Interview: Olivia Mae

Liebe Leser.

Heute möchte ich euch ein Interview mit Olivia Mae, der Autorin von Shadows und Requia, präsentieren. Requia habe ich kürzlich beendet und kann euch sagen, dass es eine wahnsinnig facettereiche und sehr besondere Geschichte ist.

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Die Welt wie Yana sie kannte ist nicht mehr. Alles hat sich verändert, das Blut in ihren Adern ist sprichwörtlich nicht mehr rot. Sie wird zur Requianerin, verliert den Status eines Erdbewohners und damit auch all ihre Wurzeln.
Gemeinsam mit ihrem Seelenband beginnt die aufregende Reise, in welcher sie nicht nur sich selbst retten muss, sondern auch einem ganzen Planeten die Treue schwört – Aurelis.
Aber kann das Unmögliche machbar gemacht werden? Die Feinde sind stärker als sie, älter als sie, magisch begabter als sie …
Sie hat nur einen Vorteil, und den spielt sie eiskalt aus:
Sie denkt wie ein Mensch, handelt wie ein Mensch – kämpft wie ein Mensch… [Quelle]

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Hallo Olivia! Danke, dass du dir Zeit für ein Interview mit mir nimmst. Magst du uns zunächst etwas über dich erzählen?

Requia Nicci 🙂

A quia re!

Danke, dass du das Interview mit mir führst!
Ich musste eben herzhaft lachen als ich die Frage las: Möchtest du etwas über dich erzählen? Es gab ja schon ein paar winzige Interviews über mich, und ich versuche den Einstieg immer anders zu machen. Dass ich gerne schreibe und Mama bin wissen ja alle … ^^
Wäre ich auf Aurelis geboren worden, wäre ich vermutlich eine Ashai. Das liegt an den heilenden Fähigkeiten, die dieses Volk hat. Ich bin auch so im echten Leben – ich sehe Menschen ihre Sorgen an, und ich hasse nichts mehr als diese dauernden „Alles gut!“ – Antworten. Ich finde, wenn sich schon mal jemand die Mühe macht und fragt, dann sollte man auch eine bessere Antwort geben als den Standard. 🙂 Ich denke viel nach und habe eine … ausgeprägte … Fantasie. Das geht soweit, dass ich manchmal wirklich ein bisschen paranoid bin. Ich glaube nicht an Vampire oder so, aber die ein oder andere Horrorvorstellung spielt sich schon in der einen oder anderen Schrecksekunde in meinem Kopf ab. Das ist dann so, als würde ich Film schauen. Ich kann alles, bis ins kleinste Detail, vor Augen sehen. Zum Glück habe ich einen tollen Mann. Er nimmt mich prinzipiell nicht ernst und wenn ich dann nachts gestresst frage: „Was war das?“ sagt er meistens recht trocken: „Ein Geräusch.“ Also du siehst – ich bin vollkommen normal wahnsinnig, wie alle anderen auch. 🙂

Wenn ich Superkräfte hätte..
Och so ne schwere Frage … ich habe doch keine Superkräfte und ich kann mir auch gar nicht vorstellen welche zu haben, weil dann will ich sie haben und bemerke – das geht nicht. Aber vermutlich fliegen … ich würde gerne wie Superman durch die Luft zischen können … frei wie ein Vogel sein.

Mein Lieblingsessen ist..
Ich oute mich jetzt: Ich hasse essen. Essen wird total überbewertet. Wo sind die Tabletten, die einem das tägliche, zeitraubende in der Küche Herumgefuchtel abnehmen? Ich koche nicht gerne, ich esse nicht gerne … aber was tut man nicht alles für Kinder. 😀

Ich kann nicht leben ohne..
Boah. Öhm. Uff. Ich kann ohne allem Leben. Ich bin praxisorientiert aufgewachsen – ich kann aus jeder Notlage einen Vorteil machen, ich suche mir immer die richtigen Argumente. Ich glaube, ein Verlust in der Familie würde mich herb treffen, aber selbst da … ich weiß nicht, viele Themen schiebe ich für die Zeit … na danach halt … auf. Ich habe nur dieses eine Leben und, wenn ich mir immer Gedanken über „was wäre wenn“ mache … Das ist in meinen Augen die totale Verschwendung. Weil ändern kann man es ja eh nicht mehr …

Ich bin verliebt in..
… meinen Mann! Und meine Tochter. 🙂 ❤

Zum Schreiben benötige ich..
… meinen Computer. Stand PC, schnell, zwei Monitore. Ohne den geht nichts bei mir. 😀

Eine große aktuelle Herausforderung ist..
… mein Zeitmanagement. Ich muss lernen, alle Bereiche in meinem Leben besser zu organisieren! 🙂 Aber … es geht auch mit Chaos. Manchmal ist es halt „a bissal stressiger“.

