Vorstellung des SadWolf Verlags

sadwolf

Hallo Büchermenschen!

Heute möchte ich euch den SadWolf Verlag anhand eines Interviews mit einem der beiden Gründer & Geschäftsführer, Etienne Sadek, vorstellen.
Die genannten Bücher aus dem Programm stelle ich euch unter dem Interview vor.

Lass uns mit ein paar, nicht gerade unwichtigen, Fakten starten: Wann wurde der SadWolf-Verlag gegründet? Wie vielen Autoren & Büchern bietet er ein Zuhause und wie viele Menschen arbeiten für den Verlag?
Der Verlag wurde am 14.11.2014 gegründet.
Aktuell haben wir zehn Autoren, weitere Autoren werden bald vorgestellt.
An Büchern sind bereits sechs erschienen, bis Ende des Jahres werden jedoch noch vier dazu kommen, wobei wir die nächsten Bände unseres Autoren Dominique Stalder aus der »Der Wanderer«-Reihe sowie die beiden weiteren Bände der Autorin Helen Hollick aus der Pendragon´s Banner Trilogie bereits sicher in den nächsten zwei Jahren erscheinen werden.
Aktuell sind folgende Posten besetzt: Neben Johannes Wolfers und mir als Geschäftsführer, drei Lektoren, drei muttersprachliche Übersetzer (zwei in Französisch und eine in Englisch), unsere Marketingexpertin, eine Designerin, der Leiter unserer Rechtsabteilung, ein Korrektor. Der Leiter der Vertriebsabteilung und die Verwaltungsleiterin.
Wir arbeiten natürlich auch mit Externen zusammen wie Lektoren, Designern, Anwälten, Journalisten usw.

Wie wird man eigentlich Verleger?
Ein wichtiges Kriterium ist die Liebe zur Literatur, weiterhin muss man bereit sein, jeden Tag etwas Neues zu lernen und sich stetig zu verbessern sowie Frust resistent zu sein. Dazu kommt noch Branchen- und Wirtschaftserfahrung, die man mitbringen sollte.

„Ein wichtiges Kriterium ist die Liebe zur Literatur.“

Wer entwarf das Verlagslogo?
Das Logo wurde durch uns beide (Johannes und mir) entworfen.

Woher kam die Idee zur Verlagsgründung?
Die Idee entstand bereits vor einigen Jahren. Als wir, Johannes und ich, uns über die Verlagswelt unterhielten. Damals hatte ich meinen ersten Roman veröffentlicht und Johannes arbeitete in der Musikwelt und im Verlagswesen. Das Hauptdiskussionsthema war, dass die meisten Künstler von ihrer harten Arbeit nicht leben könnten. Aus diesem Grund entschlossen wir uns selbst, einen Verlag zu gründen, der den Autoren Konditionen bieten sollte, am eigenen Buch gutes Geld zu verdienen. Besser gesagt bieten wir unseren Autoren 15 % Tantieme anstatt die handelsüblichen 3 %-7 % auf jedes verkaufte Buch.

„Das Hauptdiskussionsthema war, dass die meisten Künstler von ihrer harten Arbeit nicht leben könnten.“

Welchen Herausforderungen musstest du dich stellen und gibt es aktuell welche, vielleicht sogar ähnliche, wie zu Beginn?
An jedem Tag entstehen neue Herausforderungen, wie oben erwähnt kann es sehr frustrierend sein, wenn ein Projekt schwieriger umzusetzen ist als geplant. Auf der anderen Seite macht es den Charme aus, dass es kein »normaler« Job ist. Eine regelmäßige Herausforderung ist unser eigener Anspruch. Wir wollen unseren Autoren immer mehr geben als am vorherigen Tag, jede Auflage soll qualitativ hochwertiger sein als die letzte. Da wir noch ein kleiner Verlag sind, sind Überstunden an der Tagesordnung, hier müssen wir uns herzlich bei dem gesamten SadWolf Team bedanken, ohne das wir es nicht bis hierhin geschafft hätten.

Wie arbeitet der SadWolf-Verlag, was ist dir besonders wichtig und wo liegen die Schwerpunkte?
Wir als Verlag stehen für die höchstmögliche Qualität und Service, das ist auch das Wichtigste für das Team. Wir versuchen immer das Beste herauszuholen, auch wenn wir manchmal bestimmte Wünsche nicht realisieren können, die wir oder Autoren haben. Ein Beispiel ist das Marketing, hier haben wir nicht die Ressourcen eines großen Verlages. Hier muss sich jeder Autor die Frage stellen, ob er lieber einen Verlag haben möchte, der keine Fernsehwerbung schaltet und ihn dafür über Jahre hinweg unterstützt oder er einen Verlag, der Fernsehwerbung schaltet und sich damit finanziell in Bredouille bringt.

