Als ich kürzlich ein Foto mit einem Gamingshirt geposted habe, erhielt ich mehrere Kommentare, die auf das Gamerdasein und dessen positive Aspekte bezogen waren. Daraufhin kam mir die Idee für diesen Beitrag in den Sinn, der keinesfalls bierernst gemeint ist, sondern eher humorvoll. Ich möchte euch ein paar Vorteile nennen, die das Dasein als „Gamer“ – in welcher Form auch immer – so hat, denn dass man gerne spielt bedeutet keinesfalls, dass man ein kindischer Zombie ohne soziale Kontakte und ohne „richtigen“ Beruf ist. Eigentlich ist es sogar mit das coolste überhaupt!
Leveln statt altern
Gamer altern nicht, sie leveln. Somit ist es völlig egal, ob man 14, Mitte 20, Anfang 30 oder Ende 50 ist, letztendlich ist das sowieso nur eine Zahl und je höher das Level ist, desto besser – ihr kennt das. Charaktere mit höheren Leveln haben nicht nur mehr Erfahrung, sie haben außerdem zahlreiche Fähigkeiten erlernt und ausgebaut, wissen meist worauf es ankommt und können in vielen Lebenslagen davon profitieren. Auch können Personen mit einem niedrigeren Level von ihnen lernen. Außerdem bedeutet ein hohes Alter nicht unbedingt, dass man weise, erfahren und/oder geübt ist. Ein hohes Level in der Regel aber schon. Ich habe kürzlich Level 30 erreicht und bin ehrlich gesagt ziemlich stolz drauf.

