Die Messe ist vorbei, der Messeblues bleibt zurück. Die Tage danach haben immer was von einem Kater – man ist „satt“ von so vielen sozialen Kontakten, vermisst diese aber trotzdem total. Jede Körperstelle schmerzt, und dennoch würde man am liebsten direkt wieder los. In diesem Beitrag möchte ich meine letzten beiden Messetage Revue passieren lassen und euch meine Highlights präsentieren. //Werbung
In diesem Jahr war ich, wie schon im Herbst in Frankfurt, mit meiner lieben Jill unterwegs. Wir haben eine Bude über Airbnb gebucht, die ganz in Ordnung war. Die Lage war top, der Weg zur Messe dauerte ca. 15 Minuten mit dem Auto. Und wir haben recht flott einen Lieferdienst gefunden, der 1. schnell liefert, 2. veganes Essen anbietet und 3. sogar 30% Rabatt zu der Zeit hatte. Da wir mit dem Auto unterwegs waren, waren wir was die Hin- und Rückreise zum Messegelände nicht an die öffentlichen Verkehrsmittel gebunden, was auch wirklich praktisch war, vor allem wenn die Taschen immer schwerer werden.
Hier kommt ihr zum ersten Bericht.
Samstag
Schon fast Tradition und mein Lieblingstermin auf jeder Messe – der Bloggerempfang von Carlsen & Thienemann-Esslinger. Dort werden kommende Titel vorgestellt, auch sind ein paar Autoren*innen mit aktuellen Büchern auf der Veranstaltung und stellen sich für kurze Gespräche, Fotos & Signierungen zur Verfügung. Welche Bücher ich mitgenommen habe werde ich euch demnächst erzählen. Auch gibt es immer ein Quiz, bei dem der Gewinner/die Gewinnerin eine kostenlose Übernachtung auf der nächsten Messe im Hotel gewinnen kann. Und Cupcakes, die die Buchcover der dort ausliegenden Bücher zieren. Ich liebe den Empfang besonders für die familiäre Atmosphäre, die Menschen, die man dort trifft und den Austausch. Oh, und für die Cupcakes natürlich.
Termin Nummer zwei war das Bloggertreffen beim dtv Verlag. Leider hat dieses am Stand stattgefunden und leider war es super voll, sodass wir alle gequetscht auf Bänken, Hockern und dem Boden saßen, was ziemlich unbequem war. Dennoch waren besonders beim brandneuen Imprint Bold einige Titel dabei, die mich interessieren, unter anderem ein neues Colleen Hoover Buch (All your perfects), Das Ting von Artur Dziuk, wo es um eine App für Alltagsprozesse geht, was sehr spannend klang, denn diese App sagt einem auch, wenn man den Partner verlassen soll etc., der Thriller Blank Space (Susanne Mischke), in dem die Protagonistin in die Psychiatrie eingeliefert wird und sich an nichts erinnern kann und Schrei! von Laurie Halse Anderson, eine Biografie, in der die Autorin, die mit 13 eine Vergewaltigung erlebte, alles Revue passieren lässt und darüber schreibt, um einen Appell zu starten an alle, denen es ähnlich ergangen ist. Man solle sich Hilfe holen, laut sein, stimme nicht verbieten lassen. Das Buch ist in Versform geschrieben. Im Jugendbuchbereich von dtv erwartet uns ein Schuber von Das Reich der sieben Höfe, ein neuer Titel von Jason Reynolds (Long Way Down) und ein Buch für Fans von Stranger Things und Riverdale, denn es geht um Monsterjagden und Parallelwelten (Four Keys). Für Gaming-Fans war auch etwas dabei, denn die The Witcher Romanreihe wird neu verlegt, angefangen mit Das Erbe der Elfen. Am dtv Stand habe ich übrigens Atticus entdeckt, von dem ich vorher noch nie etwas gehört/gesehen/gelesen hatte. Umso neugieriger war ich, also stöberte ich ein wenig bei Instagram und fand seine Texte auf Anhieb wahnsinnig ansprechend. Ich denke also, dass ich mir sein Buch ganz bald zulegen werde.

Der Messesamstag war für uns fast schon entspannt, was sicherlich auch daran lag, dass wir vormittags, wo es sehr voll war, zunächst nur im Presse- bzw. CCL-Bereich unterwegs waren und erst gegen 14 Uhr in eine Halle gegangen sind. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass es an dem Samstag nicht so voll war, wie an den Samstagen die Jahre zuvor.