Was ist das Besondere am SadWolf-Verlag, was zeichnet euch aus?
Als Hauptmerkmal kann man sicherlich die Nähe zwischen dem Autor und dem Verlagsteam nennen. Weiterhin sind natürlich das oben genannte Autorenhonorar sowie die Möglichkeit für unsere Autoren kostenfreie Workshops zum Kreativen Schreiben allgemein, oder Speziellerem wie Steuerliche Behandlung des Autorenhonorars usw. durch unser Team zu erhalten.

Was macht ihr mit einem Manuskript, wie wird daraus ein Buch?
Als erster Schritt wird das Manuskript geprüft, um zu wissen, welcher unserer Lektoren am besten geeignet ist. Wenn ein Lektor gefunden wurde, dann erfolgt das Lektorat in Abstimmung mit dem Autor. Wenn das getan ist, dann kommt das lektorierte Manuskript in das Korrektorat. Gleichzeitig wird der Titel überall gemeldet, das Cover fertiggestellt, das Buch gelayoutet, das E-Book erstellt und abschließend in Druck gegeben. Währenddessen beginnt bereits das individuelle Marketing.

„Der Autor hat zu jedem Zeitpunkt ein Mitspracherecht.“

Wie entsteht ein Buchcover?
Der Lektor des Manuskriptes macht sich während der Arbeit Notizen, diese werden dann dem/r Coverdesigner/in gegeben, anhand dessen erstellt diese(r) eine oder mehrere Skizzen. Diese werden dem Autor vorgestellt, wenn er sich für eine entschieden hat, erstellen wir eine detailliertere Skizze, die dem Autor vorgelegt wird, dieser kann noch Vorschläge zu Details einbringen. Wenn alle zufrieden sind, dann wird das Cover fertiggestellt. Der Autor hat zu jedem Zeitpunkt ein Mitspracherecht.

Welchen Kontakt pflegst du zu den Autoren und Autorinnen?
Sehr engen, unsere Autoren können uns jederzeit anschreiben oder anrufen. Dazu hat unsere Autorenbetreuerin Petra Lorenz eine WhatsApp-Gruppe, in der die Autoren spontane Gedanken oder Verbesserungsvorschläge einbringen können. Nur wenn unsere Autoren und ihre Käufer zufrieden sind, haben wir einen guten Job gemacht.

Habt ihr feste Blogger im Programm?
Ja, aktuell fünf, doch wir suchen immer nach weiteren, die interessiert sind, mit uns zu wachsen.

Vergebt ihr Rezensionsexemplare?
Wir denken gute Qualität und gute Geschichten sollten sich nicht verstecken. Um die Frage zu beantworten: sehr gerne.

Siehst du dich als Kleinverlag – oder wo bist du einzuordnen?
Auf der einen Seite können wir uns bezüglich des Budgets noch nicht mit den größten Verlagen Deutschlands messen, doch auf der anderen Seite sind wir in den letzten zwei Jahren sehr stark gewachsen. Daher würde ich sagen, noch ein kleiner Verlag, doch das wird sich sicherlich in den nächsten Jahren ändern.

Was ist bisher dein größter verlegerischer Erfolg?
Der Erlös des Buches „Wo der Regenbogen anfängt…“  von Julia Bohndorf * wird teilweise an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gespendet und wir haben nicht nur viel Zuspruch erhalten sondern auch viele erst darauf aufmerksam gemacht, dass man tatsächlich Menschenleben retten kann. Das größte Glücksgefühl war ein Bild einer Leserin, die sich registriert hat. Irgendwo auf der Welt, wird ein weiterer Mensch dadurch den Blutkrebs besiegen können.

„Das größte Glücksgefühl war ein Bild einer Leserin, die sich registriert hat.“

Wie sehen deine nächsten Projekte aus?
Der nächste große Schritt ist, den englischen Markt zu betreten. Aktuell übersetzen wir den Roman unseres Autors Ralph Llewellyn „7 Tage mit Gott“ * ins Englische. Umgekehrt übersetzen wir Romane vom Englischen ins Deutsche. Wir sind auch in Gesprächen unsere Bücher als Hörbücher herauszubringen. Weiterhin wollen wir den französischen Buchmarkt betreten und es sind noch viele weitere Projekte geplant, die wir noch nicht offenbaren wollen. Von Übersetzungen, Bestseller-Autoren bis hin zu Theateraufführungen kommt eine ganze Menge auf Euch zu. Lasst Euch überraschen!

Trifft man deinen Verlag auf der kommenden Buchmesse in Frankfurt an?
Dieses Jahr werden wir nicht auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein, jedoch werden wir am 19. und 20. November bei der BuchBerlin zu finden sein.

Wie sieht das Programm dort aus? Worauf können wir uns freuen?
Auf der BuchBerlin wird es eine Lesung des erfolgreichen Schriftstellers Ralph Llewellyn geben, weitere Lesungen sind ebenfalls in Planung. Hierzu werden wir im Laufe der nächsten vier Monate regelmäßig die Programmpunkte bekanntgeben.

