Montagsfrage (Thema: Grundstein des Bücherwurmdaseins)

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Hallo ihr lieben Büchermenschen!

Diese Woche lautet die Montagsfrage: Ein Blick zurück – wie bist du zum Bücherwurm geworden?

Die Liebe zum Lesen und zu Büchern wurde mir bereits in die Wiege gelegt.
Meine Mutter hat schon immer sehr viel gelesen, auch hat sie sich dadurch die Deutsche Sprache beigebracht, nachdem sie aus Polen hergekommen ist.
Parallel dazu musste sie auch mir das Sprechen beibringen, da ich wenige Monate nach ihrem Umzug nach Deutschland geboren wurde.

Sie las mir Geschichten vor, brachte mir Märchen näher und legte somit den Grundstein für mein darauffolgendes Leseverhalten.
Auch hat sie mir später häufig kleine Bücher zum ersten Selberlesen mitgebracht.
Schon damals konnte ich gar nicht genug Bücher haben und wollte schummeln, indem ich berichtete, dass ich die vorhandenen Bücher bereits alle kenne und natürlich nun neue bräuchte.
Der Plan ging allerdings nicht auf, da Mama mich dann vor allem zu den neuesten Büchern und deren Inhalt befragte.

Die Stadtbücherei war nie vor mir sicher, oft fuhr ich voll bepackt mit dem Fahrrad nach Hause, neue Geschichten, aber auch Lernbücher und Lexika zogen regelmäßig bei mir ein.
Durch den Beginn der Harry Potter Ära war es dann vollkommen um mich geschehen.
Ich ging nicht mehr nach draußen, las stundenlang von Harrys Erlebnissen mit seinen Freunden und versank gänzlich in Hogwarts. Toll war natürlich, dass ich in etwa immer im gleichen Alter wie Harry war.

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Daraufhin zogen immer mehr Bücher bei mir zuhause ein, spätestens, als das eigene erarbeitete Geld vorhanden war.
Und meine Mutter?
Die schüttelt oft lachend den Kopf.. und fragt dann, wann sie sich die neuesten Bücherschätze ausleihen darf.
(Übrigens liest sie diese dann oft flotter als ich, da ich derweil andere Bücher, insbesondere Rezensionsexemplare abbaue, und „zwingt“ mich dann, die weiteren Teile der jeweiligen Reihe zu bestellen, weil der erste doch sooo spannend war! Hihi.. Mütter..)

Heute besitze ich zwei große Billyregale vollgestellt mit Büchern, teilweise doppelreihig.
Auch im Wohnzimmer befinden sich mehrere Bücherstapel. Mittlerweile baue ich sie in die Dekoration mit ein 😀
Ein Büchermensch kann nie zu viele Bücher haben.. nur zu wenig Regal!

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Nun seid ihr gefragt..
Wie begann eure Bücher- und Leseleidenschaft?
Liegt es in der Familie, oder seid ihr sogar der einzige Bücherwurm?

Schreibt eure Erfahrungen in das Kommentarfeld, gerne dürft ihr euch mit eurem Blog an der Montagsfrage beteiligen.
Die Frage erscheint jeden Montag auf Svenjas Blog „Buchfresserchen“. Schaut doch mal bei ihr vorbei.

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16 Kommentare zu „Montagsfrage (Thema: Grundstein des Bücherwurmdaseins)

  1. Schöne Bücherregale 🙂 Bist du zweisprachig aufgewachsen? Ich hab nur wenige Bücher, weil ich genau überlege, was ich haben will. Außerdem überlege ich genau, was ins Regal kommt – sollte mal jemand zu Besuch kommen, sollte es nicht so aussehen, als würde ich nur leichte Belletristik lesen XD

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      1. Weil du geschrieben hast, dass deine Mutter aus Polen kommt und ich das Thema interessant finde. Ich habe einige Freunde, die zwei „Muttersprachen“ haben und finde es faszinierend, wann sie welche Sprache, auch untereinander, nutzen.