Das innere Kind bewahren
Der Konsole und auch dem PC ist es völlig egal, wie alt man ist, bzw. welches Lebenslevel man erreicht hat. Und anderen Gamern übrigens (in der Regel) auch. Viele von euch werden sicherlich schon mal gehört haben, dass man aus dem Alter doch längst heraus sei, dass es kindisch sei, seine Freizeit mit einer Konsole zu verbringen und dass Erwachsene nichts in bunten, fantasievollen Spielwelten zu suchen haben. Lasst euch davon nicht ärgern, denn eigentlich ist es doch mehr als traurig, dass viele Menschen ihr inneres Kind nicht bewahren konnten/wollten/durften und ab einem gewissen Alter nur noch ein „Erwachsener“ sind. Und wer gibt überhaupt vor, was es bedeutet, erwachsen zu sein? Man kann durchaus erwachsen und verantwortungsbewusst sein und „trotzdem“ gerne vor der Konsole und dem Computer sitzen. Und da erlebt man schließlich manchmal mehr, als andere im richtigen Leben! Ein weiteres Vorurteil was immer mal wieder mit Gamern verknüpft wird ist, dass sie arbeitslos seien – vermutlich genau WEIL sie so viel spielen, oder ihr Geld mit dem Spielen verdienen, was ja auch kein richtiger Beruf sei. Funfact 1: Spiele kosten Geld, ebenso Konsolen, Controller, Headsets und Co. Computerspieler müssen immer mal aufrüsten oder Elemente neu anschaffen, um über Jahre mithalten zu können, vor allem was die Grafik betrifft. Der ganze Spaß kann also, je nach Ausmaß, ziemlich teuer werden, wofür man wiederum einen Job braucht. Funfact 2: Gamer, die mit ihrem Hobby ihr Geld verdienen, haben trotzdem einen „richtigen“ Beruf, denn immerhin können sie damit scheinbar ihr Leben finanzieren. Das ist (leider) nicht oft der Fall, aber kein Ding der Unmöglichkeit.
Erkunden fremder Welten
Video- und Computerspiele besitzen oftmals wahnsinnig fantasievolle, bunte, aber auch düstere, mysteriöse, postapokalyptische Settings. Diese kann man erkunden, ohne dass man dafür das Haus verlassen muss – was sehr praktisch ist, denn nicht jede Welt ist ungefährlich. Man braucht weder Reisepass noch eine besondere Ausrüstung, außer die, die man halt generell so zum Zocken benötigt (wieso hat mir eigentlich damals niemand gesagt, dass ein Headset so viel cooler ist, als normale Boxen??). Man kann es sich auf der Couch oder im Sessel gemütlich machen, etwas leckeres trinken & knabbern und dabei eindrucksvolle Bilder genießen, indem man die Ortschaften im Game erkundet, egal ob im alten Griechenland, im futuristischen Amerika oder ein radioaktiv verstrahltes Ödland.
Skills & Kenntnisse
Verschiedene Waffenarten und deren Eigenschaften, das Herstellen von Pfeilen und Bögen, das Erklimmen von Felswänden, das Schleichen ohne entdeckt zu werden, Autofahren, Busfahren, Landwirtschaft und Karaokesingen, der Aufbau einer eigenen Zivilisation, … man erfährt so einiges über alle möglichen Bereiche. Und wer weiß, wo diese Kenntnisse und Fähigkeiten mal nützlich sein könnten? Schlecht ist es sicherlich erstmal nicht, solche Dinge zu wissen. Und ich bin doch bestimmt nicht die einzige, die davon ausgeht, dass sie Autofahren in erster Linie bei stundenlangen Need for Speed-Sessions gelernt hat, oder? ODER?? Die GTA Teile spielen dahingehend sicherlich auch eine Rolle, aber da gab es rote Ampeln und an denen hält man nur, wenn man zockt und sich dabei (warum auch immer) so denkt: jetzt tu ich mal so als ob ich auf Verkehrsregeln Wert legen würde. So will es das Gesetz. Spoiler: dieses Phänomen hielt meist eh nie länger als 2,5 Minuten an, weil langweilig.
Hand-Augen-Koordination
Ich bin fest davon überzeugt, dass man beim Zocken seine Hand-Augen-Koordination trainiert, egal ob an der Konsole oder am PC. Am Controller ist oftmals der Einsatz von mehreren Fingern notwendig, um verschiedene Anforderungen zu bewältigen, sei es Klettern ohne vom Berg zu rutschen – was tödlich enden könnte, oder ganz typisch: laufen, gucken, Items sammeln, zielen, schießen – und das manchmal am besten gleichzeitig, während man aber auf den Bildschirm schaut und nicht auf die Finger. Auch am PC braucht man beide Hände, denn die linke Hand kümmert sich um die Bewegungsabläufe, die rechte während dessen um die Richtung sowie um das Benutzen von Waffen und anderen Gegenständen. Und Spiele, Gegner und Co. warten nicht, also ist ein gewisses Tempo in der Handlung auch noch recht wichtig. Oftmals sogar überlebenswichtig.
Community
Einige wissen es bereits, aber der Vollständigkeit halber erzähle ich es nochmal: ich habe früher sehr viel am PC gezockt, konsolentechnisch hatte ich damals nur eine PlayStation 1, aber die war nach ein paar Jahren lost und der PC eh viel interessanter. Irgendwann waren andere Dinger wichtiger, sodass ich jahrelang kein einziges Game angefasst habe. Und vor ca. einem Jahr kam es dann so über mich und ich kaufte (wie so oft) in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine PlayStation 4. Auslöser dafür war unter anderem Horizon Zero Dawn, was es nur für diese Konsole gibt – ich wollte es unbedingt spielen. Und es hat sich wirklich mehr als gelohnt: in diesem Beitrag habe ich ausführlich über das Game berichtet. Vor einigen Wochen kam ich durch Bianca darauf, mich mal wieder vor den PC zu setzen, um gemeinsam mit ihr Dead by Daylight zu spielen. Daraufhin kam eines zum anderen, ich kaufte weitere Spiele und mittlerweile verbringe ich den größten Teil meiner Freizeit (wieder) mit dem Gaming und allem, was dazu gehört. So habe ich dann auch mal ein paar gamingbezogene Fotos auf Instagram & Facebook geteilt und die Reaktionen waren wahnsinnig positiv. Falls ihr also auch Bock drauf habt, oder eh schon gerne zockt, traut euch – berichtet darüber, zeigt Fotos, plaudert über Spiele. Es lohnt sich. Die Community ist wirklich toll, zumindest habe ich es bisher stets so erlebt. Natürlich gibt es auch dort, wie vermutlich in jeder Community, Missgunst & Neid, aber das Positive überwiegt für mich. Vor allem bei Instagram ist der Austausch total spannend sowie bereichernd, ich entdecke immer wieder neues für mich, auch basiert dieser auf gegenseitigem Interesse und wertvollen Tipps, ohne überaus belehrend zu sein.
Merchandise
Und weil wir vermutlich alle noch nicht genug davon haben, gibt es natürlich auch zu den meisten Games passendes Merch, also noch eine großartige Möglichkeit, seine Kohle dafür auf den Kopf zu hauen – nur für den Fall, dass man mal nicht weiß wohin damit. Neuerdings habe ich die Steelbooks für mich entdeckt und kaufe aktuell ein paar nach, auch ohne Discs. Viele Spiele zocke ich am PC als Download-Version, was sich aber auf Fotos natürlich nicht so gut macht, also ist es umso praktischer, hübsche Steelbooks von diversen Games im Regal stehen zu haben, vor allem von den Lieblingsspielen. Darüberhinaus trage ich meine Video- und Computerspielhelden*innen gerne auf Shirts, gerahmt an der Wand und auf Tassen – schließlich verbringe ich mit ihnen fast genauso viel Zeit wie mit Menschen im real life, haha. Diesbezüglich shoppe ich übrigens am liebsten bei EMP (Werbung, unbezahlt, ohne Auftrag, weil Liebe).

Das waren sieben Vorteile am Gamerdasein, die mir in den Sinn gekommen sind. Es hat wirklich Spaß gemacht, darüber zu schreiben, vor allem weil ich dabei nicht super ernst sein muss, oder eher möchte. Fallen euch weitere Vorteile ein? Gibt es für euch Nachteile? Für mich persönlich besteht der einzige Nachteil darin, dass ich die Zeit zum Spielen nicht direkt dazu kaufen kann – das wäre echt mal mehr als praktisch. Weiß da jemand was?














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