Rezension: Abendsonne (Jennifer Wolf)

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Titel: Abendsonne
Autor: Jennifer Wolf
Seiten: 288
Preis: TB 7,99€; ebook: 3,99€
ISBN: 978-3-551-31596-0
Verlag: Carlsen / impress

Mein Weg zu dem Buch:
Nachdem ich „Morgentau“ von Jennifer Wolf gelesen habe war mir klar, dass ich auch die Folgebände unbedingt verschlingen möchte.

Erster Satz:
Insa ordnet nervös ihren langen brünetten Zopf, den sie geflochten über ihre Schulter gelegt hat.

Inhalt:
Niemals hätte sich Dahlia träumen lassen, dass sie einst zu den Auserwählten der Jahreszeiten gehören könnte. Als eine gewöhnliche Tochter der letzten bewohnbaren Stadt auf Erden gehört sie nicht in die Nähe von Göttern, sondern aufs Feld, wo sie von klein auf Lavendelblüten pflückt und ihre Familie unterstützt. Aber die Anweisung der Göttin Gaia hätte klarer nicht sein können: Dieses Mal soll ein Mädchen aus Hemera zu ihren vier Söhnen geschickt werden und sich ein Jahrhundert lang an einen von ihnen binden. Sollte Daliah die Auserwählte werden, für wen würde sie sich entscheiden? Den verspielten Frühling, den selbstsicheren Sommer, den tiefgründigen Herbst oder den verschlossenen Winter?
https://www.carlsen.de/taschenbuch/abendsonne-die-wiedererwaehlte-der-jahreszeiten-2-buch/73707

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Zum Autor:
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

https://www.carlsen.de/urheber/jennifer-wolf/49705

Meinung:
Ähnlich wie bei Morgentau fand ich das Cover, auf dem ein Mädchen abgebildet, ist sehr hübsch. Auch im Nachhinein passt es sehr gut zur Geschichte.
Die einzelnen Kapitel verfügen über thematisch passende Überschriften.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, ich hatte das Gefühl, das kaum Zeit verstrichen ist, seit dem ich „Morgentau“ beendet habe.
Auch den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und locker. Ich konnte das 288 Seiten lange Buch in recht kurzer Zeit verschlingen.
Es war spannend, wenn auch nicht so rasant wie „Morgentau“. Auch hier gab es ein paar überraschende Wendungen und Ereignisse, die mich mitfiebern ließen.
Ich fand es schön, die Söhne der Göttin Gaia „wiederzusehen“ und zu erfahren, wie es weitergeht. Insbesondere das differenziert erzählte Ende gefiel mir sehr gut. Die besondere Welt der Jahreszeiten kam – zumindest räumlich gesehen – diesmal etwas kurz, was ich aber nicht als sehr störend empfand. So konnte man mehr über das „drum herum“ erfahren und viele weitere Personen kennenlernen.
Die Protagonistin Dahlia fand ich sehr sympathisch, sie wirkte sehr tough und zeitweise rebellisch, was ich ziemlich positiv fand. Ihre Art wirkte sehr erfrischend. Auch konnte ich die Spannung zwischen Dahlia und IHM sehr gut spüren, wenn auch zunächst keiner (inklusive mir) so genau wusste, wieso sie so immens auftrat. In manchen Situationen hätte ich alle beide sehr gerne mal geschüttelt…
Die Eltern von Dahlia waren mir durch ihre loyale, verständnisvolle Art sehr sympathisch. Auch ihre Tante und ihren Onkel mochte ich, ich hätte gern zum Schluss noch mehr über sie gelesen.
Die Emotionen kamen authentisch rüber. Auch konnte ich mich gut auf die beschriebenen räumlichen Gegebenheiten einlassen, hatte sie bildlich vor Augen, hörte sogar zwischendurch ein Blätterrascheln…
Die Geschichte war, wie schon in „Morgentau“, in sich abgeschlossen, jedoch möchte man natürlich mehr über die Jahreszeiten-Jungs und ihre Erwählten erfahren, und immer wieder in die schöne, magische Welt abtauchen und an den Ereignissen teilhaben…

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Zitate:
„Lass ihn liegen, wer so säuft hat es nicht besser verdient.“ Vielleicht tritt er sich ja fest.

„Kinder“, fährt meine Mutter dazwischen und zerstört den Moment. Auf Mütter ist eben immer Verlass.

Fazit:
Eine wunderschöne, magische Geschichte, die aussagt, dass Hoffnung zuletzt stirbt und Loyalität trotz allem belohnt wird. Die Protagonistin wirkte rebellisch und tough, wie ein Wildfang, und zugleich sehr emotional und loyal. Ich kann das Buch, beziehungsweise die gesamte Jahreszeiten-Reihe, jedem empfehlen, der Lust auf eine nicht allzu lange Geschichte hat, die zum Träumen anregt.
Ich gebe „Abendsonne“ insgesamt 5/5 Federn.

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Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das eBook-Rezensionsexemplar!

Hier geht’s zum Buch.

5 thoughts on “Rezension: Abendsonne (Jennifer Wolf)

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