Kurzrezension: Margit Ruile – God’s Kitchen

Celine kann in die Zukunft sehen, sie ist eine Hellsichtige, was sie selbst kaum glauben und erfassen kann. Sie beginnt ein Praktikum am Institut für neuronale Informatik. Dort trifft sie auf Chi, ein ganz besonderes Kind. Plötzlich kommt es im Institut zu mysteriösen Todesfällen und Celine muss handeln.


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Zum Release erhielt ich überraschend eine Mail vom Verlag, in der ich mir dieses eBook runterladen durfte. Im Urlaub kam ich nun endlich dazu, es zu lesen. Wie eigentlich immer hatte ich weder besondere Erwartungen, noch wusste ich überhaupt, worum es genau geht. Und das war auch gut so.

In God’s Kitchen geht es um Celine, die Zukunftsvisionen hat, die sie selber nicht ganz einordnen kann. Sie beginnt ein Praktikum, bei dem sie auf Chi trifft, ein Roboter, der aussieht wie ein Kind. Celine weiß, dass es sich um eine Maschine handelt, doch aufgrund der unglaublich menschlichen Erscheinung und Chis Mimik und Gestik, die sie von einzelnen Menschen kopiert hat, baut sie eine Beziehung zu ihr auf, die ihr bald zum Verhängnis werden soll. Im Institut trifft Celine auf weitere interessante Charaktere, allen voran Pandora, die sie letztendlich zu dem Job überredet und eine interessante Rolle in ihrer Vergangenheit, aber auch in der Zukunft spielt.

„Es ist eine sehr umstrittene Forschung. Es gibt Leute, die sagen, man legt damit die Menschen zu sehr fest und nimmt ihnen die Entscheidungsfreiheit. Aber ich denke, wir brauchen sie, um die Welt berechenbarer zu machen.“
(God’s Kitchen, Margit Ruile)

Den Verlauf der Geschichte empfand ich als unvorhersehbar und sehr spannend. Die Integration eines Roboters in Kindergestalt, der Menschen therapieren soll, fand ich unfassbar cool. Chi fand ich von Beginn an ziemlich creepy und zugleich faszinierend, was natürlich wiederum einen immensen Reiz besaß, sodass ich den Reader nicht aus der Hand legen wollte. In den letzten Kapiteln kam ans Tageslicht, was sie für eine besondere Aufgabe besitzt, was es nicht weniger gruselig machte. Celine wurde daraufhin mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert und erkennt erst dort, was sie innerlich schon immer beschäftigt hat, ohne dass sie es sich bisher eingestehen wollte.

Es gab viele actionreiche Szenen, die sich zum Ende zuspitzten und dann doch wieder ruhiger wurden und einen angenehmen Abschluss fanden. Besonders interessant fand ich die dargestellten Zukunftsvisionen die Menschen betreffend, die mich durch die Verwendung eines Speichermediums für das Bewusstsein, das in Maschinen etc. hochgeladen werden kann, an die Serie Altered Carbon erinnerte.

Die Handlung spielte sich hauptsächlich im Institut ab, es gibt wenige Ortswechsel. Umso mehr habe ich mich dann über den besonderen Garten und Kairos gefreut. Gerne hätte ich noch mehr über die dortige Welt an sich erfahren, denn alleine das Cover macht neugierig darauf, mehr über das ganze Setting zu lesen.

God’s Kitchen hat mich mit seiner besonderen Thematik aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz und der Skurrilität eines Kind-Roboters gut unterhalten.

Kategorie: Buchtipp

Weitere Meinungen

Lieblingsleseplatz ∗ Tintenhain

 


InhaltChi sieht aus wie ein Kind. Blass und schmal. Die Züge so bleich. Die Haut zart und durchscheinend. Lange Wimpern an den Lidern der mandelförmigen Augen.

Fast echt.

Denn Chi ist ein Roboter, an dessen Programmierung die 19jährige Celine während ihres Praktikums am Institut für neuronale Informatik mitarbeiten soll. Obwohl Celine weiß, dass Chi nur eine Maschine ist, baut sie eine Beziehung zu ihr auf. Aber als es zu ungeklärten Todesfällen am Institut kommt, ist klar, dass das Projekt gestoppt werden muss.

Ein atmosphärischer Thriller über künstliche Intelligenz, computerdatenbasierte Zukunftsprognosen versehen mit einem Schuss Westworld.Quelle

Werbung | Margit Ruile | I God’s Kitchen | Verlag: Loewe |  Leseprobe | 12.03.2018 | 320 Seiten | 14,95€ | Amazon

Danke an den Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar.*

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