Rezension: Phil Jimenez, J. M. DeMatteis – Wonder Woman: Götter von Gotham | Comic

Interessanter Mix aus Mythologie und Superhelden-Action

Phil Jimenez, J. M. DeMatteis | Wonder Woman: Götter von Gotham | Storys: Wonder Woman 164-167 | Verlag: Panini | Leseprobe | 14.03.2017 | 100 Seiten | TB: 12,99€ | Rezensionsexemplar* | Kaufen?

Die Kinder von Kriegsgott Ares – die uralten Götter der Zwietracht, der Furcht und des Schreckens – werden in Gotham wiedergeboren und übernehmen die Körper uns bekannter Schurken. Finstere, mächtige Kräfte der Mythologie treffen geballt auf die Superhelden-Action in Gotham.


Als ich mal wieder durch das Angebot meines Comicdealers stöberte entdeckte ich dieses Softcover Comic (das es im Übrigen auch als Hardcover-Ausgabe gibt). Alleine die farbliche Gestaltung fand ich sehr ansprechend, aber auch den vielversprechenden Mix aus Wonder Womans Mythologie und Batmans Dasein in Gotham – zwei meiner Lieblinge aus dem DC-Universum.

Für mich als Comic-Neuling ist es immer wieder spannend, verschiedenste Storys zu entdecken. Auch finde ich es wichtig, Comics lesen zu können, bei denen kein großes Vorwissen nötig ist. Und auch hier fand ich somit den einleitenden Text und das darauffolgende Charakterglossar sehr hilfreich. Durch den rasanten Verlauf und die actiongeladenen Kampfszenen kam ich punktuell ein wenig durcheinander, sodass ich immer mal wieder in die Beschreibungen der Figuren blinzelte.

Durch die Vermischung von Mythologie und Superhelden-Schurken-Thematik gab es zahlreiche skurrile und humorvolle Szenen, in denen auch der Joker und Poison Ivy ihren Auftritt hatten. Die Sprache war punktuell an die jeweilige Seite bzw. Kultur angepasst was durch die körperliche Übernahme der zerstörerischen Gottheiten teilweise total witzig wirkte, denn plötzlich spricht ein sonst so verrückter Joker über die Kinder des Ares und die Verwüstung der Welt.

„Und sie haben sich ausgerechnet den Joker als Mitspieler ausgesucht? Sind die irre?“
„Blöde Frage.“

Durch den Kampf, der sich durch den größten Teil des Comics zog, flog ich so durch die Seiten, musste jedoch manch eine Szene noch ein zweites Mal lesen, oder kurz zurückblättern, da es auf 100 Seiten eine geballte Masse an Charakteren gab, ebenso Orts- und Zeitsprünge. Dennoch fühlte ich mich super gut unterhalten, die Mischung war auf jeden Fall mal was Neues. Interessant fand ich besonders die Einblicke in Batmans Persönlichkeit, aber auch die Gegenüberstellung von Wonder Womans und Batmans Ideologien. Auch merkt man vor allem durch die „bösen“ Charaktere, dass die beiden Welten gar nicht so verschieden sind, was die Intentionen betrifft.

Den Twist bezüglich Ares fand ich sehr gelungen, ich wurde überrascht, denn mit derartigen Äußerungen und Ansichten, die immensen Einfluss auf den Verlauf hatten, habe ich so gar nicht gerechnet. Auch die Nebencharaktere fand ich interessant, allen voran Oracle, auch wenn sie gar nicht in der Übersicht aufgeführt wurde.

Wonder Woman: Götter von Gotham stellt einen interessanten Mix aus Mythologie und Superhelden-Action dar, der mich gut unterhalten hat. Die Thematik war neu und erfrischend, die Handlung actiongeladen, auf den einzelnen Seiten war auf jeden Fall viel los, was Comiceinsteiger jedoch überfordern könnte – neben den vielen Charakteren.


Weitere Meinungen

„Wonder Woman: Die Götter von Gotham ist eine unterhaltsame Geschichte, die die Welten von Batman und der Amazonenprinzessin spannend miteinander vereint und gleich doppelte Superhelden und -schurken Power bietet, die von Anfang bis Ende angenehm unterhält.“ – Splashcomics

„Der Comic ist für einen Output dieser Art ungewohnt textlastig und vollgestopft mit Namen und Begriffen aus der griechischen Mythologie. Wenn man hier nicht so trittsicher ist, wird es das reinste Detektivspiel, das alles nachzuschlagen und in Beziehung zu setzen – wenn man Lust dazu hat. Der Anreiz wird jedenfalls gesetzt. Tolles Cover für ein buntes Spektakel.“ – webcritics

„Definitiv kein Einsteiger Comic, aber mir hat die Mischung aus klassischer Mythologie und Superhelden Action sehr gefallen. Dazu die wunderschönen Zeichnungen und viel Text im Comic! – Geek Whisper

Blatt-Trenner

Klappentext

Neue Übersetzung! Erstmals als Sammelband!

Joker und andere Schurken werden zu mächtigen Göttern

Mit Batman, Nightwing und vielen mehr [Quelle]


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Vielen Dank an den Panini Verlag für das Rezensionsexemplar*.

 

12 Antworten auf „Rezension: Phil Jimenez, J. M. DeMatteis – Wonder Woman: Götter von Gotham | Comic

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  4. valarauco

    Liebe Nicci,

    das klingt wirklich gut ^^ ich glaube ich muss bei Gelegenheit hier auch mal wieder den Comicladen aufsuchen und mich durch das Sortiment stöbern!
    Dein Tipp ist wie immer Gold wert und ich werde in definitiv auf meine Wunschliste setzen!

    Liebe Grüße,
    Marion

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  6. Nana

    Ich bin ebenfalls ein absoluter Comic-Neuling und freu mich deshalb besonders über deine Besprechung. :D Das klingt tatsächlich spannend (und ich hab’s sowieso mit Mythologie… ♥)

    Liebste Grüße und ein fabulöses WE,
    Nana

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