Leben würde ich gerne in..
… einer besseren Welt. Einer Welt, wo die Leute aufhören sich gegenseitig immer klein zu machen, und anfangen sich groß zu machen. Ich weiß, du willst einen Ort (Schottland), aber spontan würde ich sagen: Ich würde gerne an einem Ort leben, wo ich etwas bewirke, einfach weil ich sein darf, wer ich bin. Und ich muss nicht jemand sein, der ich nie sein wollte, um von Menschen, die alle nicht so sind, wie sie sein wollen, akzeptiert zu werden… Ich hoffe, das macht noch Sinn.

Mein Wunsch für die Zukunft ist..
… das ich erlebe, wie meine Tochter alt wird. Das ich mit meinem Mann auf einer Veranda sitzen kann, beide im Schaukelstuhl, ohne Zähne und zufrieden damit, nichts mehr zu hören aber zu wissen, wir haben uns noch immer …

Madras liebte ihr Zuhause. Sie liebte diese Welt – Aurelis, ihren Planeten. Als einfache Tochter eines Hufschmieds geboren, war Madras ein Nichts im System der Kokuas, und doch fühlte sie sich nicht unwichtig. Sie hatte noch nie in ihrem Leben die Hauptstadt betreten, hatte noch nie mehr als einen halben Kheri ihren Vater alleine gelassen. Sie wuchs behütet auf, hielt sich an die ihr vorgegebenen Regeln ihres Volkes. Ihr Volk, Waldläufer oder Erdlinge genannt, war traditionsbewusst. Man wurde als Kokua geboren und starb auch als eben dieser oder diese. Man hielt sich an die vom König gegebenen Regeln, da jener die direkte Verbindung zu dem Zweigesichtigen Gott darstellte. Man hinterfragte die Regeln nicht – man beugte sich in Demut der weisen Führung. In Demut und vollstem Vertrauen.

Aus Requia – Band 1 / Madras

Shadows war dein erster Roman, welcher eine sozialkritische Geschichte beinhaltet. Nun hast du Requia veröffentlich, eine Geschichte, die wiederum eher im Fantasy-Bereich angesiedelt ist. In welchem Genre fühlst du dich persönlich wohler?

Hm … in allen. Ich habe am Computer Bücher liegen, die erotisch sind, ich habe Thriller, die Serienmörder beinhalten, ich habe Fanfiktions und Romanzen geschrieben … Aber wenn ich zwischen den beiden eiskalt wähle sage ich: Zum Glück wieder in der Fantasy. Aber dieses Genre hatte mich die letzten Jahre ziemlich hängen gelassen, die Blockade ist eigentlich erst mit Requia wieder gebrochen.

Zum Glück! Ich finde, du passt hervorragend in das Fantasy-Genre. Wie viele Bände wird Requia denn haben und wann erscheint Band 2?

Requia Staffel 1 hat vermutlich 6 Bände, dann kommt der Wechsel zu Staffel 2. Band 2 erscheint heuer noch, ich bemühe mich und habe den Sommer im Visier, aber wahrscheinlich wird es Ende Sommer, Anfang Herbst (August / September).

Wie lange benötigst du für den ersten Satz in deinen Büchern, wie lange für den letzten? Und vor allem: was davon fällt dir schwerer?

Was für eine lustige Frage. Ich setze mich meistens hin, und dann beginne ich zu schreiben. Und beim Überarbeiten kommt manchmal ein neuer erster Satz dazu oder ein anderes Ende entsteht (oh, wäre nicht das erste Mal, dass ich 30 Seiten einfach lösche weil mir der Verlauf doch nicht mehr gefällt) … Ich mag sowohl den Anfang als auch das Ende. Beide haben ihren Reiz, und am Ende … kommt ja wieder ein neuer Anfang und … du siehst. Eine „never ending story“.

Anscheinend wird es dabei niemals langweilig. Du schreibst aus fünf verschiedenen Perspektiven, somit aus der jeweiligen Sicht deiner Protagonisten. Wie kamst du auf die Idee, was sind die Vorteile, aber vielleicht auch Herausforderungen dabei?

