Montagsfrage (Thema: Cliffhanger/offenes Ende)

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Hallo ihr lieben Büchermenschen!

Diese Woche lautet die Montagsfrage: Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

Kurz und knapp: (Zunächst) Gar nicht!
Das Buch ist total gut, die Geschichte unfassbar spannend, das Ende vielleicht sogar brenzlig, eins kommt zum anderen..
und dann.. Ende. Wie? Warum? Wie kannst du nur, Autor?
Ich blättere weiter.. Danksagung. Und wo sind die fehlenden Seiten? Die Antworten auf all meine Fragen?

Im ersten Moment bin ich teilweise sogar echt wütend, weil ich doch unbedingt wissen MUSS, wie es weitergeht.
Und dann kommt es ganz darauf an, ob ich den Folgeband bereits besitze, ob er immerhin schon erschienen ist, oder ich sogar noch darauf warten muss.
Besitze ich den Folgeband schon, beruhigt mich das ein wenig, da ich weiß, dass ich jederzeit weiterlesen kann.
Auch beruhigt es minimal, wenn ich die Gewissheit habe, dass ich den nächsten Teil kaufen kann.
Ist er jedoch noch nicht erschienen werde ich ungeduldig und fiebre dem Erscheinungsdatum entgegen.

Jetzt kommt aber noch das typische Nicci-Phänomen hinzu, vielleicht kennt ihr es auch.
Nach einem recht offenen Ende, oder sogar miesen, fiesen Cliffhanger und nachdem die erste Wut vergangen und überstanden ist.. lese ich einfach ein anderes Buch 😀
Warum, weiß ich gar nicht genau. Selbst, wenn der Folgeband bereits vorhanden ist, bedeutet das nicht, dass ich direkt mit der Reihe weiter mache. Es kann gut sein, dass bis dahin sogar Wochen, teilweise Monate vergehen.
Und nein, ich vergesse nicht komplett alles. Die wichtigen Ereignisse, Charaktere, etc. bleiben präsent im verpeilten Köpfchen.
Und oft sind die Autoren ja so freundlich, und leiten den Folgeband mit einer kurzen Erinnerung an vergangene Ereignisse ein.

Ein typisches Beispiel für eigentlich alle genannten Punkte ist die Unwandelbaren Reihe von Laura Labas.
Jeder, wirklich JEDER Teil, den ich bisher (3/5) davon gelesen habe, endet mit einem Mittendrinstattnurdabei-Cliffhanger.
(Laura bekommt übrigens jedes Mal eine Wut-Nachricht von mir, hrhr…)
Aber Laura schafft es, dass ich zu Beginn des jeweiligen Folgebandes direkt wieder im Geschehen bin, da die Protagonistin vergangene Ereignisse für sich reflektiert und mir somit einen Überblick verschafft.
Hier geht’s zu meiner Rezension von „Pharos“ (Die Unwandelbaren 1).

Eine spannende Reihe, die ich wirklich jedem empfehlen kann!

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Letztendlich ist es ja auch einfach so, dass Cliffhanger und offene Enden oftmals dafür sorgen, dass wir die nächsten Bände ebenfalls sofort haben (und eventuell direkt damit anschließen) wollen.
Insofern finde ich sie nervig, andererseits aber auch praktisch, weil man dadurch nicht die Lust verliert, die Reihe weiterzulesen, je nachdem natürlich, wie einem das jeweilige Buch insgesamt gefiel. Somit eine echte „Hassliebe“.

ABER… Bei „The Club“ ging es mir anders.
Die Idee der Geschichte war grundsätzlich gut und spannend. Jedoch wurde ich mit den, meiner Meinung nach unautentischen, Charakteren nicht warm. Auch konnte mich der Schreibstil nicht überzeugen. Das Ende war relativ offen, viele Fragen blieben unbeantwortet. Und trotzdem werde ich die Reihe (vorerst) nicht weiterlesen.
Hier geht’s zu meiner Rezension.

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Insgesamt komme ich also recht gut mit Cliffhangern und offenen Enden klar, nachdem die erste Wut verflogen ist 🙂
Trotzdem hat man sie immer präsent, wenn man an bestimmte Bücher zurückdenkt.
Aber so bleiben sie natürlich erst recht im Kopf…
Ist allerdings keine Fortsetzung geplant, stimmen sie mich eher unzufrieden, weil ich doch gerne wüsste, wie es weitergeht, auch, wenn ich nicht direkt weiterlese.

Offene Enden von Einzelbänden (oder auch bei einem Reihenfinale) regen die eigene Phantasie und Interpretation an, weshalb ich sie grundsätzlich nicht schlimm finde, meist sogar ziemlich interessant. Die Geschichte bleibt im Gedächtnis, oft kommt man noch viel später darauf, wie es eventuell weitergehen könnte, oder wie bestimmte Handlungen, Äußerungen, Aspekte gemeint sein könnten. 

