Liebe Leser.
Heute habe ich euch einen Beitrag mitgebracht, der auf der Basis eben gewonnener Eindrücke und einer daraus resultierenden spontanen Meinungsbildung entsteht. Direkt zu Beginn möchte ich allerdings noch darauf hinweisen, dass ich niemanden damit angreifen oder Aktionen schlecht reden, sondern lediglich meine eigene Einschätzung und Meinung darlegen möchte.
Wie fast jeden Vormittag vor der Arbeit stöbere ich gerade anhand der E-Mails, die mich über neue Beiträge informieren, durch zahlreiche Blogs. Und seit gestern erreichten mich nicht gerade wenig Mails mit dem Betreff Montagsfrage: Gibt es manchmal Bücher, bei denen du zögerst sie zu lesen, obwohl du sie eigentlich unbedingt lesen willst?
Vor einiger Zeit habe ich selber sehr gerne und regelmäßig an der Aktion teilgenommen. Ich habe versucht, zu jeder Montagsfrage guten Content zu liefern. Doch irgendwie nahm meine Motivation diesbezüglich ab. Ob es an den Fragen lag oder an mir und meiner persönlichen Einstellung zu derartigen Aktionen kann ich gar nicht genau sagen, vermutlich aber an beidem. Ich fand es immer recht spannend, andere Beiträge zu den individuellen Themen zu lesen. Auch habe ich gerne meinen Senf dazu gegeben, aber gleichzeitig geguckt, wie ich die Frage auf meinen buchigen Alltag ausweiten könnte, um mehr als zwei Sätze dazu schreiben zu können. Und genau das ist das Problem.
What about the Content?
Mir begegnen aktuell unendlich viele Beiträge, die 2-3 Sätze beinhalten, in denen die jeweilige Frage kurz und knapp beantwortet wird. Leider gibt es auch immer wieder Themen, zu denen man einfach nicht viel sagen kann, meiner Meinung nach. Fragen wie: Besitzt du Schmuckausgaben? werden mit ja oder nein beantwortet, kleinen Erfahrungsberichten und schönen Fotos geschmückt. Auffällig fand ich, dass es teilweise Kommentare gab, die länger waren als der eigentliche Post.
Bei einer weiteren Aktion geht es um 10 mehr oder weniger spezielle Bücher. Dabei gibt es verschiedene Themen, an denen man sich wöchentlich beteiligen kann. 10 Bücher mit dem Anfangsbuchstaben G.. 10 Bücher, die ich abgebrochen habe.. 10 Bücher whatever. Auch da begegneten mir viele Beiträge, die die Cover ausgewählter Bücher zeigten, die Titel nannten und zum Schluss die Frage beinhalteten: Und welche Bücher fallen euch ein? Dabei stellt sich mir die Frage nach der Intention. Ich will damit keinesfalls Aktionen wie diese schlecht reden, ebenso wenig die Blogger, die sich daran beteiligen. Sicherlich bringen solche Beiträge Klicks, eventuell auch einen Austausch. Aber ich persönlich möchte mich davon abgrenzen. Ich möchte Content liefern, der nachhaltig ist. Der eventuell Diskussionsmaterial bietet, der Leser und ihre Erfahrungen wiederspiegelt, zum Nachdenken anregt, für Zustimmung sorgt. Versteht mich nicht falsch. Grundsätzlich finde ich es cool, dass es Aktionen wie die beiden genannten gibt. Sie bieten die Möglichkeit, Beiträge zu schreiben, wenn man aktuell beispielsweise unter Leseflauten leidet oder nichts hat, wozu man konkret etwas schreiben möchte. Für mich waren sie somit immer nette Lückenfüller. Aber das reicht mir nicht mehr.
Und genau aus diesen Gründen werde ich nicht mehr an Aktionen teilnehmen. Ich habe für mich gemerkt, dass ich besser damit fahre, wenn ich Beiträge dann schreibe, weil ich etwas zu sagen habe. Wenn ich mich zu Themen äußere, die mir so in den Sinn kommen. Wenn ich die Stimme, die ich als Buchbloggerin habe nutzen will. Wenn ich Lust darauf habe, mich mit euch zu einem bestimmten Thema auszutauschen.
Titelwahnsinn in Überschriften
Eine weitere Anmerkung ist, dass ich es wenig ansprechend finde, wenn Überschriften unendlich lang sind und ganze Fragestellungen beinhalten, aber auch das ist meine eigene Meinung an der sich niemand orientieren muss. Meine Beiträge zu buchigen Aktionen beinhalteten als Titel zuletzt nie die eigentliche Frage inklusive Aktionsname, sondern individuelle Überschriften, wie beispielsweise Die Sache mit den Spoilern. Auch meine Leselaunenbeiträge sind nicht als ebendiese gekennzeichnet. Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass Beiträge mit individuellen Überschriften mit persönlicher Note häufiger geklickt werden als der 39. Montagsfragenbeitrag in dieser Woche, auf den mich eine Benachrichtigung hinweist.
Die positive Seite
Davon ausgeschlossen ist die Aktion Leselaunen, die ich als wöchentlichen Rückblick nutze und an meinen persönlichen buchigen Alltag angepasst habe, sodass sie für mich als sinnvoll, oft sogar notwendig erscheint. Dort reflektiere ich außerdem meinen Lesestatus. Auch Behind the Screens von Anabelle und Philip finde ich interessant, da auch hier die buchige Woche reflektiert werden kann. Aktuell vertritt Die Bücherkrähe die beiden planungstechnisch. Neben dem Wochenrückblick werden coole Fragen eingebunden, beispielsweise: Neue Weltordnung. Vampire, Zombies, Werwölfe, Einhörner, Elfen, Orks…sie alle sind an die Öffentlichkeit getreten und du musst dich einer Gruppe anschließen. Wem? Oder gründest du eine rebellische Untergrundorganisation?
Wie ihr seht ist es davon abhängig, welchen Mehrwert spezifische Aktionen für einen Blogger haben und wie man sie individuell gestalten kann und möchte. Wichtig ist dabei nur, dass man es so für sich nutzt, dass es einem gut damit geht und man sich nicht unter Druck gesetzt fühlt. Bei den wöchentlichen Aktionen ist zum Glück niemand gezwungen, regelmäßig daran teilzunehmen. Für mich persönlich bieten sich ausschließlich Aktionen an, die zum rückblickenden Reflektieren einer Woche motivieren, da dies für mich und mein Leseverhalten notwendig ist. Auch bieten sie erfahrungsgemäß immer einen angenehmen Austausch.
An dieser Stelle möchte ich außerdem auf den lesenswerten Beitrag von Bookpalast hinweisen, in dem es unter anderem ebenfalls um buchige Aktionen geht.
















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