Für den Abend wurden wir dann von unseren Freundinnen Jacqui (Bookaholic.), Nina (Miss.Mandrake) und Romina (Wingedbooks) in ihre riesige, gemütliche und wunderschöne Amazon Blogger WG eingeladen, denn dort hat ein Romance Event stattgefunden. Ehrlich gesagt ist Romance nicht so unser Ding, aber das wollten wir uns dennoch nicht entgehen lassen. Und was soll ich sagen? Der Abend war eins meiner Highlights, es war super witzig, es gab leckeres Essen (ACHT Gänge, ey) und wir haben unendlich viele Fotos mit der Instax gemacht, die dort inklusive super viele Filme bereit lag.
Sonntag
Nach einer recht kurzen Nacht haben wir uns zum letzten Mal zur Messe begeben, was sich wirklich komisch angefühlt hat. Einerseits waren die vier Tage sehr anstrengend und lang, andererseits kam es uns vor, als wären sie innerhalb von 24 Stunden verflogen. Für den Sonntag hatten wir nur zwei Signierstunden bei Comiczeichnern*innen geplant, sodass wir uns vorgenommen haben, ein paar Stände zu besuchen, zu denen wir es bis dahin nicht geschafft hatten.
Die Signierstunden fanden in Halle 1 statt. Parallel saßen Frauke Berger (Grün), Jurek Malottke (Das Fleisch der Vielen) Und Ingo Römling (Malcom Max) am Splitter Stand und zeichneten live und spontan kleine Grafiken in ihre Comicbände. Leider hatte ich meine Ausgabe von Das Fleisch der Vielen nicht dabei, aber es hat sich ein wahnsinnig interessantes Gespräch mit Jurek entwickelt, als wir eigentlich parallel bei Frauke und Ingo anstanden. Jurek berichtete ein wenig von der Zusammenarbeit mit Kai Meyer und merkte an, dass ihm diese sehr viel Spaß machen würde. Somit sei bereits ein weiteres Projekt geplant, was auch wieder im Splitter Verlag erscheinen und dann über mehrere Bände gehen würde. Für Das Fleisch der Vielen habe er ca. 5-6 Monate konzentriertes Arbeiten & Zeichnen gebraucht, es sei sein erstes „richtiges“ Projekt als Comiczeichner gewesen.
Danach schlenderten wir so durch die Hallen und besuchten die Selfpublisher-Autorin Anika Ackermann und ihren Freund an ihrem eigenen Stand. Dort sei es teilweise so voll gewesen, dass Anika einzelne Veranstaltungen absagen musste. Ich freue mich total darüber, dass es so gut für sie lief. Natürlich mussten wir auch endlich Greg Walters sehen, den ich auf den vorherigen Messen oftmals verpasst habe. Dieser teilte sich einen Stand mit den beiden anderen Weltenbauern Mira Valentin und Sam Feuerbach. Greg gehört zu meinen Lieblingsautoren, den ich seit dem Release seines ersten Buches (Die Geheimnisse der Alaburg) kenne und unterstütze.

Zwischendurch habe ich dann ein paar Blogger*innen getroffen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Die Messe ist immer eine tolle Möglichkeit, mit Gleichgesinnten zu plaudern, die man sonst nur online „sieht“. Die letzten Minuten haben wir dann in Halle 1 (Manga, Comics, Merch, ..) verbracht, denn dort ist immer richtig viel los. Außerdem gab es dort leckere Asia Nudeln, die uns für die Abreise gestärkt haben.

Fazit
Die Leipziger Buchmesse gefällt mir so viel besser, als die Frankfurter Buchmesse. Zwar ist es auf der LBM an manchen Tagen auch sehr voll, dieses Jahr besonders am Freitag, und ich glaube ein paar Kaffeebuden wurden weg gelassen, aber ich finde es dort einfach viel gemütlicher. Man kommt besser und flotter von A nach B, die Wege sind kürzer und die Hallen meist leerer. Es ist immer wahnsinnig schön, diese ganzen Menschen zu sehen, mit ihnen zu plaudern, zu lachen und Fotos zu knipsen – auch wenn man trotzdem noch viel zu wenig davon macht. Für mich war die LBM 2019 die schönste Messe bisher, denn wir hatten zwar viele Termine (vor allem am Freitag), aber trotzdem war es ziemlich entspannt. Ich habe tolle Menschen getroffen, spannende Bücher entdeckt, interessante Gespräche geführt, lustige Momente erlebt – besonders am Samstagabend wo wir aus dem Lachen kaum raus kamen – und insgesamt eine erfolgreiche, ereignisreiche, schöne Messe gehabt. Danke an alle, die das möglich gemacht haben und ein Teil davon waren. Ein besonderer Dank geht an den Squad (auch wenn leider nicht alle vor Ort sein konnten) – dem Sahnehäubchen auf jedem Event – und natürlich an Jill. Weil du du bist. ♥


Transparenz: Aufgrund von Links und Empfehlungen wurde der Beitrag als Werbung gekennzeichnet. Ich habe für das Verfassen keine Entlohnung erhalten. Die Rechte an den Covern liegen bei den jeweiligen Verlagen. Fotos und Abbildungen durften für diesen Beitrag von mir nach Absprache verwendet werden.
















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