Rezension: Wen der Rabe ruft (Maggie Stiefvater)

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Titel: Wen der Rabe ruft
Autor: Maggie Stiefvater
Seiten: HC, 460
Preis: HC: 18,95€; ebook: 8,99€
ISBN: 978-3839001530

Erster Satz:
Blue Sargent wusste mittlerweile schon gar nicht mehr, wie oft ihr gesagt worden war, dass sie ihrer wahrer Liebe den Tod bringen würde.

Klappentext:
Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird. Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

Zum Autor:
Maggie Stiefvater (* 18. November 1981 in Harrisonburg, Virginia) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Mit 16 Jahren änderte sie ihren ursprünglichen Namen Heidi offiziell in Margaret. Sie ging auf das Mary Washington College und schloss dies mit einem Bachelor in Geschichte ab. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Maggie_Stiefvater

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Meinung:
Die Optik des Buches war ehrlich gesagt einer der Gründe, aus dem ich mir dieses Buch gekauft habe. Das Cover mit dem Titel im dunkelgrünen Rahmen mit Blütenranken drum herum, vor einem Hintergrund aus düster wirkenden Bäumen, hat mich direkt in seinen Bann gezogen.
Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend, er hat mich direkt neugierig gemacht. Ich wollte unbedingt erfahren, was es mit Blue und ihrer „Gabe“ auf sich hat und wie sich dies auf Gansey auswirkt.
Den Schreibstil empfand ich während der gesamten Zeit als gelungen. Die Autorin hat die Erzählweise der dritten Person gewählt, was teilweise für Verwirrung meinerseits sorgte, da es viele verschiedene Personen gab, deren Handlungen und Äußerungen oftmals ineinander übergingen und man nicht immer direkt wusste, wer oder was gemeint ist. Auch habe ich eine Zeit gebraucht, um in die Handlung hereinzukommen, ungefähr nach dem ersten Drittel hat es mich dann aber überzeugt und vollkommen mitgerissen. Die Autorin nutzt viele Vergleiche und eine sehr bildliche, detailierte Erzählweise, sodass ich mir Handlungsorte, Personen mit ihren Handlungen und Gedanken gut vorstellen und mich in die einzelnen Personen hineinversetzen konnte. Auch wirken einige Szenen sehr magisch, einige recht düster.
Die Protagonistin Blue war mir sehr sympathisch. Vor allem gefällt mir die Rolle, die sie im Laufe der Zeit entwickelt. Vergleichbar mit dem Steckdosensitzplatz im Starbucks… (ich möchte, wie immer, nicht zu viel verraten 😉 )
Die Gespräche zwischen ihr und ihrer Mutter habe ich sehr genossen, ich habe mich des Öfteren wiedererkannt, auch konnte ich mich gut in Blue hineinversetzen und mit ihr mitfühlen.
Auch die anderen Personen fand ich interessant. Die Freundinnen von Blues Mutter, die mit im Haus leben, waren sympathisch, authentisch und humorvoll. Besonders Calla mochte ich, da sie verständnisvoll, ehrlich und hilfsbereit war. Die Jungs konnte ich zunächst nicht gut einschätzen, ich fand sie anfangs sehr arrogant und besserwisserisch. Die Entwicklung von Adam und seiner eigenen Geschichte fand ich zum Ende hin zunächst aufgrund eines Ereignisses sehr traurig, wobei die Emotionen durch den angenehmen, bildlichen Schreibstil hervorragend rüber kamen, sodass ich mich gut in ihn hineinversetzen konnte. Später habe ich ihn als mutig und stark empfunden. Gansey fand ich interessant, da er sehr präsent und eigen war, aber auch entschlossen und unermüdlich.
Insgesamt fand ich die Thematik rund ums Wahrsagen, die Ley-Linien und die entsprechende Rituale sehr interessant. Es gab einen roten Faden und es war durchgehend spannend. Es war toll zu erfahren, wie zum Ende hin alle Handlungsstränge zusammenlaufen, sodass ich umso gespannter bin, wie es mit Blue, ihren Jungs und den Dingen, die sie herausgefunden haben, weitergeht.

Zitat:

„Er trug seinen Hass wie eine grausame zweite Haut.“

„Hilflos stolperte Blue ihr mit der schweren Tasche hinterher. Es fühlte sich an, als wäre sie entweder mit Büchern oder mit Leichen gefüllt.“

„Wieso, experimentierst du etwa mit Drogen herum?“
– „Nein, aber möglicherweise mit Ritualen.“
– „Da wären mir Drogen fast lieber.“

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch nach kleinen Startschwierigkeiten sehr gut gefallen. Ich kann es somit jedem empfehlen, der magische, spannende, teilweise auch düstere Geschichten mag. Durch den angenehmen Schreibstil hat es mir eine große Freude bereitet, das Buch zu lesen und in Blues ereignisreichen Alltag einzutauchen. Ich freue mich sehr auf die weiteren Teile und gebe eine klare Kauf- und Leseempfehlung!
Insgesamt vergebe ich 4/5 Sterne.

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2 Kommentare zu „Rezension: Wen der Rabe ruft (Maggie Stiefvater)

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