Rezension: Adele Griffin – Alles, was ich von mir weiß

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Titel: Alles, was ich von mir weiß
Autor: Adele Griffin
Seiten: 336
Preis: HC, 16,95€
ISBN: 978-3734850127
Verlag: Magellan

„Als Ember einen schweren Autounfall verursacht und ihr Beifahrer Anthony dabei ums Leben kommt, ist nichts mehr so, wie es war. Ember überlebt schwer verletzt, kann sich jedoch an nichts mehr erinnern. Während ihre Eltern und Freunde nicht über die Geschehnisse reden wollen, stellt sich Ember immer wieder dieselben Fragen: Was ist in dieser Nacht passiert? Warum hat sie ihr Gedächtnis verloren? Und vor allem: Wer war Anthony?

Bei der Suche nach Antworten trifft sie auf den geheimnisvollen Kai, der sie wie kein anderer zu kennen scheint. Gemeinsam versuchen sie, der Vergangenheit nachzugehen. Aber ist Ember wirklich bereit, die Wahrheit zu erfahren?“

Vor wenigen Monaten begegnete mir der Magellan Verlag auf Facebook. Prompt stöberte ich auf der Internetseite, die definitiv immer einen Besuch wert ist, und entdeckte zahlreiche optisch sehr ansprechend gestaltete Jugendbücher.
Kurz darauf entschied ich mich dazu, Alles, was ich von mir weiß, als Rezensionsexemplar anzufragen und hatte Erfolg.

Meine Meinung

Das hübsche Cover in Pastellfarben fiel mir direkt ins Auge und machte mich neugierig. Der Inhalt sorgte dann dafür, dass ich gerne mehr über die Geschichte von Ember erfahren wollte. Jetzt, wo ich ihn erneut lese, fällt mir übrigens auf, dass ich sehr froh darüber bin, ihn während des Lesens nicht mehr präsent gehabt zu haben (wie so oft). Somit wusste ich nicht mehr genau, was die Folgen des Autounfalls waren.
Der Einstieg gelang mir sehr gut, man erfährt etwas über Ember und ihren Neustart in ihrem alten Leben.
Den Schreibstil fand ich angenehm locker. Ich konnte mich gut auf die Geschichte und die Handlung einlassen, die viel mehr hergibt als eine kleine, nette Erzählung über das Leben einer Jugendlichen, die einen Gedächtnisverlust erlitt.
Neben den alterstypischen Themen (Schule, Freundschaften, Cliquen, Liebe…) geht es um Selbstfindung sowie diverse Aspekte des Trauerns und eventuelle psychische Folgen dessen.

Ember war mir auf Anhieb sympathisch. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch freute ich mich gemeinsam mit ihr über jede kleine Erinnerung, die situativ wieder präsent war. Oft kamen diese Erinnerungsstücke ganz spontan.

„Und es fühlte sich großartig an, es wieder zu wissen.
Es war ein kleines, überraschendes Geschenk, wie wenn man plötzlich
zehn Dollar in seiner Jeanstasche findet.“

Die Beziehung zu ihren Eltern war sehr emotional, auch konnte ich gut verstehen, dass Ember versuchte, sich etwas zu distanzieren. Nichtsdestotrotz konnte ich ebenso die Intention der Eltern nachvollziehen.
Holden war mir ebenfalls sympathisch. Er gab Ember Sicherheit und Halt, er zeigte sich loyal und wirkte vertraut. Jedes Auftauchen von ihm in der Geschichte sorgte für ein Aufatmen meinerseits. Ich war emotional total eingebunden und betroffen.
Lissa fand ich toll. Sie hatte, im Gegensatz zu Rachel eine gesunde Distanz zu Ember und blickte teilweise „von außen“ auf die Situation. Sie war ihr gegenüber stets ehrlich und direkt, auch machte sie ihr Mut. Rachel war scheinbar durch die emotionale, freundschaftlich sehr enge Bindung oftmals zu nah dran und projizierte Handlungen und Äußerungen von Ember auf ihre Person, was ebenfalls an einem Ereignis lag, welches sich vor dem Unfall abspielte.
Die Rolle von Kai, die sich erst hinterher aufklärte, fand ich sehr spannend und gleichzeitig traurig wie bezeichnend. Zu Beginn war er mir nicht geheuer, ich habe mich aufgrund verschiedener Situationen und Äußerungen oftmals gefragt, was er wohl im Schilde führt.

„Holden hatte recht. Loslassen.
Manches sollte man lieber vergessen. Lebe im Jetzt.
Genieße das Schöne. Ergreife den Moment.
Nur dass es so nicht wirklich lief.
Das Leben war nicht so einfach wie die Slogans auf Kaffeebechern,
die an Krankenhauskiosken verkauft wurden.
Ich musste das schließlich wissen – ich besaß ein ganzes Regal voll davon.“

Das Ende klärte dann alles auf und ließ mich zunächst sprachlos zurück. Ich war völlig beeindruckt, aber ebenso schockiert von dem Verlauf, was aber keinesfalls negativ behaftet war. Es führte eher dazu, dass ich noch sehr lange über die Hintergründe nachgedacht habe, ebenso über die ehrliche und sehr persönliche Danksagung der Autorin.

Fazit

Nachdem ein paar Tage vergangen sind, seit dem ich das Buch beendet habe, kann ich sagen, dass es mich thematisch noch sehr lange beschäftigt hat. Der Inhalt der Geschichte von Ember ist meiner Meinung nach sehr bedeutungsvoll und informativ. Ich erwartete eine leichte Lektüre über eine Jugendliche mit altersspezifischen Themen und wurde total überrascht und beeindruckt. Die Danksagung der Autorin hängt mir nach wie vor im Gedächtnis. Eine klare Leseempfehlung meinerseits!
Alles, was ich von mir weiß“ gehört für mich persönlich in die Kategorie:14657800_1115786608491020_1571496987_n

Vielen Dank an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar!

Hier geht’s zum Buch.

Zum Autor:

Adele Griffins von der Presse hochgelobte Kinder- und Jugendromane wurden mehrfach für den National Book Award nominiert und gewannen unter anderem den ALA Best Book for Young Adults Award. Das unvollendete Leben der Addison Stone landete gleich mehrmals auf Bestenlisten, u.a. von Booklist und Romantic Times. Heute lebt und arbeitet Adele Griffin mit ihrem Mann Erich, ihren zwei kleinen Kindern und ihrem Hund, Edith, in Brooklyn, New York.
https://www.randomhouse.de/Autor/Adele-Griffin/p433496.rhd

7 thoughts on “Rezension: Adele Griffin – Alles, was ich von mir weiß

  1. Der Magellan Verlag hat sooo tolle Bücher, er verdient viel mehr Aufmerksamkeit! ‚Die Quersumme von Liebe‘ hat mir zum Beispiel auch sehr gut gefallen.

    ‚Alles, was ich von mir weiß‘ steht dann ab heute übrigens auch auf meiner Wunschliste. 🙂

    Gefällt 1 Person

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