Was denkt ihr über Cliffhanger?
Hassliebe? No Go?
Verleiten sie euch zum (direkten) Weiterlesen?
Oder könnt auch ihr zunächst mit einem ganz anderen Buch weitermachen?

Schreibt eure Erfahrungen in das Kommentarfeld, gerne dürft ihr euch mit eurem Blog an der Montagsfrage beteiligen.
Die Frage erscheint jeden Montag auf Svenjas Blog „Buchfresserchen“. Schaut doch mal bei ihr vorbei.

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12 thoughts on “Montagsfrage (Thema: Cliffhanger/offenes Ende)

  1. WEiterlesen – das kenne ich gut. Man schließt einfach damit ab.

    „The Club“… jedes Mal, wenn ich das Cover sehe, denke ich „geil!“. Wenn ich an den Klappentext denke, auch. Aber sobald ich mich an die Leseprobe mit ihren Klischees erinnere weiß ich: Wenn ich es mal günstig auf dem Flohmarkt für einen Euro bekomme, dann lese ich es 😛

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      1. Das ist bei vielen Büchern so. Aber es wundert mich nicht. Wenn ein Genre oder ein Thema gut funktioniert, veröffentlicht man weitere Bücher in dieser Richtung. Man will sich dem Leser anpassen, Erwartungen befriedigen – es ist wenig Platz für Neues. Umgekehrt gibt es Autoren, die „relativ“ radikal schreiben und den Otto-Normal-Leser damit so abstoßen, dass ihre Bücher nur für einen kleinen Kreis gut konsumierbar sind. Das ist sehr schade. Andererseits bieten Selfpublisher genau diese Möglichkeit – wenn wir Leser mittels Rezensionen mitteilen, was wir gern lesen würden bzw. was funktioniert und was nicht 🙂

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  2. Hellooow! -^.^-

    Grundsätzlich komme ich mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger ganz gut klar. Beides muss aber stimmig sein und zur Geschichte passen. Bei manchen Bücher passt ein offene Ende einfach perfekt und alles andere würde nur die Geschichte ruinieren.

    Bei Lieblingsautoren kann ich aber nicht warten, bis sie die Trilogie oder Reihe fertig haben D: Das würde mich verrückt machen ahah :’D Ich hatte es zum Glück nicht oft. Denn meine Leseliste ist genug lang und in der Zeit zwischen irgendwelche Band 1 und 2 habe ich schon andere Geschichten, die mich ablenken ;D

    Offene Enden machen die Geschichte noch realistischer und deswegen habe ich auch sehr gern 🙂

    Hier findest du meinen Beitrag für diese Woche ^_^

    Liebe Lesegrüße,
    Lumina

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  3. Cliffhanger kann ich nicht leiden, offene Enden hingegen liebe ich. Unter einem offenen Ende verstehe ich, dass es offen bleibt, also kein Folgeband mehr kommt, das finde ich super, wenn es denn gut gemacht ist. Cliffhanger hingegen lassen mich nicht auf den nächsten Band warten, sondern gar nicht erst lesen. Mehrbänder kommen mir nur ins Haus, wenn der definitiv letzte Teil bereits erschienen ist.

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    1. Ich freue mich manchmal sogar im Nachhinein über offene Enden, weil sie meist dafür sorgen, dass ich selber viel hinein interpretiere und mir aktiv Gedanken dazu mache.
      Reihen möchte ich meistens beenden, aber ich lese nicht direkt weiter, somit ist es mir meistens egal, ob die Folgeteile schon erschienen sind oder nicht. 😊

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  4. Also ich liebe offene Enden und auch Cliffhanger. Dadurch klingen die Bücher länger nach bei mir, die Geschichten bleiben mir intensiver im Gedächtnis. Es muss deshalb keinen Folgeband geben für mich und wenn es einen gibt, heißt das auch nicht, dass ich deshalb gleich weiterlese. Happy Ends sind nicht mein Ding irgendwie. Und ich habe mich auch schon ab und an geärgert, dass eine Reihe trotz abgeschlossener Handlung zu Ende war oder manche Einzelbücher eben keine Reihen sind. Dies alles hat für mich mehr mit der Geschichte zu tun als mit der Art des Endes 🙂

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    1. Da gebe ich dir recht. 😊
      Meistens freue ich mich sogar im Nachhinein dann doch über das Recht offene Ende oder den miesen Cliffhanger zum nächsten Band.
      Wie du schon sagst, es bleibt auf jeden Fall länger im Gedächtnis!

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