Rezension: Arya & Finn (Lisa Rosenbecker)

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Titel: Arya & Finn
Autor: Lisa Rosenbecker
Seiten: TB, 380
Preis: TB 14,90€; ebook: 4,99€
ISBN: 978-3-95991-134-4
Verlag: Drachenmond

Mein Weg zu dem Buch:
Ich sah es schon mehrfach in der Facebookgruppe „Zeilenspringer„. Es gab zahlreiche positive Meinungen zu dem Buch. Auch begegnete es mir immer wieder, wenn ich auf der Verlagsseite von Drachenmond stöberte. Letztendlich hat mich das wunderschöne Cover sowie der vielversprechende Klappentext dazu verleitet, „Arya & Finn“ zu bestellen.

Erster Satz:
Die Feuerbestattung begann mit dem ersten Sonnenstrahl des Tages.

Klappentext:
Arya hat ihre Zukunft als Leibwächterin klar vor Augen: Sie will ihrer Freundin Elena um jeden Preis zur Seite stehen. Schon seit vielen Jahren bereitet sie sich darauf vor und nimmt sogar ihre verhasste Gabe in Kauf, die ein gut behütetes Geheimnis ist. Ebenso wie Elenas wahre Herkunft.
Aus diesem Grund lässt sich Arya auf eine Reise ein, bei der sie nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit der Zukunft konfrontiert wird. Denn ihr Reisegefährte Finn weckt unbekannte Gefühle in ihr.
Doch während Arya versucht auf ihr Herz zu hören, kristallisiert sich eine Bedrohung für das gesamte Königreich heraus, der sich die Gefährten am Ende gemeinsam stellen müssen.

Zum Autor:
„Ich erinnere mich leider nicht mehr an den Titel meines ersten gelesenen Buches, es muss aber Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Seit ich denken kann, gab es immer Bücher in meinem Leben. Es fing in der Grundschule mit den Olchis an, ging dann über zu den Freche Mädchen, Freche Bücher – Büchern und mit Kai Meyer entdeckte ich später meine Liebe zum Fantastischen.
Als ich mich damals von den fremden Welten anderer begeistern ließ, hätte ich nie gedacht, auch selbst mal eine solche Welt zu erschaffen. Eine, die es nur in meinem Kopf und in denen der Leser gibt. Selbst als ich 2011 anfing zu bloggen, hätte ich mir das nicht träumen lassen.
Doch ich habe mich in den letzten Jahren so intensiv mit Büchern beschäftigt, dass mich Geschichten einfach nicht mehr losgelassen haben. Mit der Zeit schlich sich dann auch die meiner Protagonisten dazu und der Drang, sie aufzuschreiben und zu erzählen, wurde riesengroß. Warum sollte ich nicht zumindest mal versuchen, ein eigenes Buch zu schreiben? Das war mein damaliger Gedanke.
Aus meinem persönlichen Projekt für 2014 wurde dann tatsächlich ein fertiges Manuskript, welches mich verdammt stolz gemacht hat. Das Lob der Testleser dann umso mehr. Mir wurde klar, dass ich Arya und Finn, die beiden Protagonisten meiner ersten Geschichte, nicht in der Schublade versauern lassen wollte. Die beiden brauchen einfach frische Luft.
Von der High-Fantasy bin ich mittlerweile auch auf Urban-Fantasy gekommen und tobe mich in beiden Genres aus. Ich habe eine Menge Ideen für weitere Projekte und freue mich schon darauf, sie in Angriff zu nehmen!
Wenn ich nicht gerade schreibe oder blogge, studiere ich molekulare Biologie und kann deshalb mit Gewissheit sagen, dass die Liebe zum Buch bei meiner Familie in den Genen liegt und ich dafür wirklich dankbar sein kann.
Geboren wurde ich übrigens 1991.“

