich wieder aktiver blogge. Dieses Mal geht es um 5 langweilige Tode aus Horrorfilmen. Ich nutze den Beitrag aber nicht nur, um kurz über die langweiligsten Tode zu schreiben, sondern zusätzlich dafür, generell etwas über die jeweiligen Filme zu berichten, sodass wir eine Art Kurzrezensionssammlung haben. Let’s go.

Meine Reihenfolge ist komplett willkürlich und sagt nichts aus. Der Beitrag enthält Spoiler, solltet ihr die Filme also noch nicht gesehen haben bzw. noch schauen wollen ohne vorher über ein paar Tode bescheid zu wissen, solltet ihr den Beitrag skippen.


Der Vater in Cadaver (2020)

Das Vorschaubild und ein kleiner Blick in den Trailer haben mich super neugierig auf den Film gemacht, doch schon nach kurzer Zeit war mir irgendwie klar, dass das vermutlich eher so ein „ahja kann man mal schauen, aber muss nicht sein“-Erlebnis sein wird. In dem Film geht es um eine Familie, bestehend aus Leonora, Jacob & Alice, die in einer norwegischen Stadt leben, welche wiederum von einer Atomkatastrophe heimgesucht wurde. Es mangelt an Arbeit, Nahrung, Strom und Hoffnung. Zufällig stößt die Familie auf ein Event: in einem Hotel wird ein Thearterstück präsentiert, inklusive einer Mahlzeit für jede*n. Leonora kauft Karten, Alice wird der Zutritt zunächst verweigert, da sie zu jung zu sein scheint – doch der Hoteldirektor mischt sich ein und lädt sie in sein Wunderland ein. Ihr merkt, Alice, ungewisses Abenteuer, Wunderland? Könnte cool werden. Hätte cool werden können. Die Betonung liegt auf hätte.

Im Verlauf stellt sich heraus, dass das ganze gar nicht mal so inszeniert ist, wie man angenommen hat und eher tödlich als fröhlich abläuft. Und natürlich hat es einen Zweck, dass die Leute in das Hotel gelockt werden, nie mehr herauskommen und es aber jedes Mal eine leckere, fleischige Mahlzeit gibt. Mehr möchte ich nicht verraten. Die Atmosphäre und das Setting gefielen mir richtig gut, ich bin fast ein wenig wütend, dass das Potential nicht mal ansatzweise (meiner Meinung nach) ausgeschöpft wurde. Insbesondere, weil es ja anscheinend an Alice im Wunderland angelehnt sein sollte, was ich zwischendurch eigentlich wieder vergessen habe, selbst als die Eltern gefühlt 30x in der Minute nach ihrer Tochter riefen.

Kommen wir zum langweiligen Tod. Leonora wird irgendwann eingefangen und in der Metzgerei aufgehängt. Ihr Mann versucht sie zu befreien und wird von einem Metzgereiarbeiter von hinten erstochen. Völlig belanglos, völlig undramatisch. Lahm. Daraufhin kämpft Leo mit dem besagten Arbeiter, schiebt ihn in Richtung eines Hakens, wodurch dieser aufgespießt wird – für mich der so viel coolere Tod. Die letzten Worte des Vaters sind, wenn ich mich richtig erinnere, so etwas wie „warum unsere Alice“, was es irgendwie nicht besser macht, nachdem 90% des Films daraus bestehen, dass panisch nach Alice gerufen wird.

Meine Bewertung | Letterboxd Bewertung:

Bewertung: 2 von 5.

Der Verfolger in Halloween 3 – Die Nacht der Entscheidung (1982)

Neulich habe ich endlich mal den anderen 3. Teil der Halloween-Reihe geschaut, den, der eigentlich nicht dazu gehört sondern als eigenständiger (mittlerweile) Kultfilm betrachtet wird. Bis auf einen kleinen Fernsehausschnitt taucht unser Lieblingshalloweenkiller Michael Myers nicht auf, eigentlich war Carpenters Plan jährlich einen neuen eigenständigen Halloween-Film herauszubringen, wovon er nach dem damaligen Flop jedoch abgesehen hat.

