Was mich an Blogs nervt

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Liebe Leser.

Kürzlich fand die Aktion #litnetzwerk statt, bei der es darum ging, sich durch diverse Blogs zu klicken, Kommentare zu hinterlassen, aktiv zu sein, zu stöbern und vielleicht neue Bloglieblinge für sich zu entdecken. Auch ich habe einen ganzen Tag damit verbracht und schnell festgestellt, dass es zahlreiche Dinge an Blogs gibt, die mich nerven. Das soll weder arrogant noch anmaßend wirken. Ich möchte einfach ein paar Punkte aufzählen, die dem einen oder anderen vielleicht dabei helfen, etwas am Blog zu verändern, um mehr Leser für sich zu gewinnen. Denn ich kann mir vorstellen, dass ich keinesfalls die einzige bin, die dies so sieht.

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Farben über Farben

Ich bin ein Mensch, der viel über die Optik macht und sich davon auch schnell beeindrucken, oder halt abschrecken lässt. Wenn ich einen Blog öffne, der schon verschiedene, oder sehr grelle, Hintergrund- und Schriftfarben besitzt, oder sogar animierte Hintergründe (!!!) ergreife ich die Flucht. Wenn ich dann noch merke, wie mein Mauszeiger zu einem Schmetterling oder ähnlichem wird, kann diese besagte Flucht gar nicht schnell genug erfolgen. 

Fotoflut oder -flaute

Ebenfalls sorgt eine Bilderflut in Beiträgen für selbiges Phänomen. Ich liebe Fotos, keine Frage. Ich verwende ja selbst einige. Jedoch fühle ich mich überfordert, wenn innerhalb eines Beitrages nach jedem 2. Satz ein riesiges Foto aufploppt und mein Lesefluss immens gestört wird. Denn das möchte ich schließlich auf einem (Bücher)Blog. Was mich jedoch mindestens genauso nervt ist es, wenn es gar keine Fotos oder Grafiken gibt. Schließlich „isst“ das Auge mit und möchte auch mal ein nettes Cover oder sonst etwas sehen.

Was steht da?

Wenn ich schon kaum entziffern kann, worum es in einem Text geht, bin ich genervt. Verschnörkelte oder zu kleine Schriften etc. sorgen ebenfalls dafür, dass ich gar keine Lust mehr habe weiterzulesen. Das Fenster wird geschlossen, der Blog gerät in Vergessenheit.

Ich sehe den Wald vor lauter Widgets nicht

Ich werde es vermutlich nie verstehen, wieso es auf manchen Blogs mehr Widgets gibt als Beiträge. Auch das überfordert mich, insbesondere wenn sie einfach an allen Seitenrändern sind und den eigentlichen Blog einrahmen, oder sollte ich eher sagen: umzingeln? Bei Widgets gilt meiner Meinung nach: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ich möchte und muss nicht 28 Buttons von Autoren und Verlagen präsentieren, ebenfalls will ich nicht sehen, wer die letzten 10 Kommentare hinterlassen hat. Dies bleibt aber natürlich trotzdem jedem selbst überlassen.

Menü, wo bist du?

Es gibt tatsächlich Blogs, die kein Menü haben. Was ist da los? Ich stöbere gerne auf Blogs, sehr gerne sogar. Ich lese die neuesten Beiträge, wenn diese mir zusagen möchte ich natürlich gucken, was es sonst so gibt. Ich scrolle und scrolle.. aber vom Menü keine Spur. Zack, Fenster geschlossen. Das selbe gilt übrigens für die Suchfunktion, die ich sehr hilfreich wie notwendig finde.

Smileys

Auch dies ist ein Punkt, der mir sehr oft beim Stöbern auffällt. Für mich persönlich gehören Smileys nicht in Rezensionen oder andere Beiträge. Das soll nicht bedeuten, dass man es nicht darf. Ich finde es einfach unpassend. Meiner Meinung nach kann man alles, was man durch Herzchen, Grinsegesichter etc. ausdrücken möchte über den Einsatz des geschriebenen Wortes erreichen.

Ausdruck, alter!

Die Menschen, die mich gut kennen, werden bei dem Punkt vermutlich laut lachen. Ja, ich pöbel mal ganz gerne. Manchmal verfalle ich in einen absoluten Ruhrpott-Slang. Aber: ich bin kein Freund von überwiegend umgangssprachlichen Schreibstilen in Rezensionen und anderen Beiträgen. Und angemessener verbaler Ausdruck und Artikulation gelingt mir übrigens durchaus. Nein, ich schreibe nicht völlig hochgestochen oder professormäßig. Aber über Dinge wie „der Schreibstil ist richtig scheisse“ oder „das Buch ist Dreck“ kann ich nur den Kopf schütteln. Nicht nur, dass ich den Ausdruck in diesen Fällen unpassend finde, es sagt einfach nichts über das Buch aus. „Scheisse“ und „Dreck“ sind keine hilfreichen Beschreibungen des Eindrucks. Wenn man ein Buch nicht gut fand kann man es durchaus passender begründen. Dazu gehört natürlich ebenfalls, dass man auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Co. achtet. Wem das schwer fällt kann die Beiträge von Freunden gegenlesen lassen oder ein Rechtschreibprogramm durchlaufen lassen.

Die Sache mit den Rezensionen

Gestern habe ich einen meiner Meinung nach sehr hilfreichen Beitrag geteilt, in dem es um das Verfassen von Rezensionen ging. Demnach möchte ich hier nicht zu weit ausholen, auch, wenn es das Thema durchaus zulassen würde. Mich persönlich stören Rezensionen, die überwiegend umgangssprachlich geschrieben sind. Ebenso will ich keine Inhaltsangabe lesen, sondern eine Meinung. Und vor allem will ich nicht gespoilert werden! Aus diesem Grund überfliege ich die meisten Rezensionen und lese nur das Fazit. Ich persönlich mag kurze, knackige Rezensionen lieber, als seitenlange Buchanalysen.

Bitte nicht folgen

Warum zum Teufel gibt es auf manchen Blogs keine Folgefunktion? Möchten diejenigen nicht, dass man regelmäßig über neue Beiträge informiert wird? Auch war ich beim Stöbern oft interessiert daran, den jeweiligen Blog per E-Mail zu abonnieren. Leider war das häufig nicht möglich.

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Was nervt euch an Blogs? Wie sind eure Erfahrungen?

148 Antworten auf „Was mich an Blogs nervt

  1. Pingback: Das nerdige Kinderzimmer, Shooter & das Bloggen | Media Monday – Trallafittibooks

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