Rezension: Julianna Grohe – Die vierte Braut

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Infos
Titel: Die vierte Braut
Autor: Julianna Grohe
Seiten: 343
Preis: eBook: 4,99€, TB: 14,90€
Verlag: Drachenmond

„In Wahrheit war die Sache mit Cinderella ganz anders …

Auf Wondringham Castle findet eine riesige Brautschau mit vielen Prüfungen statt. Unzählige junge Damen aus allen Teilen des Landes kommen zum Schloss, um die Gunst eines der vier Prinzen zu erlangen. Aber die junge Gouvernante Mayrin Barnaby, die durch unglückliche Umstände ebenfalls dorthin gerät, will gar keinen Königssohn heiraten, sondern nur schnellstmöglich zurück nach Hause. Dort warten ihre beiden jüngeren Geschwister auf sie, für die sie verantwortlich ist.

Als jedoch der charismatische Hauptmann dafür sorgt, dass Mayrin bleiben kann, beginnt ein aufregendes Abenteuer voller Leidenschaft und Intrigen.“

Auf einer Lesung im Drachennest begegnete mir Die vierte Braut. Die Passagen wirkten total humorvoll, aber auch spannend, sodass ich das Buch kaufte.
Und auch beim Lesen wurde ich gut unterhalten.

Meine Meinung

Der Einstieg erfolgte über die „Bewerbung“ von Mayrin für eine Brautschau, die eigentlich gar nicht so ernst gemeint war, wie sie dann jedoch aufgefasst wurde. Daraufhin wäre ich am liebsten ins Buch gehüpft, um die Menschen in Mayrins Umfeld darauf hinzuweisen, ihr doch bitte zuzuhören und sie aussprechen zu lassen. Doch dies war natürlich nicht möglich, und so nahm die Geschichte ihren Lauf.

Im ersten Teil plätscherte die Handlung etwas vor sich hin, trotzdem fühlte ich mich nicht gelangweilt. Ich lernte nach und nach zahlreiche interessante Charaktere kennen, allen voran die situativ etwas naiv und jung wirkende May(rin). Einerseits zeigte sie sich fürsorglich und verantwortungsbewusst, insbesondere im Bezug auf ihre jüngeren Geschwister, andererseits schien sie teilweise ein Brett vor dem Kopf zu haben. Und manchmal hätte ich gerne versucht, sie wachzurütteln.

Ihre Geschwister Neela und Leo fand ich putzig und durch ihre kindliche Art irgendwie erfrischend. Tionne, Mays beste Freundin war mir sympathisch. Die beiden Mädels gaben sich gegenseitig Halt. Trotz des Konkurrenzkampfes gingen die Mädchen sehr nett miteinander um, ebenso ein paar der anderen Zimmermitbewohnerinnen.
Mr. Kane war mysteriös, punktete bei mir aber insbesondere durch sein Verständnis, seine Fürsorge und die eine oder andere Aktion, die für Momente in der Geschichte sorgte, in denen May sorglos und einfach sie selbst sein konnte. Seine herrische Seite empfand ich als angenehmes Sahnehäubchen, ohne sie wäre er mir zu glatt und freundlich gewesen.
Bei Mr. Kanes alter Bekannten Margret ging mir das Herz auf, schon, als sie das erste Mal die Tür öffnete und ihre Gäste begrüßte. Wen genau – und vor allem, was dies dann für Auswirkungen hatte, müsst ihr natürlich selber herausfinden.

Die zweite Hälfte beinhaltete dann einige dramatische Ereignisse und überraschende Wendungen, die mir die Luft raubten.
Insgesamt gefiel mir die Thematik ziemlich gut, vor allem die gelungene Integration des Hauptmannes und seiner Geschichte. Verschiedene Intrigen und mysteriöse Geschehnisse sorgten für ein stetes Jagen nach Antworten.

Das Ende ist abgeschlossen, passend und märchenhaft.

Fazit

Es handelt sich um eine spannende, süße Geschichte einer Protagonistin, die ungewollt an einer Brautschau teilnimmt, dabei interessanten Menschen begegnet und diverse, zum Teil dramatische Situationen bestreiten muss, um aufgrund ihrer ganz eigenen Motivation „am Ball“ zu bleiben. Ich kann sie allen empfehlen, die Lust auf ein nettes, unterhaltendes Buch für zwischendurch haben, welches einen schmunzeln und träumen lässt.
Die vierte Braut gehört für mich persönlich in die Kategorie: 14677973_1115786601824354_2006440360_o

Hier geht’s zum Buch.

Zum Autor

Ich bin 1974 geboren und lebe mit meinem Mann und meinen beiden (fast immer) zauberhaften Töchtern in einem winzigen Dorf im… hohen Norden Deutschlands, in der Nähe von Lübeck. Außen an unserem Haus sieht man roten Backstein, innen in (mindestens) zwei Zimmern rosa Barbie-Höllen. Außerdem gehört zu meiner Familie (als männliche Verstärkung), ein leicht übergewichtiger graugetigerter Kater, der regelmäßig gegen vier Uhr nachts unser stoffbezogenes Bett zum Kratzbaum umfunktioniert. Schon als Kind ging die Fantasie häufig mit mir durch, nicht immer zur Freude meiner Umwelt … Als Jugendliche schrieb ich meine erste richtige Geschichte, es war ein Pferdeabenteuer. Vor einiger Zeit fand ich dann eines Morgens in der Zeitung einen guten Ratschlag: „Frönen Sie einer Leidenschaft. Diesen Monat schreiben Sie einen Roman.“ Obwohl sich das als nicht ganz so einfach wie gedacht entpuppte, war das Ergebnis der Liebesroman „Sang- & klanglos“, gefolgt von der „vierten Braut“.
Quelle

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