Rezension: Mariella Heyd – Elfenfehde

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Verantwortlich für den Meteoriteneinschlag? Feodora kann die Worte des Fremden nicht glauben, der nach der Katastrophe auftaucht und behauptet, dass sie für das Chaos in zwei Welten verantwortlich sein soll. Angeblich stammt Feodora aus der Anderswelt und ist von dort geflohen, um einem mächtigen Dunkelelf zu entkommen. Ihre einzige Chance, die Welten zu retten, besteht darin, in die Anderswelt zurückzukehren und ihn zu töten. (Quelle)

Nachdem der Zeilengold Verlag seine Pforten eröffnete und das Programm präsentierte wurde ich auf Elfenfehde aufmerksam. Das schöne Cover sprach mich an, auch wollte ich wissen, was es mit dem Meteoriteneinschlag und Feodoras Rolle auf sich hat.

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Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht, ich erfuhr etwas über Feodoras Job in der Bibliothek, woraufhin schon die Haupthandlung mit einem großen Knall startete, was ich persönlich sehr gelungen fand, da ich somit genauso überrascht und erschrocken war wie die Protagonistin und natürlich unbedingt wissen wollte, was passiert war.

Den Schreibstil empfand ich als locker und angenehm. Die beiden Welten und insbesondere die Anderswelt wurden interessant beschrieben. Die Atmosphäre wirkte magisch, aber auch düster. Schön fand ich vor allem die Karte, die in den ersten Seiten abgebildet war, jedoch hätte ich mir innerhalb der Geschichte einen differenzierteren Ausbau der einzelnen Settings gewünscht, ich hätte sehr gerne mehr über die Ortschaften erfahren. Die Integration von Märchenelementen in die Geschichte war hingegen sehr gut umgesetzt, einzelne Situationen brachten mich zum Schmunzeln.

Die Charaktere waren vielseitig. Feodora war mutig und neugierig, und für mich eine recht angenehme, sympathische Protagonistin, die ich aber durchaus gerne mal zur Vernunft gewiesen hätte. Teilweise wirkte sie unbeholfen und gutgläubig. Zerdon mochte ich gerne. Er war zeitweise ziemlich mysteriös, aber auch freundlich, humorvoll und ironisch. Der Dunkelelf war für mich wenig einschätzbar und brachte schon eine gewisse Gefahr mit sich, die immer mitschwang. Ich hatte stets das Gefühl, dass es nicht mit rechten Dingen zuging. Die Darstellung von ihm im Verlauf war seiner Rolle entsprechend dunkel und furchteinflößend. Die Nebencharaktere waren zum Teil aufgrund vergangener Geschehnisse verrückt, es ergaben sich skurrile Situationen, die den Verlauf spannend und besonders machten.

„Weißt du, Zeit ist etwas Menschengemachtes. Die Menschen haben sich Uhren, Stunden, Minuten, Sekunden und die Hektik ausgedacht. Seit sie die Zeit ins Leben gerufen haben, altern sie.“ [Elfenfehde, S. 39]

Die Thematik empfand ich als interessant, jedoch ebenfalls als ausbaufähig. Manches passierte in meinen Augen zu schnell, ich hatte das Gefühl, dass ein paar wichtige Dinge regelrecht an mir vorbei gingen und somit leider nicht in Erinnerung blieben. Eigenartig fand ich außerdem Feodoras kaum vorhandene Reaktionen auf gewisse Umstände, die sie betrafen. Ich persönlich wäre vermutlich mehrfach aus den Latschen gekippt, womit ich ihr situativ recht distanziertes Verhalten nicht nachvollziehen konnte.

Zum Ende hin wurde es dann nochmal richtig spannend, das I-Tüpfelchen war dann ein wirklich fieser Cliffhanger, der definitiv Lust auf den zweiten Band macht.

Eine süße, märchenhafte, aber auch düstere Geschichte. Das Konstrukt der beiden Welten fand ich sehr interessant. Beeindruckend waren für mich insbesondere die skurrilen Nebencharaktere und die düsteren, verrückten Situationen die daraus entstanden waren. Gerne hätte ich mehr über die Ortschaften und die dort lebenden Menschen erfahren und hätte mir diesbezüglich einen differenzierteren Ausbau gewünscht. Auch entwickelte sich manches meiner Meinung nach zu rasant und ging damit an mir vorbei. Für mich war Elfenfehde somit eine spannende Zwischendurchlektüre.

Vielen Dank an den Zeilengold Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Lunatic Booklover || Just another storyteller

 

HIER geht’s zum Buch.

6 Kommentare zu „Rezension: Mariella Heyd – Elfenfehde

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