Der Vorteil daran ist: Jeder Char trifft den Nerv von Lesern. Die einen mögen dies, die anderen das. Und so hat jeder irgendwo jemanden, den er vielleicht ein bisschen mehr lieb hat als die anderen. Die Idee entstand, wie alles bei mir, spontan. Damals habe ich Yana für den ersten Band abgeschlossen und schrieb an Aire und Quar. Danach sah ich das Bild von Madras und Ryu, die beiden fügten sich nahtlos ein und am Ende noch der Touch mit Korand und das Drama um Ash und Ry’jin. Aber jeder, der jetzt denkt, das sind 5 vollkommen unabhängige Geschichten – nein, sind sie nicht. Sie sind alle am Ende miteinander verknüpft und auch wenn sich manche Gabelungen erst in Band 3 auftun, so erkennt man bereits in Band 1 wichtige Hinweise … wenn man sie sieht. 🙂 Die Herausforderung ist klar auf Seiten der Leser. Ich kenne meine Chars ja. Ich atme sie ein, lebe mit ihnen. Für mich ist Aire wie eine imaginäre Freundin und Quar (der Sack) hat mehr als einmal einen Tritt kassiert. Es sind die Leser und Leserinnen, die sich erst in die Köpfe meiner Protagonisten hineindenken müssen. Und aktuell beobachte ich meinen Mann dabei, und denke mir: Es kommen immer wieder sehr spannende Fragen auf. Fragen, mit denen ich gar nicht rechnen würde .. oder Gedankengänge, die für mich total logisch sind … aber klar. ICH weiß ja, wie es enden wird.

Da hast du recht, ich persönlich mag beispielsweise Madras am liebsten. Die Verknüpfungen der Geschichten sind übrigens super spannend… Mit den vielen Protagonisten einhergehend ist die wahnsinnig facettenreiche Welt in deinem Roman. Woher nahmst du die Ideen dafür? Und fiel es dir zwischendurch schwer, alles vor Augen zu haben, hast du dir vielleicht sogar Gedächtnisstützen in Form von Aufstellungen oder Skizzen entworfen?

Für das Computerspiel Requia Online kauften wir Bilder. DAS war eigentlich der Startschuss für alles. Diese Bilder haben mich beeinflusst, denn an ihnen musste ich ja das Konstrukt von Aurelis anlehnen. Und als ich das schaffte, hatte ich wiederum das Team von RO inspiriert. Wir reichen uns da ganz oft die Hand. Wenn ich wo hänge, kommt ein Kommentar von dort, und wenn die Entwickler irgendwo stocken, kommt was von mir. Die Feinheiten der Welt – Mondwasser als Fensterglas etc. sind Sachen, die einfach in meinem Kopf sind. Ich habe schon als kleines Kind Wörter erfunden, die richtig klingen aber nicht existieren. Liegt mir irgendwie im Blut.

Sehr interessant! Olivia, wo können interessierte Leser deine Bücher kaufen?

Das eBook für Kindle Leser/innen biete ich über Amazon an. Das eBook als epub Datei bekommt man nur auf der offiziellen Seite von Ro. Wir haben und eine Weile überlegt, ob ich einen Autorenshop mache oder wir den Handel gleich bei Requia Online integrieren, und sind am Ende übereingekommen, dass es für das Buch und das Spiel besser ist, wenn es beisammenbleibt. Das Taschenbuch und die gebundene Ausgabe sind nur über den Shop von Requia zu beziehen. Aktuell signiere ich auf Wunsch die Hardcoverbücher, aber das muss man unbedingt vorab nochmal schreiben (E-Mail oder Facebook) Achja – im Shop gibt es dann natürlich auch die Postkarten von Requia zu beziehen, Kartenabschnitte, Bilder zum Spiel und den Chars … also im Laufe der Zeit wird sicher immer wieder etwas Neues dort eintrudeln.

Vielen Dank für Deine Zeit & Mühe! Und natürlich viel Erfolg weiterhin!

Danke für das Interview. Das waren mal richtig schöne, spannende Fragen!

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Ich hoffe, ihr seid neugierig auf das Buch geworden. Allen Potentiellen Lesern wünsche ich super viel Spaß in dieser facettenreichen Welt! Es gibt viel zu entdecken, macht euch bereit…

2 thoughts on “Interview: Olivia Mae

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