The Killer Inside Band 1-3 | Kurzrezension

Vor einigen Monaten habe ich den ersten Band der Psychothriller-Mangareihe The Killer Inside gelesen und ich weiß gar nicht, wieso ich damals nicht direkt dran geblieben bin. Vor wenigen Tagen habe ich diesen Band nochmal gelesen, um meine Erinnerungen aufzufrischen und im Anschluss die beiden Folgebände, die zum Glück schon in meinem Regal standen. Und diese konnte ich nicht ein einziges Mal aus der Hand legen.

Lesezeichen auf dem Beitragsbild: nightmareonwednesday

Der Beitrag ist aufgrund von Links und Kaufempfehlungen als Werbung zu kennzeichnen. Alle Bücher habe ich selbst gekauft.


Band 1

Im ersten Band lernen wir den Studenten Eiji kennen, den Sohn eines berüchtigter Serienkillers, welcher vor 15 Jahren die Stadt durch wahnsinnig grausame Morde in Angst und Schrecken versetzt hat. Eiji wacht neben einer Frau auf, die er nicht kennt, welche aber behauptet seine feste Freundin zu sein. Doch er kann sich nicht daran erinnern. Als er auf den Kalender schaut stellt er fest: in seinem Gedächtnis sind mehrere Tage ausgelöscht, als wäre er einfach verschwunden gewesen, wobei für ihn eigentlich nur eine Nacht verging, in der er schlief. Gleichzeitig taucht in der Stadt eine grausam verstümmelte Leiche auf, der Mord besitzt die Handschrift seines Vaters. Wie kann das sein?

Der erste Band hatte von den drei Büchern die meisten Seiten, was mir aber gar nicht so vor kam, denn ich glaube ich habe selten einen Manga so flott durchgelesen, wie diesen. Der Plot ist unfassbar spannend und ich liebe es sehr, miträtseln zu können. Man ist stets auf dem Standpunkt des Protagonisten, es gibt bis dahin keine zweite Perspektive, aus welcher die Story berichtet wird, sodass sich auch für Leser*innen immer wieder die Fragen stellen: Was ist passiert? Warum können wir uns an nichts davon erinnern? Wer ist diese Person? Sind wird verantwortlich für irgendetwas davon? Man wird regelrecht in die Geschichte mit reingezogen, was mir wahnsinnig gut gefällt.

Im Verlauf findet man heraus, dass Eiji anscheinend unter einer gespaltenen Persönlichkeit leidet und „B1“ oftmals dann übernimmt, wenn Eiji schläft – sodass dann gleich aber mehrere Tage vergehen, an die Eiji sich nicht erinnert kann. Für mich war es super spannend gemeinsam mit dem Protagonisten zu spekulieren, was B1 in der Zeit gemacht hat und ob die Dinge, die in der Stadt passieren, irgendwie mit ihm zusammenhängen.

Band 2

Den zweiten Band habe ich unmittelbar danach gelesen, weil ich einfach zu neugierig war. Ich habe mir den Manga geschnappt & ein Lesezeichen zurechtgelegt, die Geschichte in einem Rutsch durchgelesen und schmunzeln müssen, als ich das Lesezeichen neben mir liegen sah. So viel dazu.

Unser Protagonist bekommt in diesem Band Unterstützung von einer mysteriösen jungen Frau, der ich zunächst nicht über den Weg getraut habe. Ich glaube, je mehr Manga und Bücher man liest, Filme und Serien man schaut, insbesondere im Krimi- und Thrillerbereich, desto misstrauischer wird man was das betrifft. Ich weiß tbh immer noch nicht so ganz, wie ich sie einschätzen soll, aber irgendwie ist sie mir sehr sympathisch.

Auch hier war die Spannung kaum auszuhalten, meiner Meinung nach steigert sich das von Band zu Band, jedes Mal tauchen neue mysteriöse Figuren auf, jedes Mal gibt es neue Erkenntnisse, Annahmen werden über Board geworfen, es wird spekuliert, gerätselt und gehofft. Im zweiten Band erfährt man mehr über den kriminellen Ring SKALL, auch hier scheint es Verbindungen zu den Morden in der Stadt zu geben sowie eine Verbindung zu B1, was Eiji zeitweise in Gefahr bringt, denn er ahnt zwar mittlerweile, dass er eine Art zweite Persönlichkeit besitzt, für den Großteil seines Umfelds gibt es allerdings nur den einen Eiji.

Band 3

Und weil der zweite Band wieder mit einem Cliffhanger endete, musste ich natürlich mit dem nächsten Band weitermachen. Auch hier gerät Eiji in Gefahr und ich hatte das Gefühl, dass es sich nochmal steigert – und zwar auf einfach alles bezogen. Auf die Spannung, auf die Gefahren, die Konflikte, die Verstrickungen, die Twists.