Für mich handelt es sich um einen unterhaltsamen Abendfilm, den man vielleicht einfach nicht zu ernst nehmen und vor allem am besten gar nicht mit den anderen Filmen der beliebten und bekannten Reihe in Verbindung bringen sollte. Nicht mal ansatzweise. Wir haben hier Dan, einen Familienvater, der zwischendurch mit seiner wütenden Exfrau telefoniert, was irgendwann schon wie ein Meme wirkt, und seine Geliebte Ellie. Kerninhalt ist die Halloweennacht, für welche die Silver-Shamrock Fabrik besondere Masken an alle Kinder (auch an die von Dan) ausgegeben hat, die natürlich alle total gehyped vor dem Fernseher sitzen, denn dort soll eine Sondersendung ausgestrahlt werden. Mir hat der Plot gut gefallen, er war albern, witzig und durchaus spannend. Ich fand die Idee mit der tödlichen TV-Sendung und den Toden, die (fast) ohne Fremdeinwirkung erfolgten ziemlich cool – auch wenn der Sound in der Sendung irgendwann echt unfassbar nervig war, was sicherlich auch so gewollt ist. Auch die humanoiden Roboter des Firmeninhabers haben mir gut gefallen, vor allem für 1982. Ich würde den Film tatsächlich nochmal anschauen.

Langweilig fand ich allerdings den ersten Tod eines Verfolgers, welcher den Spielzeughändler Harry erwürgen will, aber dann zwischen zwei Autos eingequetscht und getötet wird. Ich fand das so beknackt, dass ich zurückspulen, meinen Freund vom Computer wegholen und ihm den Tod zeigen musste – immerhin haben wir beide dann aber doch noch darüber lachen können. Ich kann es kaum beschreiben, aber stellt euch vor ein mimikloser Mann sitzt auf einem anderen Mann zwischen zwei parkenden Autos, will diesen erwürgen, wendet Kraft an, der liegende Mann röchelt, plötzlich wird eine Bremse gelöst, die Autos rollen aufeinander zu und quetschen den Verfolger literally ein bisschen ein und dieser.. stirbt? Und das völlig undramatisch, indem lediglich sein Kopf ein Stück nach hinten fällt. Weiß ich nicht.

Meine Bewertung | Letterboxd Bewertung:

Bewertung: 3 von 5.

Der Ex-Freund in Halloween Haunt (2019)

Studentin Harper und ihre Freund*innen stoßen auf eine abgelegene Halloweenattraktion. Ihre Handys müssen sie beim Betreten des Hauses abgeben – natürlich – und als sie durch den Ort der Attraktion wandern merken sie schnell, dass es sich hier nicht um ein Spiel und auch nicht um einen riesen Spaß handelt, denn die dort gezeigten Tode sind – Überraschung – echt.

Mich konnte der etwas trashige, alberne Film gut unterhalten, primär durch die verschiedenen schönen Masken bzw. Verkleidungen und durch das Setting. Zwar kann ich mich tatsächlich gar nicht mehr gut an Einzelheiten erinnern, aber ich weiß, dass ich den Film gerne nochmal anschauen würde. Ich steh auf dieses Clowns-/verkleidete, maskierte Gestalten jagen & töten junge Erwachsene-Ding.

Langweilig bzw. sinnlos fand ich den Tod des Ex-Freundes (?) der Protagonistin, zumindest glaube ich, dass er es war, ich weiß es schon gar nicht mehr genau, aber dennoch blieb mir die Situation im Gedächtnis. Zumindest hat relativ am Ende des Filmes eine männliche Person das Anwesen betreten, wurde von einem der Killer getötet und ja. Warum eigentlich? Und was wollte er dort? Letztendlich war es meiner Meinung nach völlig egal, ob er da war oder nicht, sein Tod fiel niemandem der Charaktere auf und trug auch zu nichts etwas bei. Hätte man also drauf verzichten können, auch wenn solche Filme von blutigen Kills leben. Der eine mehr oder weniger hat den Kohl nicht fett gemacht.