Schreibst du auch selbst?
Ja, mit meinem besten Freund, Mitgründer und Bruder im Geiste Johannes schreibe ich eine Sci-Fi-Dystopie, die sich um moralische Fragen dreht. Selbst schreibe ich einen schnörkellosen Thriller.

Was kannst du zum Thema SelfPublishing sagen?
SelfPublishing ist ein guter Weg, wenn man über alle Prozesse der Buchentstehung absolute Kontrolle haben will, dies ist natürlich mit großen Kosten verbunden. Man kann jedoch nicht pauschal sagen, dass ein »SelfPublisher-Roman« schlecht ist, solange man Profis im Boot hat, kann es mit Sicherheit ein großer Erfolg sein.

Welche Entwicklungen auf dem Buchmarkt / im Literaturbetrieb beschäftigen dich zurzeit besonders stark?
Es gibt viele, von modernen Technologien, die das traditionelle Lesen von Grund auf verändern können, bis zu einer gewissen Verflachung der Literaturwelt oder der traurigen Entwicklung, dass mittlerweile oft mehr Wert auf »Vermarktbarkeit« gelegt wird, beobachten wir den Markt genau. Denn man muss etwas sehr gut kennen, um es verändern zu können.

Was würdest du dir für die Verlagszukunft wünschen?
Weiterhin gute Arbeit abliefern zu können, natürlich, dass wir weitere bereits bekannte Autoren und Neulinge für uns gewinnen können und jeden Tag aufzustehen und sich zu sagen, dass man diesen Job niemals eintauschen würde.

Zum Abschluss würden wir uns über eine Buchempfehlung freuen – aus deinem eigenen Programm oder auch dem eines anderen Verlages.
Zu den größten Freuden eines Verlegers gehört, sehr gute Bücher lesen zu dürfen. Daher kann ich jedes Buch aus unserem Sortiment empfehlen (lacht). Jedoch würde ich sagen „Prinzessin Metaphysika“ von Markus Tiedemann, da es ein wundervolles Märchen ist, das ganz nebenbei auch den Jüngsten unter uns, die wichtigsten philosophischen Ideen spielerisch vermittelt.

„Zu den größten Freuden eines Verlegers gehört, sehr gute Bücher lesen zu dürfen.“

Vielen Dank für deine Zeit und das sehr informative Interview!
Ich wünsche euch natürlich alles Gute für die Zukunft.

Zum Weiterstöbern geht’s hier lang:

Programm des Verlages: http://shop.sadwolf-verlag.de/category/buecher/

Verlagswebsite: http://www.sadwolf-verlag.de/news.html

SadWolf bei Facebook: https://www.facebook.com/SadWolfVerlag/?fref=ts

schrift

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Julia Bohndorf – Wo der Regenbogen anfängt…

Taschenbuch 400 Seiten, 14,90€
Maeve und Niamh McKee sind Vollwaisen. Zu allem Überfluss kämpft die elfjährige Niamh gegen Leukämie und ihre 21 jährige Schwester scheidet als Knochenmarkspenderin aus. Die beiden begeben sich auf einen Road Trip von Berlin nach Wicklow in Irland, um Niamh neuen Lebensmut zu geben und vielleicht sogar, in der Heimat ihrer Eltern, einen passenden Spender zu finden.
Die Fruchttüte in der Big Mac Verpackung und der verhedderte Regenschirm in der Bärenfellmütze vor dem Buckingham Palace bilden nur den Anfang von Ereignissen auf einer Reise, die neue Lebensfreude und Zeit zum Lachen und Weinen schenkt.
Doch kurz bevor sich der Road Trip dem Ende neigt und der quälende Krankenhausalltag wieder Einzug hält, erscheint das personifizierte Glück in Form eines scheinbar fantastischen Wesens vor den Schwestern und benötigt dringend ihre Hilfe…

Hier geht’s zum Buch.

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Ralph Llewellyn – 7 Tage mit Gott

E-Book (Epub und Mobi) 350 Seiten, 5,49€
Frank ist ein kühler, arroganter und egoistischer Mann, der nur eines liebt: sich selbst. Gefühle investiert er nicht gerne. Am meisten interessiert es ihn, Profit für die Bank, in der er angestellt ist, zu generieren. So tyrannisch wie er mit seinen Kunden und Kollegen umgeht, so hält er es auch mit den Frauen, die nur Jagdopfer in seinen Augen bedeuten. Selbst seinen im Krankenhaus dahinvegetierenden Großvater lässt er links liegen.
Als plötzlich Gott in sein Leben tritt, verändert sich alles. Die anfänglich verfänglichen Situationen münden nach mehreren Tagen in aufreibende und tief greifende Diskussionen zwischen Gott und dem scheinbar unverbesserlichen und herzlosen Frank. Einsicht schleicht sich in seine Gedanken. Mehr und mehr ahnt er, dass es so nicht mehr weitergehen kann.
In nur 7 Tagen krempelt er sein Leben um und wird ein neuer Mensch – oder schlummerte dies alles bereits seit Beginn an in ihm?

Hier geht’s zum Buch.

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