Mein Highlight waren hier die Helferinnen, die Eiji an seiner Seite hatte – zu seinem Glück. Es hat wieder wahnsinnig Spaß gemacht, den Protagonisten und die Nebenfiguren zu begleiten, mitzurätseln, zu spekulieren und Gedankengänge zu revidieren, zu reflektieren. Auch über SKALL kamen noch mehr Details ans Tageslicht und ich will unbedingt wissen, inwiefern Eiji/B1 involviert ist.

Im letzten Teil des Mangas schien ein wenig Ruhe einzukehren, alle atmeten durch, Eiji traf eine wichtige Entscheidung. Doch dann gab es schon wieder einen Twist, quasi auf den letzten 2-3 Seiten und ich könnte schreien, weil ich die Folgebände noch nicht habe. Der Cliffhanger lässt wieder wahnsinnig viel Spielraum für Interpretationen. War B1 zuvor an diesem Ort? Warum? Und was spielt SIE für eine Rolle dabei? Weiß sie schon länger von B1? Es bleibt spannend. Band 4+5 sind bestellt und ich freue mich wahnsinnig aufs Weiterlesen (BEEIL DICH, POST!).

Fazit

Insgesamt gehört die Reihe nach den 3 Bänden zu meinen Lieblingsreihen, ich liebe die Thrilleranteile, die zum Miträtseln anregen und die Leserschaft an allem (auch an sich selbst) zweifeln lassen. Wer ist böse, wer ist gut? Wem können wir trauen? Wenn es mal eine Antwort auf die Fragen gibt, scheint es ein paar Kapitel weiter schon wieder ganz anders auszusehen. Man denkt so oft man hat ein kleines Puzzleteil gefunden, das Rätsel gelöst, endlich geht es voran und dann.. wird alles über Board geworfen was man geglaubt hat, aber so, dass die Lösung noch viel cooler ist, als das, was man angenommen hat. Besonders gut gefällt mir hier auch die Covergestaltung, wobei ich sagen muss, dass mir von den drei Bänden das 2. am besten gefällt und das 3. am wenigsten. Ich habe schon mal einen Blick auf die Cover der Fortsetzungen geworfen und freue mich sehr darauf, die Bücher im Regal stehen zu haben – wobei es fast zu schade ist, dass man dort dann nur den Buchrücken sieht. Ich kann euch die Reihe sehr empfehlen. Laut Verlag für Fans von The Promised Neverland, Doubt & Death Note.

Bewertung: 5 von 5.

The Killer Inside 1 beim Carlsen Verlag | The Killer Inside 1 beim Comicdealer
Hajime Inoryu, Shota Ito | 03.08.2021 | 224 Seiten | ab 16 J. | 7,50 €

Inhalt Band 1: Auf den ersten Blick scheint Eiji ein ganz normaler Student zu sein, doch er hat ein Geheimnis: sein verstorbener Vater war ein berüchtigter Serienmörder, der für seine extreme Grausamkeit bekannt war. Eines Tages wacht Eiji neben einem schönen fremden Mädchen auf, das anscheinend in ihn verliebt ist und behauptet, seine Freundin zu sein, doch eigenartigerweise kann er sich nicht an sie erinnern. Die letzten Tage scheinen wie aus seinem Gedächtnis gelöscht, und es fühlt sich an, als hätte jemand anders die Kontrolle übernommen. Zur selben Zeit findet die örtliche Polizei eine aufs Übelste verstümmelte Leiche, und für sie besteht kein Zweifel: Eijis Vater ist zurück… doch kann das wirklich sein? [Quelle]

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4 Antworten zu “The Killer Inside Band 1-3 | Kurzrezension”

  1. […] 5. Der Bereich Horror/Thriller wird für mich in Sachen Film und Fernsehen wohl lange erste Wahl bleiben, schließlich bin ich einfach ein Fangirl, when it comes to that. Egal welche Tages- oder Nachtzeit, egal welche Jahreszeit, egal ob warm, ob kalt, egal ob als Hauptbeschäftigung oder nebenbei beim Bloggen, Lesen, Putzen, Horror geht einfach immer. Das coole daran ist für mich, dass es Filme, Serien, Podcasts und Bücher gibt, die ultra spannend sind, sodass ich kaum aufhören oder pausieren kann, zugleich gibt es aber auch trashige oder alberne Titel, die ich genauso gerne mag. Was das Subgenre oder die Methode betrifft, mag ich Found-Footage sehr gerne, aber auch Elemente wie dämonische Präsenzen, oder Horror auf der psychischen Ebene, wofür es gar keine Jumpscares im eigentlichen Sinne benötigt. Und ich liebe es, wenn es in die Mystery-Richtung geht und man miträtseln kann, wie in der Mangareihe The Killer Inside. […]

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