Meine Bewertung | Letterboxd Bewertung:

Bewertung: 4 von 5.

ALLE Tode in The Curse of Halloween Jack (2019)

Ich weiß gar nicht, warum und WIE dieser Film überhaupt produziert werden konnte und vor allem warum zur Hölle es einen zweiten Teil (nämlich diesen) gibt?? Ernsthaft. Ich habe schon einige trashige und alberne „Horror“filme gesehen, aber der toppt wirklich alles. Man nehme eine 7. Schulklasse, erkläre ihnen die Basics der Videobearbeitung, stelle ihnen ein paar Programme und Materialien zur Verfügung und bitte sie, einen Horrorfilm zu machen. So in etwa stelle ich mir das ganze vor, wenn ich an The Curse of Halloween Jack denke. Der Bösewicht erinnert an eine Vogelscheuche, bei welcher man die roten LED Lämpchen seitlich in der Maske sieht. Und die langweiligen Kills erfolgten alle in Zeitlupe, ohne dass man überhaupt genau gesehen hat was passiert ist. Wurde jemand abgestochen? Geschubst? Überhaupt berührt? Oder ist er/sie einfach nur umgefallen? Es gab auch Schusswaffenkills, bei denen man den Schuss hörte, das komplette Bild blitzte hell auf und irgendwo fiel eine Person mit einem unauthentischen Stöhnen um. Send help.

Nachdem ich den Film bei Letterboxd eingetragen habe, ist mir aufgefallen, dass es sich um einen f*cking zweiten Teil handelt. Seit dem bin ich, was den Film betrifft, erst recht sprachlos und schockiert. Und trotzdem werden wir uns den ersten Teil reinziehen. Und uns vermutlich am laufenden Band aufregen und wegcringen. Aber irgendwie hat das auch was.

Meine Bewertung | Letterboxd Bewertung:

Bewertung: 0.5 von 5.

Laurie Strode in Halloween Resurrection (2002)

Was war denn da los? Meiner Meinung nach war der komplette Prolog einfach über, er trug nicht viel zur Handlung von diesem Halloween-Teil bei, darüber hinaus wertet es das Ende des vorigen Teiles total ab und verdreht einfach alles. Mag ich überhaupt nicht.

Insgesamt handelt es sich hier nicht gerade um meinen Lieblingsteil der Reihe, dennoch war er durch den trashigen Plot auf eine Art und Weise unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Vielleicht hätte er besser funktioniert, wenn man diesen erste Szene und vor allem Laurie Strode weggelassen hätte und ihn als klassischen „Killer-jagt–und-meuchelt-junge-Erwachsene“-Film verkauft hätte. Aber gut. Wir haben ein Haus, ein Reality-TV-Experiment, sechs Student*innen die Bock auf Nervenkitzel an Halloween haben. Damit sollte eigentlich der gesamte Plot klar sein. Die Idee fand ich ganz cool, aber eben nicht für die Halloween-Reihe.

Den für mich langweiligen Tod habe ich bereits erwähnt, dieser passierte bereits in den ersten Minuten und trug nichts zur Handlung bei, verdrehte alles aus dem Vorgängerfilm und fühlte sich einfach falsch an. Laurie befindet sich in einer Art Psychiatrie, um die Ereignisse zu verarbeiten. Ein paar Tage vor Halloween dringt Michael Myers in die Anstalt ein, tötet Aufseher*innen und spürt Laurie, die auf das Dach geflüchtet ist, auf. Die dort von ihr platzierte Falle erzielt nicht den gewünschten Effekt (Tod ihres Bruders) – im Gegenteil, sie wird von Michael erstochen und stürzt vom Dach.

Meine Bewertung | Letterboxd Bewertung:

Bewertung: 2.5 von 5.

Stimmt ihr meinen Gedanken zu, oder seht ihr das bei dem einen oder anderen Film vielleicht ganz anders?
Let me know.

Auf Letterboxd findet ihr mich übrigens unter frautrallafitti

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4 Antworten zu “5 langweilige Horrorfilmtode”

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