Kurzrezension: Richard Marazano, Xiao Shang – S.A.M. Band 1: Nach dem Menschen | Comic

Comic, Dystopie und jugendliche Gruppendynamik

Richard Marazano, Xiao Shang | S.A.M. Band 1: Nach dem Menschen… | Verlag: Splitter | übersetzt von: Swantje Baumgart | 01.08.2017 | 48 Seiten | HC: 14,80€ | Kaufen?

Unsere Welt, in einer möglichen Zukunft… Eine Gruppe Teenager, auf sich allein gestellt, ist gezwungen, sich in einer verwüsteten, namenlosen Mega-City durchzuschlagen. Ansonsten lebt dort, wächst dort nichts mehr, außer ein paar Flechten oder Ratten. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste: Roboter machen Tag und Nacht Jagd auf alles, was sich womöglich doch noch an menschlichem Leben irgendwo in den Ruinen verbirgt. Doch eines Tages stößt ein Spähtrupp auf einen Roboter, der sich auffällig anders verhält. Nicht nur, dass er die Gruppe nicht angreift, er scheint sogar eher die Nähe von Menschen zu suchen.

Eine düstere Dystopie mit reichlich Action und Manga-Anklängen, zugleich eine hochspannende Parabel über Verständigung und Vertrauen. [Quelle]


kurz gesagt

Das ist der erste Comic, den ich aus dem Hause des Splitter-Verlags lese und ich kann sagen, dass ich das große Format ziemlich cool finde, denn es bietet viel Platz für zahlreiche Panels auf jeder Seite, auch kommen Bilder, die fast ganze Seite einnehmen natürlich noch viel intensiver rüber. Gelungen fand ich vor allem die Charakterübersicht am Anfang des Buches und Infos über S.A.M. und seinen Aufbau auf den letzten Seiten.

SAM innen

Auch die Farben gefielen mir richtig gut. Ähnlich wie schon auf dem Buchcover sind sie in warmen, dunklen Erdtönen gehalten. Insbesondere actionreiche Szenen wurden sehr lebendig dargestellt, sodass ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen hatte. Auf manchen Seiten verharrte ich jedoch ein wenig länger, als auf anderen, denn es gab richtig viel zu entdecken.

Die Thematik wirkte durch das postapokalyptische Setting wahnsinnig spannend, aber auch bedrückend, die Stimmung zwischen den Kids war eher angespannt, es gab viele Konflikte. Aufgrund der brenzligen Lage in der sie sich befinden völlig verständlich, denn sie hängen bereits jahrelang auf engem Raum aufeinander, die Vorräte gehen zur Neige und die Umgebung ist alles andere als sicher. Besonders Yann fand ich toll, denn er gab die Hoffnung nicht auf und zeigte sich unwahrscheinlich mutig. Ella fand ich sympathisch, sie schaffte es, an Yann heran zu kommen und hatte Vertrauen in ihn. Auch S.A.M. war total cool, ich bin sehr gespannt, was da noch so kommt.

(Grafik öffnet sich per Klick im neuen Fenster und kann vergrößert werden)

Der erste Band von der vierteiligen Reihe S.A.M. stellt für mich einen gelungenen Einstieg in eine dystopische, düstere Geschichte über ein paar Jugendliche dar und punktet vor allem durch eine angenehme Farbwahl, mysteriöse Roboter und ein beeindruckendes Setting. Comic, Dystopie und jugendliche Gruppendynamik – drei coole Aspekte der Buchwelt vereint. 

Kategorie: Buchtipp


Weitere Meinungen

„Manga- und Anime-Fans, die sich schon länger mal ein prachtvolles Hardcover aus dem Splitter-Verlag zulegen wollten, haben hier eine gute Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.“ – DeepGround

„„Nach dem Menschen …“ ist der erste von vier Bänden in der Reihe S.A.M, die Fortsetzung kommt bereits im November und ich werde auf jeden Fall dran bleiben.“ – Booknapping

„Der Grundstein ist jedoch solide und verspricht, bei qualitativ konstanter Fortführung, am Ende ein wundervolles Konstrukt zu werden, das man sich bedenkenlos ins Regal stellen kann; nachdem man es gelesen hat, versteht sich!“ – Captain Comix

Blatt-Trenner


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10 Antworten auf „Kurzrezension: Richard Marazano, Xiao Shang – S.A.M. Band 1: Nach dem Menschen | Comic

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  7. booknapping.de

    Hi Nicci
    Spannend, dass dies dein erster Comic im Albenformat war. Und ich freue mich sehr, dass er dir rundum gut gefallen hat 🤓
    Band 2 wartet hier schon länger auf mich, es wird Zeit, dass ich ihn endlich lese.

    Danke auch fürs Verlinken 😙

    Liebe Grüße,
    Sandra

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