        Naja.. ich finde es schon schön, wenn jemand sagt „Was? Du hast das ganze, große „Kapital“ gelesen?!“ und ich nicken kann. Obwohl ich nur bis zur Einleitung kam 🙂

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      2. Achso! Nee, sie hat mir direkt ausschließlich Deutsch beigebracht, sie wollte, dass ich akzentfrei spreche.
        Joa.. da hast du recht 😀 Aber ich stehe auch zu meiner „leichten“ Literatur 🙂 Ich habe auf der Arbeit genug „harte Kost“, mit der ich mich herumschlagen muss, sodass ich die leichtere in meiner Freizeit ganz gerne zum Abschalten nutze..

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  2. Mit acht, kurz vor der 2. Klasse bekam ich Puckys erstes Schuljahr – von Magda Trott geschenkt. Ich las es, tat mich natürlich schwer, doch mit jedem Teil wurde es einfacherer. Mit Neun, zog ich aus dem riesigen Bücherregal meiner Eltern: die Erstauflage von Heidi. Natürlich in Altdeutsch. Ich lernte dabei die Schrift und verliebte mich umgehend. Mit 10 folgte Ronja Räubertochter und unzählige weitere Bücher. Meine Eltern besaßen bereits damals – ich hatte einmal Langeweile und zählte sie wirklich durch – 2347 Bücher. Sorry, mein Gedächtnis lässt mich nicht im Stich. Im Teenager-Alter folgten King, Saul, Sinclair, Dick u.v.a. Heute lese ich gerne Klassiker und gelegentlich seichte Lektüre. Aber – weil alles nicht mehr reichte, fing ich an zu schreiben. Auch die Rubinrotteile, City of Bones, Arcadien u.v.a. habe ich gelesen. Ich schätze meine gelesen Werke auf knapp 4000. Bin mir da aber nicht ganz sicher. Weil mich Dinge langweilen, fing ich sogar an einen eigenen Stil zu entwickeln. Nicht jeder mag diesen, aber scheinbar klappt es trotzdem.

    Liebe Grüße!

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    1. Hey!
      Ach krass, da hast du ja echt viel gelesen, auch einige Klassiker.
      Da bekomme ich richtig Lust, mir Ronja Räubertochter und Co mal wieder zu schnappen. 😍
      Witzig, dass du dir die Zahl der Bücher deiner Eltern gemerkt hast 😄 aber manches bleibt scheinbar echt eingebrannt im Gedächtnis.
      Lg und ein schönes Wochenende!

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  3. Toller Beitrag und ich musste ziemlich oft schmunzeln. 💖💖💖
    Meine Ma ist die größte Lesemaus die ich kenne und ich war immer ihre kleine Matilda. 😊💖 Habe als Kind Stunden in der Bücherei verbracht und gelesen ohne Ende. Es gab dann eine längere Phase in der ich nichts gelesen habe… Unvorstellbar wie ich finde- und habe dann durch eine Freundin ein Thriller begonnen und bin seitdem wieder voll dabei und meine Ma freut es sehr das meine Leidenschaft heimgekehrt ist 😄💖😊

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    1. Ach wie lustig.. Wirklich ähnlich, wie bei mir 😊❤
      Ich hatte auch Phasen, in denen ich kaum gelesen habe.. Pubertät, Jungs, you know… Da waren dann plötzlich andere Themen interessanter. Und das meiste sowieso irgendwie kompliziert, vor allem das Leben! Aber schön, dass wir beide scheinbar durch einen spannenden Thriller wieder zurück zur Leseleidenschaft kamen. ❤

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  4. Wie bei dir ist mir das Lesen durch die Mama näher gebracht worden. Da ich fast ertaubt war als Kind, sollte ich viel lesen damit ich mit Sprache umgehen lernte, was ich nicht verstand in Wörterbüchern und Lexikon nachschlagen. So wurden Bücher meine besten Freunde – bis heute. 😍🤗

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      1. Heute ist soweit alles gut. Ich trage Cochlear Implantate (das ist technisch weitaus besser als ein Hörgeräte). Musste dafür zwar 2 x unters Messer und ab und an braucht man mal eine Reha, aber es ist super! Ich höre nicht wie ein Hörender, aber weitaus besser als jemals zuvor. 👏

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