Quelle: https://www.drachenmond.de/people/rosenbecker-lisa/

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Meinung:
Die Optik des Buches war mit ein Grund, aus dem ich es unbedingt haben wollte. Das Cover mit dem schönen Rahmen aus Pflanzen und einem großen Baum in der Mitte, an dem zwei Personen stehen, wirkt magisch und wunderschön. Auch der Klappentext befindet sich in einem silbrigen Rahmen.
Die einzelnen Seiten sind an den Ecken mit den gleichen Mustern gestaltet, wie das Cover.
Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd von Finn und Arya jeweils in der Ich-Perspektive erzählt. Dies empfand ich nicht als störend – im Gegenteil – man erhält dadurch die Möglichkeit, viele Gedanken und die Einschätzung jeweiliger Situationen unmittelbar von beiden Protagonisten zu erfahren.
Später kommt noch ein dritter Erzähler, „ER“, hinzu. Komischerweise ahnte ich schon relativ schnell, wer sich dahinter verbirgt. Dies sorgte, neben der bereits durch den tollen Schreibstil ausgelösten Spannung, stets dafür, dass ich wissen wollte, was es mit seiner Rolle und dem Einfluss auf die Geschichte, auf sich hat.
Ich konnte direkt in das Buch und seine Handlung eintauchen. Spätestens mit dem Auftreten von Finn und seinem „Beruf“ hatte es mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Man merkte bereits nach wenigen Seiten, dass sich in seinem Leben viel verändern wird. Auch die situativen Emotionen kamen hervorragend rüber. Teilweise musste ich aufgrund der erfrischenden und humorvollen Dialoge und Monologe lachen.
Lisa Rosenbecker schaffte es, mich zu vielen tollen magischen Orten gedanklich mitzunehmen, indem sie diese sehr detailliert und liebevoll beschrieb, sodass ich mich der Gruppe am liebsten angeschlossen, und mit ihnen Maljonar erkundet hätte. Situativ schweiften meine Gedanken total ab, weil ich mir die beschriebenen Orte bildlich vorstellte, was ich als sehr positiv und inspirierend empfand.
Die Protagonisten fand ich sympathisch, vor allem mochte ich Finn, der immer für einen Spaß zu haben war, aber auch wusste, wann es ernst wurde. Meistens zumindest 😉 Arya fand ich sehr loyal, ehrlich und stark. Die Freundschaft zwischen Arya und Elena wirkte sehr ehrlich und authentisch. Elena war, hingegen ihrer „Rolle“, total nah-, greifbar und echt. Auch Bero und Ilias habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Die Themen Loyalität, Freundschaft und Vertrauen waren bis zum Ende präsent.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, was mich fast etwas traurig stimmt, da ich gerne mehr von Arya, Finn & Co. erfahren würde.

Zitate:
Es sah so aus, als ob meine Welt in den nächsten Tagen auf den Kopf gestellt werden würde. Aus unerklärlichen Gründen freute ich mich darauf.

Ich wusste nicht, ob ich angesichts dessen, dass dies unsere Reisegruppe sein würde, lachen oder weinen sollte. Letzten Endes entschied ich mich für ein verzweifeltes Lächeln. Es war absolut verrückt.

Fazit:
„Arya & Finn“ konnte mich mit seinen erfrischenden Dialogen und Monologen, mit seinen magischen Orten und der spannenden Handlung total überzeugen. Ich bin gerne gedanklich mit der außergewöhnlichen Gruppe auf eine ereignisreiche Reise durch Maljonar gegangen und habe jeden einzelnen von ihnen in mein Herz geschlossen. Ein absolutes Must-Read!
Ich gebe „Arya und Finn“ insgesamt 5/5 Federn.

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Vielen Dank an den Drachenmondverlag für das Rezensionsexemplar.
Großen Dank natürlich auch an Lisa für dieses wahnsinnig tolle Buch.
Ich möchte jetzt sofort zum Lichterfest! Und in die Bibliothek der Akademie! Und… und und!

Hier geht’s zum Buch.

13 Kommentare zu „Rezension: Arya & Finn (Lisa Rosenbecker)

      1. Arya war mir zum Teil etwas widersprüchlich. Ihr anfängliches Misstrauen anderen Menschen gegenüber hat sie mir zu schnell über Bord geworfen. Auch dass sie sich nicht wie eine Leibwächterin verhält, nie die Umgebung kontrolliert, Elena viel zu oft mit Fremden allein lässt, obwohl sie auf dieses Leben als ihre Leibwächterin vorbereitet wurde, fand ich seltsam.
        Aber wie gesagt, das sind Kleinigkeiten, die vielleicht nur mir auffallen und wenig Einfluss auf den positiven Gesamteindruck hatten.
        Liebe Grüße
        Nicole

        Gefällt 1 Person

      2. Das mit dem Misstrauen/Vertrauen fiel mir auch auf. Zumindest war das ja oft Thema.
        Stimmt, jetzt wo du es sagst, kommt mir das nicht vorhandene Leibwächterdasein auch in den Kopf. 😃
        Hat für mich persönlich aber der Geschichte nichts abgetan, wie du schon sagst, Kleinigkeiten.
        Ich mochte es sehr.
        Wünsche dir einen schönen Tag!

        Gefällt mir

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